Nach Horrorcrash: Reicht es für Mike Rockenfeller?

Von Andreas Reiners
Mike Rockenfeller und Gary Paffett

Mike Rockenfeller und Gary Paffett

Mike Rockenfeller ist nach seinem Horrorcrash auf dem Norisring bestmöglich vorbereitet. Klar ist: Der Audi-Pilot wird alles versuchen, um beim fünften Saisonevent in Moskau am kommenden Wochenende an den Start zu gehen.

Zum einen hat der Meister von 2013 auf dem Moscow Raceway bereits zweimal gewinnen können. Und: Fährt er nicht, dürfte der Meisterschaftszug endgültig ohne ihn abfahren. Aktuell ist er Achter mit 35 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Mattias Ekström.

Für Rockenfeller wurde nach seinem Mittelfußbruch, den er sich bei dem Crash mit Mercedes-Pilot Gary Paffett zugezogen hatte, zur Stabilisierung eine Bandage für den lädierten linken Fuß angefertigt. Dazu wurde die Sohle des Rennschuhs versteift. Auch wenn er aktuell noch humpelt und Krücken benutzt, sagte er: «Ich bin guter Dinge, dass ich fahren kann, und zwar so schnell wie mit einem gesunden Fuß.» Er will nicht einfach nur mitfahren, «ich will gewinnen», stellte er klar.

Endgültigen Aufschluss über seinen Einsatz gibt das freie Training am Freitag. «Davon mache ich es abhängig. Ich sehe aber nichts, was das verhindern sollte. Außer, dass ich starke Schmerzen habe, die unerklärlich und unvorhersehbar sind. Ich werde es aber erst merken, wenn ich fahre. Dann muss man sich das auch ehrlich eingestehen», sagte er.

Das Problem: In der DTM bremsen die Fahrer mit dem linken Fuß. Heißt: Deshalb wird sich Rockenfeller umstellen und mit dem rechten Fuß bremsen müssen. «Es wird nicht ganz einfach. Ich bremse in der DTM normalerweise mit links, das muss ich jetzt ändern. Das wird für mich die größte Herausforderung sein. Diese Kleinigkeiten können in der DTM den Unterschied machen. Ich hoffe, dass ich auf dem gleichen Level fahren kann wie mit links», sagte er.

Wir erinnern uns: Lucas Auer musste am Norisring im zweiten Rennen aufgrund von Krämpfen ebenfalls umstellen. Er bezeichnete seine Bremserei mit dem rechten Fuß anschließend als «ein Desaster», er wäre fast abgeflogen. «Wenn er das am Norisring hinbekommen hat, sollte ich das in Moskau auch hinkriegen», scherzte Rockenfeller.

Sein Vorteil: Er hat in seiner Karriere beides gemacht, früher im LMP1, auch in der Corvette in den USA oder im Audi R8 bremst er auch mit dem rechten Fuß. Unterschiede, was die Bremskraft betrifft, gibt es auch kaum.

Sollte es mit einem Einsatz in Moskau nicht klappen, steht in Nyck de Vries Ersatz bereit. Der McLaren-Junior saß im vergangenen Dezember beim Young Driver Test bereits im Audi. «Er ist eine gute Wahl und es ist für ihn eine gute Möglichkeit sich zu präsentieren», sagte Rockenfeller. Aber: Er geht davon aus, dass der 22-Jährige gar nicht erst zum Einsatz kommt. «Ich habe mir ehrlich gesagt keine Gedanken gemacht, weil es für mich persönlich nie ein Thema war, dass ich nicht fahre.»

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