DTM 2018: Wer hat den besten Kader?

Von Andreas Reiners
DTM
Wer hat den besten DTM-Kader?

Wer hat den besten DTM-Kader?

Mercedes, BMW und Audi gehen in ihre letzte gemeinsame DTM-Saison. Und wie immer stellt sich die Frage: Wer hat den besten Kader?

Die personellen Veränderungen halten sich in Grenzen. BMW ersetzte Maxime Martin und Tom Blomqvist durch Philipp Eng und Joel Eriksson. «Neue Impulse», wie es BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt nannte.

Einmal durch Eng, der nach einigen Jahren im Formelsport zuletzt im GT-Sport Erfolge feierte, 2014 und 2015 gewann er zum Beispiel den Porsche Carrera Cup. Und durch BMW-Junior Eriksson, der mit nur 17 Jahren 2016 in der Formel-3-Europameisterschaft debütierte. 2017 belegte er den zweiten Rang in der Gesamtwertung.

Audi wurde nach einem Jahr mit drei Titeln handeln, da Routinier Mattias Ekström seine DTM-Karriere beendete und sich 2018 voll auf die Rallycross-WM konzentriert. Für ihn fährt der Niederländer Robin Frijns.

Der 26-Jährige wurde 2010 Meister in der europäischen Formel BMW, ein Jahr später holte er den Titel im Formel Renault 2.0 Eurocup und siegte wiederum nur ein Jahr später in der Formel Renault 3.5. Auch in der Formel 1 sammelte er als Testfahrer Erfahrungen, schaffte den Sprung aber nicht. Stattdessen ging er in den GT-Sport, außerdem fuhr er in den vergangenen beiden Jahren in der Formel E.

Und Mercedes? Die Stuttgarter mussten zum einen Robert Wickens ersetzen, der sich in die IndyCar-Serie verabschiedete. Bei Maro Engel entschieden sich die Verantwortlichen, dass sich der Deutsche voll auf die Formel E und weitere GT-Einsätze konzentrieren soll.

Für das Duo kommen zwei alte Bekannte zurück in die Tourenwagenserie: Daniel Juncadella, von 2013 bis 2016 Stamm- und 2017 Ersatzfahrer. Er fuhr in 56 Rennen 75 Punkte ein, ein Sieg blieb ihm verwehrt. Und Pascal Wehrlein, der nach zwei Jahren kein Cockpit mehr in der Formel 1 bekommen hatte. Der 23-Jährige hatte sich 2015 mit dem DTM-Titel in die Königsklasse verabschiedet.

Wer hat nun den besten Kader? Für Gary Paffett ist die Sache klar: «Ich denke, Mercedes hatte schon in den letzten Jahren den besten Fahrerkader im Feld und das ist in diesem Jahr nicht anders. Natürlich war Rob (Wickens) sehr erfolgreich in der DTM und sein Abgang ist ein großer Verlust für uns. Er war in den vergangenen Jahren wirklich stark unterwegs und wir werden ihn im Team sehr vermissen. Aber wir haben auch zwei starke Neuzugänge: Pascal ist ein ehemaliger Meister, der zwei Jahre in der Formel 1 gefahren ist und ganz sicher eine Menge Talent besitzt. Er ist ganz klar eine Verstärkung und bringt jede Menge Speed mit ins Team», so Paffett.

Der Brite weiter: «Dani war als Ersatzfahrer im letzten Jahr weiterhin Teil des Teams. Zudem spielte er eine große Rolle bei der Entwicklung der Reifen, die wir im Moment verwenden. Beide sind unglaublich talentierte Jungs, die zu uns zurückkehren. Allerdings müssen beide auch wieder einiges lernen, denn sie sind die Autos im letzten Jahr nicht mit den kalten Reifen gefahren. Aber beide haben viel DTM-Erfahrung.»

Unter dem Strich sei es schwierig, zu sagen, ob der Mercedes-Fahrerkader durch die Zu- und Abgänge stärker oder schwächer geworden sei. «Aber», so Paffett: «Ich bin weiter davon überzeugt, dass wir die stärkste Fahrermannschaft im Feld haben.»

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