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Nach einem verrückten Auftakt: Solberg führt bei der Rallye Monte Carlo

Toyota-Pilot Oliver Solberg hat nach turbulenten ersten drei Etappen die Führung der Rallye Monte Carlo übernommen.

Martin Gruhler

Von

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Der Schwede führt die 94. Auflage des Rallyeklassikers an, nach dem am Donnerstagabend viel Dramatik den Rennverlauf bestimmte.

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Vize-Weltmeister Elfyn Evans (Toyota) erlangte die Ehre, die allererste Wertungsprüfung der neuen Rallye-Weltmeisterschaftssaison zu gewinnen - er schlug seinen Toyota-Teamkollegen auf der nassen Eröffnungsprüfung um 5,6 Sekunden.

Als die Rallye von Monaco nach Gap weiterzog, wurden die Teams in den französischen Seealpen von viel Schnee und Eis empfangen. Die zweite WP erwies sich so als besonders anspruchsvoll.

Bei den schwierigen Bedingungen wurde Mut belohnt. Solberg erwies sich als sehr risikofreudig und fuhr als um mehr als 30 Sekunden davon. Unglaublicherweise holte er 18 Sekunden seines Vorsprungs auf dem letzten Kilometer heraus.

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Mit einem Vorsprung von 25,5 Sekunden startete Solberg in die dritte Prüfung des Tages, wobei die die Straßenverhältnisse sich gegenüber WP2 etwas verbessert hatten. Allerdings sorgte dichter Nebel gegen Ende der Etappe für massive Schwierigkeiten an diesem sehr anspruchsvollen Abend.

Vorjahressoieger Sebastien Ogier war am Ende der schnellste Fahrer in dieser letzten Tagesprüfung. Alle Fahrer beklagten sich über die schlechten Sichtverhältnisse - Evans und Thierry Neuville forderten sogar lautstark den Abbruch der WP.

Sieben Rally1-Fahrzeuge hatten die Prüfung noch absolviert, bevor mit der roten Flagge die WP vorzeitig beendet wurde. Die Zeiten von Jon Armstrong und Hayden Paddon sind daher nur vorläufige Zeiten, die noch bestätigt werden müssen.

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Das vorläufige Ergebnis zeigt Solberg mit 44,2 Sekunden Vorsprung auf Evans auf. Die restlichen Positionen stehen nach dem Abbruch zunächst noch nicht fest.

Vor der WP3 lag Armstrong auf dem dritten Gesamtrang - er fuhr die drittschnellste Zeit in der WP2 - bei seiner ersten Etappe als Rally1-Fahrer.

«Das ist ziemlich gut für unsere erste Nacht in Monte Carlo und unsere erste Nacht in Rally1, das nehmen wir gerne mit», meinte der irische M-Sport Ford-Pilot. «Ich weiß, dass ich ganz gut fahren kann, aber das ganze andere drum herum es ist schon sehr nervenaufreibend. Ich möchte schnell sein, muss aber das Risiko abwägen».

Der amtierende Weltmeister Sebastien Ogier startete verhalten in der Eröffnungstag und fuhr auf Platz drei in de ersten WP. Auf der zweiten Zeitprüfung verlor dann allerdings über eine Minute verlor. Der Franzose bezeichnete die WP als die unangenehmste seiner gesamten Karriere.

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Ogier liegt 1.08,6 Minuten hinter Solberg, aber 17,3 Sekunden vor Hyundai-Pilot Thierry Neuville. Der belgische Ex-Weltmeister konnte in WP3 seinen Teamkollegen Adrien Fourmaux überholen, nachdem dieser kurz in einem Graben stecken geblieben war.

Ein sichtlich fassungsloser Fourmaux meinte: «Es gab ziemlich viel Nebel auf der Prüfung. Die Sichtverhältnisse waren ziemlich schwierig. Dazu haben auch die Zuschauer mit ihren Feuerwerkrauch viel beigetragen. Phasenweise war man richtig blind unterwegs. Ich bin dann ohne Orientierung in den Graben gefahren».

Takamoto Katsuta (Toyota) liegt 39,2 Sekunden hinter Fourmaux, nachdem er im Nebel stark zurückgefallen war. Ford-Pilot Gregoire Munster verlor über zwei Minuten, weil seine Servolenkung ausgefallen war.

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«Mit so vielen Kurven war es am Anfang so eng und kurvenreich, dass ich das morgen wohl spüren werde», meinte der Luxemburger.

Hyundai-Pilot Paddon war unterdessen erleichtert, den Abend überhaupt überstanden zu haben. Der Neuseeländer kommentiere bei seinem Rallye-WM-Comeback: «Gut, dass wir den heutigen schwierigen Auftakt überstanden haben. Das nimmt viel Last von den Schultern».

Weder Sami Pajari (Toyota) noch Josh McErlean (Ford) schafften es bis zum Ende des Donnerstag. Beide Pechvögel schieden nach einem Zwischenfall an derselben vereisten Kurve in WP2 aus. McErlean rutschte von der Straße und blieb stecken, während Pajari eine Brücke streifte und sein linkes Hinterrad zerstörte.

Die WRC2-Klasse führt Eric Camilli (Skoda) an, nachdem beide Lancias von zeitraubenden Zwischenfällen heimgesucht wurden. Yohan Rossel brach sich in der Eröffnungsetappe ein Rad, als er zu früh einlenkte und eine Felswand streifte. Teamkollege Nikolay Gryazin beschädigte seine Aufhängung.

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Zwischenergebnis nach 3 von 17 Etappen

Position/Fahrer

Fahrzeug

Zeit/Rückstand

1. Solberg/Edmondson

Toyota

43.10,3 min

2. Evans/Scott

Toyota

+44,2 sec

3. Ogier/Landais

Toyota

+1.08,6 min

4. Neuville/Wydaeghe

Hyundai

+1.25,9

5.Armstrong/Byrne

Ford

+1.34,5

6.Fourmaux/Coria

Hyundai

+1.44,8

7. Katsuta/Johnston

Toyota

+2.24,0

8. Paddon/Kennard

Hyundai

+2.55,2

9. Camilli/de la Haye

Skoda

+3.31,2

10. Rossel/Mercoiret

Citroen

+3.46,5

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