WM-Einstieg von Milwaukee Yamaha: Was möglich ist

Von Ivo Schützbach
Britische Superbike-Meisterschaft
Joshua Brookes würde gerne Weltmeisterschaft fahren

Joshua Brookes würde gerne Weltmeisterschaft fahren

In der Britischen Superbike-Meisterschaft ist Milwaukee Yamaha mit Joshua Brookes auf Titelkurs. 2016 möchte das Team von Shaun Muir Weltmeisterschaft fahren, es hat aber nur zwei wacklige Optionen.

Obwohl Milwaukee Yamaha in der Britischen Superbike-Meisterschaft einen exzellenten Job erledigt und drei Rennen vor Schluss die Meisterschaft mit Joshua Brookes anführt, hat Yamaha nie daran gedacht, das Team 2016 in die Superbike-WM zu befördern. Für das werksseitige WM-Comeback wünschte sich der Hersteller mit den drei Stimmgabeln im Logo einen Partner mit WM-Erfahrung und wählte das britische Crescent-Team von Paul Denning.

Damit hatte sich Milwaukees erste Möglichkeit für den WM-Einstieg zerschlagen. Als Yamaha-Satelliten-Team aufzutreten kommt auch nicht in Frage: Yamaha will sich keine hausinterne Konkurrenz schaffen und Milwaukee ist sich für die Komparsenrolle zu schade.

Milwaukee ist ein Hersteller von Elektrowerkzeugen, die Milwaukee Tool Corporation, 1924 in Milwaukee/Wisconsin gegründet, ist eine Marke von Techtronic Industries. Zu dieser Firma gehören auch AEG, Ryobi, Hoover, Dirt Devil und Vax – ein Weltkonzern.

Bleiben für den WM-Einstieg die zwei Möglichkeiten Suzuki und Aprilia. Teamchef Muir und Suzuki verhandeln schon länger, auch WM-Vermarkter Dorna hat sich eingeschaltet und Suzuki Japan bekniet, der Superbike-WM treu zu bleiben.

Für Suzuki und Milwaukee vorstellbar: 2016 zur Vorbereitung gemeinsam die Britische Superbike-Meisterschaft bestreiten. In den ersten Rennen mit dem aktuellen Modell, ab Mai mit der neuen GSX-R1000, und dann 2017 gemeinsam in die Superbike-WM wechseln.

Aprilia: Nur noch zwei Kandidaten

Aprilia wird sich nach dieser Saison in der Superbike-WM von Partner Red Devils Roma trennen und sucht für 2016 nach einem neuen Kunden. Nach Verhandlungen mit diversen Teams von Althea über 3C bis Nuova M2, kommen realistisch betrachtet nur noch zwei Partner in Frage: das tschechische Team AB Motoracing von Karel Abraham senior und Milwaukee.

Aprilia verlangt weit über eine Million Euro für zwei Motorräder sowie die Entwicklung der RSV4. Sollten die Italiener Superstock-1000-Champion Lorenzo Savadori an Bord halten wollen, könnten die Gebühren sinken. Anbetracht des intensivierten MotoGP-Engagements hat Aprilia für die Superbike-WM 2016 aber weder Geld noch Personal übrig.

Sogar ein Zusammenschluss zwischen Milwaukee und dem Team AB Motoracing wird diskutiert – dann als Aprilia-Werksteam.

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