Aprilia-Ass Bezzecchi mit einer sehr speziellen Sicht zum MotoGP-Feld 2027
Was Marc Marquez kann, das schafft auch Marco Bezzecchi. Auch der Aprilia-Werkfahrer verriet seine Sicht zum allgegenwärtigen Geschehen. Von sehr wahrscheinlich bis unmöglich war alles dabei.
Interessant ist die Sichtweise auch deshalb, weil Bezzecchi selbst zu den wenigen Piloten gehört, die bereits vom Markt sind. Nur einen Tag vor dem Start des Sepang-Tests war Aprilia Racing mit der Vertragsverlängerung in Form einer schnulzig-stilvollen Italo-Hochzeit an die Öffentlichkeit gegangen. «Bezz» wird mindestens bis Ende 2028 für das Werk aus Noale in der Königsklasse aktiv sein.
Entsprechend legte Bezzecchi mit der gesetzten Größe sich selbst los: «Ich habe unterschrieben – Tataaah!» Als möglichen Teamkollegen sieht Bezzecchi wenig überraschend nicht Jorge Mariín, sondern einen Aufsteiger aus der Moto2. Doch dann schwenkte der Italiener noch einmal um: «Nein, ich denk, Binder könnte bei Aprilia fahren.»
Weniger Überraschungen kamen dagegen zu anderen Paarungen. Unverändert sieht der Aprilia-Werksfahrer die Schwester-Mannschaft von Trackhouse mit Ai Ogura und Raul Fernandez. Die Pramac-Kundenmannschaft könnte laut Bezzecchi mit Razgatlioglu und Rins ausrücken – für Rins würde das eine Degradierung vom Posten des reinen Yamaha-Werksfahrers bedeuten. Die Aushängeschilder bei den Blauen, wenn es nach Bezzecchi geht: Jorge Martin und Pecco Bagnaia.
Interessant auch die Vermutungen zum Honda-Werksteam. Der Pilot aus Rimini tippt auf den aktuellen VR46-Piloten Franco Morbidelli neben KTM-Youngster Pedro Acosta. Eine These, die für spekulative Wettquoten gut sein dürfte. Zum KTM-Lager und damit zu einer sehr wahrscheinlichen Konstellation: Geht es nach dem Italiener, wechselt Alex Marquez zu Red Bull KTM Factory und wird Teamkollege von Maverick Vinales Tech3 könnte weiter mit Enea Bastianini und dem jetzigen Honda-Pilot Joan Mir im Wettbewerb sein.
Keine komplette Aussage treffen konnte oder wollte Marco Bezzecchi zum Ducati-Werksteam. Der Platz neben Marc Marquez blieb frei. Klar ist dafür das Bild in den Ducati-Kundenteams. Luca Marini kehrt zu VR46 zurück und wird Partner von Moto2-Pilot und Akademie-Zögling Celestino Vietti. Fermin Aldeguer bleibt im Stall von Gresini Racing. An der Seite des jungen Spaniers könnte Fabio Di Giannantonio stehen.
Bemerkenswert ist die konservative Haltung des wenig konventionellen Aprilia-Piloten. Mit Ausnahme von Vietti gibt «Bezz» 2027 keinem Moto2-Piloten eine Chance, die Königsklasse zu erobern. Dass es Bezzecchi vielleicht doch nicht so ernst nahm mit seiner Einschätzung, belegt die Transfer-Rettungsaktion für Veteran Jack Miller. Bezzecchi verpasste dem Aussie kurzerhand eine dritte Yamaha M1 bei Pramac.
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