Bahrain Tag 3: Mercedes 1., rote Flagge wegen Hamilton/Ferrari, wer blufft?
Mercedes mit neuer Bestzeit, Antonelli vor Russell, dann Hamilton (Ferrari), Piastri (McLaren) und Verstappen (Red Bull Racing-Ford). Aber wer blufft? Cadillac und Aston Martin bleiben Sorgenkinder.
Kinder, wie die Zeit verfliegt: Die erste Hälfte des Formel-1-Wintertests in Bahrain ist schon vorbei, nun haben die elf Rennställe vier Tage lang Zeit, um über ihre Erkenntnisse zu brüten, von 18.–20. Februar folgt dann der zweite Testteil auf dem Bahrain International Circuit.
Verstappen: «Wartet nur ab, was in Australien passiert»
Tag 3 auf der arabischen Rennstrecke untermauert: Wir wissen, dass wir nichts wissen. Mercedes fährt an diesem 13. Februar die schnellsten Zeiten, schiebt die Favoritenrolle aber elegant zu Red Bull Racing-Ford und Max Verstappen.
Der Niederländer wiederum ist überzeugt, dass Mercedes nur blufft. «Wartet nur ab bis Australien, dann werdet ihr sehen, wie schnell die auf einmal sind.»
Alpine-Teamchef Steve Nielsen relativiert: «Das ist doch typisch für Wintertests. Hättet ihr mich in Spanien gefragt, dann hätte ich gesagt, dass Mercedes überlegen ist. Hättet ihr mich hier in Bahrain nach dem ersten Tag gefragt, dann hätte ich Max Verstappen genannt. Und am zweiten Tag zeigte Ferrari bärenstarke Dauerläufe. Alles ändert sich ständig.»
Ocon: «Die vier Top-Teams bleiben die vier Top-Teams»
GP-Sieger Esteban Ocon (Haas) findet: «Für mich steht derzeit nur eines fest – die vier Top-Teams der letzten Jahre sind auch mit den Autos unter neuem Reglement die vier Top-Teams.»
Haas schwimmt anständig im Mittelfeld mit. Teamchef Ayao Komatsu: «Der Wagen läuft standfest, das erlaubt es uns, viele Kilometer abzuspulen. Und mit jedem Kilometer lernen wir dazu. Es läuft gut.»
Piastri im McLaren: Der neue Marathon-Mann
Das tut es auch bei Konstrukteurs-Weltmeister McLaren: Oscar Piastri spulte in aller Seelenruhe eine GP-Simulation ab. Keiner war beim Bahrain-Test an einem einzigen Tag länger auf der Bahn als der Australier.
Viele Runden auch für Liam Lawson im Auto der Racing Bulls. Der Neuseeländer zeigte einen Dreher, der allerdings glimpflich ablief – nur die Reifen waren im Eimer.
Cadillac tut sich schwer, Aston Martin auch
Weniger gut läuft es bei Cadillac: Am Morgen blieb Valtteri Bottas’ Rennwagen wegen eines Kühlproblems stehen, rote Flagge, dann verschwand das Auto für zwei Stunden in der Box.
Ein Sorgenkind auch: Aston Martin hat noch keine ideale Lösung für den überhitzenden Honda-Motor gefunden, die Grünen experimentieren derzeit mit verschiedenen Motorabdeckungen.
Die Probleme sind nicht gelöst: Der Kanadier Lance Stroll verlor am Nachmittag mehr als drei Stunden wegen eines technischen Problems mit dem Honda-Motor.
Doch auch die Klassenbesten von Mercedes sind nicht ohne Sorgen: Am Donnerstag fünf von acht Stunden verloren, wegen eines Motorenproblems, am Freitag verlor das Team erneut Fahrzeit, mit Kimi Antonelli.
Kurz vor Schluss noch eine rote Flagge wegen Lewis Hamilton im Ferrari, der seinen Renner in einem Notausgang stoppen musste. Ursache unbekannt.
Sicher kann sich in der neuen Formel 1 keiner sein, auch nicht die Mannschaft mit dem jeweils schnellsten Auto.
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