Martin kämpft um weiteres Comeback: Manager Albert Valera nimmt Stellung
Das Verletzungsdilemma um Aprilia-MotoGP-Werksfahrer Jorge Martin will nicht enden. Der Champion von 2024 musste sich weiteren Eingriffen unterziehen. Sein Manager Albert Valera bleibt zuversichtlich.
Die Situation um Jorge Martin bleibt spannend. Eine Woche nach dem offiziellen Startschuss der Aprilia-Mannschaft im Rahmen des groß angelegten Teamevents in Mailand sickerte durch, dass Martin weit hinter dem vermuteten finalen Genesungsplan liegt.
Wie
«Korrekt ist, dass es diese Eingriffe gab. Sie waren aus unserer Sicht notwendig, denn in der Zeit vor Weihnachten fühlte sich Jorge alles andere als gut. Auch um ihm die Zuversicht zu geben, dass die neue Saison nicht in Gefahr ist, haben wir uns gemeinsam für einen neuen Eingriff entschieden. Unter anderem sollte durch eine modifizierte Schraube im Bereich des Schlüsselbeins eine bessere Verbindung und damit schnellere Heilung – auch für mehr Bewegungsfreiheit – erreicht werden.«
Albert Valera ergänzt: «Die Operationen lief reibungslos und wie geplant – Jorge kann sich jetzt weiter vorbereiten auf die Saison und die anstehenden Tests. Aktuell ist er in Andorra und absolviert ein hartes Trainingsprogramm mit dem Ziel, auch die Tests in Malaysia zu absolvieren.»
Doch der Spanier schränkt ein: «Wir sind uns nicht sicher, ob es reicht, um für den Sepang-Test auf 100 Prozent zu kommen. Aber es schaut gut aus und Jorge wird die Reise nach Malaysia auf jeden Fall antreten. Dann werden wir vor Ort sehen, ob es funktioniert. Ich gehe aber davon aus, dass er spätestens den Test in Thailand absolvieren wird.»
Valera streicht heraus: «Ich betone: Es ist Pflicht, dass Jorge mit 100 Prozent auf das MotoGP-Bike steigt. Nicht mit 95, nicht mit 98, sondern mit 100 Prozent! Etwas anderes kommt nicht infrage. Wir sind jedenfalls happy, wie sich die Dinge jetzt entwickeln.»
Das deckt sich auch mit den Aussagen des Piloten selbst. Jorge Martin hatte zwar die jüngsten Komplikationen und Eingriffe ungerührt weggeschwiegen, aber zugleich eingeräumt: «Es geht darum, körperlich wieder auf 100 Prozent zu kommen. Wenn wir an diesem Punkt sind, dann werde ich auch in der Lage sein, mit der Aprilia um Siege zu kämpfen.»
Verständlich, denn nach der Saison 2025 ist der Hype um den «Martinator» abgeflaut und im heißen Verhandlungsjahr 2026 kann sich Martin keine sportlichen Durchhänger mehr leisten. Ganz oder gar nicht, so die Botschaft aus dem spanischen Lager. Bis auf Weiteres bleibt die Lage angespannt.
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