Neue DTM-Hersteller: Wie ist der Stand der Dinge?

Von Andreas Reiners
DTM
Neue DTM-Hersteller: Wie ist der Stand der Dinge?

Neue DTM-Hersteller: Wie ist der Stand der Dinge?

Mercedes absolviert 2018 seine letzte Saison in der DTM. Wie es dann mit der Tourenwagenserie weitergeht, ist noch offen. Fakt ist: In diesem Jahr muss ein neuer Hersteller seinen Einstieg ankündigen.

Der eine oder andere DTM-Beobachter war vielleicht ein wenig verwundert: Gerhard Berger schwenkte beim Formel-1-Rennen am vergangenen Sonntag in Bahrain die Zielflagge. Als Sebastian Vettel seinen zweiten Saisonsieg unter Dach und Fach brachte, wurde der DTM-Chef eingeblendet.

Beim inoffiziellen Saisonauftakt am Montag in Hockenheim, am traditionellen Medientag, fehlte der Österreicher. Wobei das nicht an Bahrain lag, immerhin hatte es auch RTL-Experte Timo Glock rechtzeitig nach Deutschland geschafft.

Nein, Berger arbeitet weiterhin an einer Zukunft der DTM, schließlich steigt Mercedes nach der anstehenden Saison aus. Das Problem: So wirklich zu verkünden gibt es ganz offensichtlich nichts. Weiteres Problem: Die Zeit drängt, sonst läuft alles auf ein Übergangsjahr mit Audi und BMW hinaus.

Aber: Die DTM-Dachorganisation ITR äußerte sich zuversichtlich, dass ein neuer Teilnehmer gefunden werden kann. Es sei sowieso nicht erst seit dem angekündigten Mercedes-Ausstieg im Juli 2017 der Plan gewesen, neue Marken in die DTM zu locken, sagte ITR-Geschäftsführer Achim Kostron.

«Wir sind guter Dinge, auch wenn die Aufgabe komplexer und schwieriger ist als in den Supermarkt zu gehen und sich einen Joghurt zu kaufen. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, allen voran Gerhard Berger», versicherte Kostron. Berger sei zuletzt viel im Ausland unterwegs gewesen, so Kostron weiter.

Zuletzt hörte man tatsächlich immer wieder von potenziellen Nachfolgern von Mercedes, neuen Herstellern, die Interesse hätten. Offiziell ist aber noch nichts. «Das Produkt ist gut, ein attraktives Paket», so Kostron, auch wenn die DTM zuletzt Rahmenserien verloren hat. Erst in dieser Woche musste der Audi Sport Abt TT Cup mangels Interesse eingestampft werden.

Klar ist sowieso: Lange sollte es nicht mehr dauern. «Wir brauchen den dritten Hersteller und der wird sich irgendwann dieses Jahr committen müssen», sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass der dpa. Für wann er sich zu einem Einstieg bekennt, also 2019 oder 2020, ist im Grunde egal.

«Eine Übergangslösung für ein Jahr kann man sich sicherlich vorstellen. Nur alleine mit den zwei Teams von BMW und Audi ist es auf Dauer nicht wirklich möglich, die DTM zu betreiben», so Gass.

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