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Roger DeCoster über Eli Tomac, Jorge Prado und Aaron Plessinger
Red Bull KTM hat in der Supercross-Saison 2026 mit Eli Tomac, Jorge Prado und Aaron Plessinger ein außergewöhnlich starkes Team. Wie es dazu kam und welche Hindernisse es gab, erklärt Roger DeCoster.
US-Supercross
Im Artikel erwähnt

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Im aktuellen Interview mit Swapmoto wurde Roger DeCoster gefragt, ob die finanziellen Probleme von KTM Auswirkungen auf das Rennprogramm hatten «Nicht direkt», sagt der Motorsport-Direktor North America, der auch 'The Man' genannt wird. «Das Racing war nicht betroffen, aber das Gefühl und die Atmosphäre, weil jeder in Sorge war, ob es noch ein Budget geben würde, um Leute zu bezahlen und die Sachen zu kaufen, die wir für unser Programm benötigen. Heutzutage ist das alles super-teuer geworden. Die Preise sind stark gestiegen und damit auch unsere Kosten.»
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Tomac führt mit Idealpunktzahl Mit Eli Tomac, Jorge Prado und Aaron Plessinger hat Red Bull KTM in diesem Jahr ein besonders starkes Team am Start. Tomac führt die Tabelle mit Idealpunktzahl von 50 Zählern an, die beiden anderen Werksfahrer rangieren beide im Bereich der Top-10. Für DeCoster ist Eli die Zugmaschine, die das Team mitzieht. «Eli setzt die Maßstäbe für die anderen Jungs im Team. Er arbeitet hart und hält zusammen mit seinem Vater die Sachen einfach. Er ist ausschließlich auf seine Aufgabe fokussiert.» Ryan Dungey, Eli Tomac und Roger DeCoster Als Roger DeCoster 2011 von Suzuki zu KTM wechselte, nahm er seinen Fahrer Ryan Dungey mit und gewann mit ihm im folgenden Jahr die US Nationals. DeCoster gilt als einer der Architekten des Erfolgs von KTM in den USA. «Ryan [Dungey] war in Anaheim vor Ort. Er ist ja vor ein paar Jahren noch hart gegen Eli gefahren und es war toll, die beiden Jungs jetzt mit derselben Teamkleidung zu sehen. Ich denke, dass er künftig wieder mehr für uns machen wird. Er ist ja ohnehin schon Markenbotschafter, aber wir werden mehr von ihm sehen, natürlich nicht auf der Strecke, aber für uns als Team.»
Ich denke, dass Ryan Dungey jetzt wieder mehr für KTM tun wird.Roger DeCoster
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Skepsis gegenüber Tomac und Prado wich Vertrauen Wer hatte die Idee, Eli für KTM zu gewinnen? «Der Impuls für Eli und später auch für Jorge [Prado] kam von Ian [Harrison] und mir. Seitens der Österreicher gab es natürlich zunächst ein paar skeptische Fragen. Pit [Beirer] war zunächst nicht sehr glücklich damit. Wenn ein Fahrer das Team verlässt, nimmt er es sehr persönlich. Speziell die Entscheidung für Prado war sehr hart für ihn. Prado hat KTM nach vier WM-Titeln verlassen und wollte jetzt wieder zu uns zurück. Aber wir konnten nicht einmal sicher sein, wie er sich im Supercross entwickeln würde. Im vergangenen Jahr hatte er viele Probleme. Doch er hat hart an sich gearbeitet und ich denke, unsere Crew hat verstanden, wonach er strebt. Das erste Rennen lief gut. Das wird natürlich nicht die ganze Saison so bleiben. Die Saison ist lang und Supercross ist hart. Aber es war kein Zufall, dass er auf dem Podium stand. Er ist ein guter Starter und verfügt über eine ausgezeichnete Fahrtechnik. Er liebt sein Motorrad und deshalb erwarte ich noch weiter Ergebnisse dieser Art von ihm.»
