DTM: Warum dominiert Mercedes die Konkurrenz?

Von Andreas Reiners
DTM
Mercedes dominiert die Konkurrenz

Mercedes dominiert die Konkurrenz

Mercedes bestimmt in der DTM zum Großteil das Geschehen, das Auto läuft bislang auf allen Strecken hervorragend. Wie kommt es, dass die Stuttgarter in ihrem Abschiedsjahr so aufdrehen?

Was wäre das für eine tolle Geschichte, hieß es vor der Saison. Das letzte DTM-Jahr von Mercedes stand im Frühjahr vor der Tür, und natürlich war es das erklärte Ziel bei den Stuttgartern, sich standesgemäß zu verabschieden.

Hieß: Mit einem Titel, gerne auch mit weiteren. Es gibt ja drei in der DTM.

Tja, und wie sieht es zur Saisonhalbzeit aus? Mercedes dominiert die Konkurrenz, ist auf jeder Strecke konkurrenzfähig bis überlegen. Und schickt sich an, tatsächlich einen standesgemäßen Abschied hinzulegen, mit allen drei Titeln. Auch wenn noch fünf Rennwochenenden anstehen: Was Mercedes in den ersten zehn Rennen abgeliefert hat, ist ein echtes Ausrufezeichen.

In Zahlen: In der Fahrerwertung führen Gary Paffett (148) und Paul di Resta (121) recht deutlich. Dazu sind auch Edoardo Mortara (97) und Lucas Auer (89) in den Top sechs vertreten. In der Teamwertung sind zwei Mercedes-Teams ganz vorne, in der Markenwertung sieht es mit 547 Punkten zu 358 (BMW) und 165 (Audi) auch sehr deutlich aus.

Das Reglement war für 2018 ursprünglich eingefroren. Ohne die auf der Zielgeraden abgeschafften Performance-Gewichte war Audi 2017 nicht zu schlagen, Mercedes lag in etwa auf Augenhöhe mit BMW. Bekanntlich wurde für diese Saison die Aerodynamik reduziert und vereinheitlicht, als Folge der Abschaffung der Gewichte. Das (und unter anderem auch die Motorenpower) hat dazu geführt, dass Audi bislang mehr oder weniger chancenlos ist, vor allem, was einen Titel betrifft. BMW hat in Marco Wittmann und Timo Glock immerhin zwei Titeleisen im Feuer, schwächelt aber auf der einen oder anderen Strecke durchaus mal.

Doch woran liegt es, dass Mercedes die Konkurrenz von BMW und Audi so im Griff hat? Laut Mercedes-Teamchef Ulrich Fritz ist es eine Kombination aus vielen Faktoren. «Wir haben extrem fokussiert an vielen Themen gearbeitet», erklärte er: «Zum einen haben wir das Aerodynamik-Update sehr ernst genommen, wir haben viel über Fahrwerk und Setup nachgedacht. Was den mechanischen Grip betrifft, ist unser Auto immer noch das beste im Feld», sagte Fritz.

Ein Problem 2017: Der Topspeed, die Mercedes-Boliden konnten da nicht wirklich mithalten. «Ein Entwicklungsgedanke war deshalb: Wie kann man auf der Geraden wettbewerbsfähiger sein?», erklärt Fritz. Unter dem Strich sind bei den Topspeed-Rankings bei jeder Veranstaltung fast alle Mercedes-Autos ganz vorne dabei, zuletzt in Zandvoort waren es fünf unter den ersten Acht.

Hinzu kommt ein Umbruch im Team, der vor ein paar Jahren eingeleitet wurde. Davor war in der Mannschaft vieles Stückwerk, herrschte auch bei den Fahrern kein Teamgedanke, waren alle Piloten vor allem Einzelkämpfer. Fritz: «Inzwischen weiß jeder blind, was der andere tut. Es ist eine schöne Situation, es herrscht eine positive Energie.»

Fritz will aber nicht zu viele Vorschusslorbeeren. Er hat alle Hände voll damit zu tun, dass das Team auf dem Boden bleibt. «Es freut uns, dass das Auto überall gut läuft. Es kann aber immer wieder Ausschläge nach unten geben. Deshalb müssen wir weiter hart arbeiten.» Damit die Geschichte am Ende tatsächlich rund wird.

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