Superbike WM • Neu
Sorge um Estoril: Miguel Oliveira (BMW) bangt um sein Heimrennen
Ducati-Ass Nicolo Bulega beendete den ersten Superbike-WM-Wintertest 2026 in Jerez als Schnellster und wunderte sich selbst. Womit der 26-Jährige die größte Mühe hatte, verriet er SPEEDWEEK.com.
Am 21./22. Januar traf sich das Gros der Stammfahrer der Superbike-WM auf dem Circuito de Jerez in Andalusien zum ersten Wintertest 2026. Wie in den Vorjahren spielte das Wetter nicht mit, in zwei Tagen gab es lediglich zwei Stunden trockene Streckenzeit – am Donnerstagnachmittag. Kein Team konnte sein geplantes Testprogramm absolvieren, für viele Fahrer ging es nach der Winterpause erst mal darum sich einzufahren. Die Rundenzeiten dieses Tests haben deshalb nur wenig Aussagekraft.
«Als ich im vergangenen Jahr zum letzten Mal fuhr, saß ich auf einem MotoGP-Bike», erzählte Nicolo Bulega beim Treffen mit SPEEDWEEK.com. «Ich war neugierig auf das Superbike zurückzukehren und zu sehen, wie mein Gefühl ist. Letztlich habe ich die 20 Runden dafür gebraucht, um mich zu erinnern, wie man ein Superbike fährt.»
Nico hat einen ereignisreichen Spätherbst hinter sich: Nach der knappen WM-Niederlage gegen Toprak Razgatlioglu (BMW) hatte er zwei MotoGP-Einsätze als Ersatz für den verletzten Weltmeister Marc Marquez sowie einen Test, außerdem durfte er zum ersten Mal das neue Ducati-Superbike fahren.
Am Donnerstag (22. Januar) absolvierte er seinen zweiten Test mit der neuen Maschine, die traditionelle Einarmschwinge musste einer Zweiarmschwinge weichen. «Der Unterschied ist gleich zu spüren, wobei das ganze Bike anders ist», schilderte Bulega. «Die Schwinge ist stabiler, dadurch kannst du aggressiver Gas geben und das Bike verwindet sich nicht so. Eventuell haben wir aber etwas an Traktion eingebüßt. Wir müssen das alles in Betracht ziehen und für die Rennen einen guten Mittelweg finden. Das alte Bike war am Ausgang von langsamen Erste-Gang-Kurven schwierig zu handhaben, weil es sich verwand und schüttelte. Ich hoffe, dass das mit dem neuen besser ist.»
Aufgrund der sehr begrenzten Fahrzeit konnte der zweifache Vizeweltmeister kaum Erkenntnisse sammeln. «Ducati zeigt sehr viel Einsatz, um dieses neue Motorrad hervorragend zu machen», betonte der 20-fache Laufsieger. «Aber es ist zu früh, dass ich wirklich etwas sagen kann. Die Antworten werden wir erst während des Jahres erhalten. Von Strecken wie Phillip Island oder Portimao haben wir viele Daten vom alten Motorrad, die wir dann mit den neuen vergleichen können. Jetzt ist es sehr schwierig zu sagen, ob das Bike bereits besser ist als sein Vorgänger oder nicht. Mein Gefühl ist immer noch recht gut, das Bike ist aber ganz anders – ein paar Dinge werde ich ändern müssen.»
Standesgemäß fuhr WM-Favorit Bulega mit 1:39,331 min Bestzeit und war damit um 0,119 sec schneller als Alex Lowes (Bimota) auf Platz 2. «Das war nicht schlecht», grinste der Italiener. «Aber ich fuhr nur 20 Runden, fühlte mich nicht sehr wohl und war gedanklich immer noch auf der MotoGP-Maschine. Es dauert etwas, bis sich mein Gefühl wieder auf das Superbike umgestellt hat.»
Nicolo Bulega (I), Ducati, 1:39,331 min
Alex Lowes (GB), Bimota, +0,119 sec
Xavi Vierge (E), Yamaha, +0,439
Sam Lowes (GB), Ducati, +0,480
Michael van der Mark (NL), BMW, +0,505
Iker Lecuona (E), Ducati, +0,648
Axel Bassani (I), Bimota, +0,738
Andrea Locatelli (I), Yamaha, +1,014
Stefano Manzi (I), Yamaha, +1,016
Jonathan Rea (GB), Honda, +1,111
Garrett Gerloff (USA), Kawasaki, +1,114
Miguel Oliveira (P), BMW, +1,116
Jake Dixon (GB), Honda, 1,119
Yari Montella (I), Ducati, +1,144
Alvaro Bautista (E), Ducati, +1,144
Tarran Mackenzie (GB), Ducati, +1,429
Danilo Petrucci (I), BMW, +1,492
Tetsuta Nagashima (J), Honda, +1886
Remy Gardner (AUS), Yamaha, +1,918
Xavi Fores (E), Bimota, +2,145
Lorenzo Baldassarri (I), Ducati, +2,441
Alberto Surra (I), Ducati, +2,484
Philipp Öttl (D), Ducati, +19,199
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