Speziell die Entscheidung für Jorge Prado war nach der Vorgeschichte sehr hart für Pit Beirer.Roger DeCoster
KTM, Tomac und die Seilzugkupplung Eli Tomac wünschte sich eine Seilzugkupplung, obwohl KTM seit Jahren Hydraulik-Kupplungen einsetzt. «Natürlich musste ich erst fragen, ob wir das tun können, aber sie meinten, wenn es das ist, was er will, dann werden wir ihm eine Seilzugkupplung geben. Wir haben ihm dann die Optionen zur Verfügung gestellt und hat sich dann auch dafür entschieden.» Wer kann diesen aggressiven Motor noch beherrschen? Eli Tomac liebt Motorleistung. Auch an dieser Stelle hat KTM versucht, die Wünsche Tomacs zu erfüllen. Angeblich wurde ein Motor, den Jeffrey Herlings wegen seiner brutalen Gewalt als unfahrbar hielt, eigens für Tomac nach Amerika verschifft. «Ich war überrascht, dass er diese Leistung im Supercross-Bereich nutzen kann. Wenn du dieses Ding fährst, hebst du ab. Es ist wirklich krass.»
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Im Gegensatz dazu mag Prado eher die gleichmäßig-geschmeidige Leistungsentfaltung. «Er mag eher die kleinen Veränderungen», erklärt DeCoster. «Änderungen, die er auch sofort spürt. Er mag nicht diesen aggressiven Motor wie Eli.» Plessingers spezieller Fahrstil Aaron Plessinger ist ein spezieller Fall, meint DeCoster. «Letztes Wochenende habe ich mit Aarons Vater wegen seines Fahrstils gesprochen. Jeder kann es auf der Strecke sehen, das sein Heck zu tief hängt und die Front zu hoch. Es ist schwierig, ein Fahrwerk dann so auszubalancieren, dass man damit gut um die Ecken kommt. Aber es ist nunmal sein Stil, er liebt es, einen Chopper zu fahren. Aaron bewegt sein Bike wie ein Pferd, aber er ist ja auch der Cowboy.»
Aaron bewegt sein Bike wie ein Pferd, aber er ist ja auch der Cowboy.Roger DeCoster
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Startnummer 13 von Julien Beaumer 250er Pilot Julien Beaumer, der im Moment noch verletzt pausieren muss, hat die Startnummer 13, die viele nicht mögen. «Seine Familie hat irgendeine Verbindung mit der 13. Ich selbst bin nicht abergläubisch, aber ich hätte die 13 nicht genommen», sagt DeCoster. «Ich hatte eine Situation mit Ricky Johnson, der während seiner Honda Zeit mit der 13 startete und sich dann eine schwere Handgelenksverletzung zuzog.» Die Fahrer und ihre Crews damals und heute «Heutzutage brauchst du Datenspezialisten, einen Fahrwerks-Spezialisten, einen Team-Koordinator für die Interviews und Autogrammstunden, natürlich einen Mechaniker, eine Person, die sich nur um die Hospitality kümmert, einen für Social Media usw. Zu meiner Zeit sind wir als Werksteam mit einem Ford Transit losgefahren und wir haben uns um unsere Dokumente selber gekümmert. Wir hatten damals 2 Pässe, weil ein Pass immer in irgendeiner Botschaft lag und wir zwei Wochen auf ein Visum warten mussten. Zwischenzeitlich fand aber schon das nächste Rennen statt, also brauchten wir einen zweiten Pass. Heutzutage wird für die Fahrer alles organisiert, von den Flügen über die Hotelreservierungen bis zu ihren Presseterminen. Die Jungs haben heute weniger Freiheiten als wir, aber gleichzeitig haben sie mehr Unterstützung. Wenn zu meiner Zeit das Bike nicht funktionierte, haben sie dir nicht binnen einer Woche einen neuen Rahmen hingestellt. Man musste mit dem, was man hatte, die ganze Saison klarkommen.» Mit 81 noch immer noch hungrig auf Erfolg Roger DeCoster ist jetzt 81 Jahre alt. Wie lange will er noch weitermachen? «So lange ich den Eindruck habe, dass ich einen Beitrag leisten kann, werde ich weitermachen. Wenn das Team meint, dass ich nur noch im Wege herumstehe, werde ich zu Hause bleiben. Aber mir bereitet diese Tätigkeit immer noch Freude. Ich freue mich, wenn wir Verbesserungen hinbekommen. Wenn ich den Jungs noch ein paar Ratschläge geben kann, macht mich das glücklich. Vielleicht werde ich künftig etwas weniger reisen und mehr in der Werkstatt sein. Das Wichtigste für mich ist es, am Motorrad zu arbeiten und Dinge zu verbessern. Es ist wirklich eindrucksvoll, was die Fahrer von heute mit einem Motorrad anstellen können.»
So lange ich einen Beitrag leisten kann, werde ich weitermachen.Roger DeCoster
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3
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40
4
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32
5
Justin Cooper
32
6
Cooper Webb
29
7
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28
8
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