Mercedes: Achterbahn der Gefühle im Chaosrennen

Von Otto Zuber
DTM
Paul di Resta

Paul di Resta

Paul Di Resta führt die Fahrerwertung drei Rennen vor dem Saisonende mit neun Punkten Vorsprung auf Gary Paffett an. Di Resta fuhr in Spielberg auf Platz vier, Paffett landete auf dem zehnten Platz.

Mercedes startete mit einer Achterbahnfahrt der Gefühle in das vorletzte Rennwochenende der DTM-Saison 2018 in Spielberg. Daniel Juncadella sicherte sich zunächst im Qualifying seine dritte DTM-Pole und fuhr in einem spannenden Rennen, das auf abtrockender Strecke stattfand, als Erster über die Ziellinie. Daniel führte das Rennen lange Zeit an, erhielt in Folge eines Verstoßes gegen die Richtlinien beim Re-Start kurz vor Rennende jedoch eine Durchfahrtsstrafe, die nachträglich in eine 30-Sekunden-Zeitstrafe umgewandelt wurde. Dadurch fiel er bis auf Rang 14 zurück.

Sein Teamkollege Paul Di Resta beendete das Rennen auf Platz vier und übernahm damit wieder die Führung in der Fahrerwertung. Paul hat nach 17 von 20 Saisonläufen neun Punkte Vorsprung auf seinen Markenkollegen Gary Paffett.

Neben der Fahrerwertung führt Mercedes-AMG Motorsport auch weiterhin die Team- und die Herstellerwertung der DTM an. Bei den Teams liegt die Mannschaft von Mercedes-AMG Motorsport PETRONAS (307 Punkte) mit 30 Zählern Vorsprung auf Mercedes-AMG Motorsport REMUS (277 Punkte) auf Rang eins. In der Markenwertung hat Mercedes-AMG (825 Punkte) 280 Zähler Vorsprung auf BMW (545 Punkte).

Stimmen zum Rennen

Paul Di Resta (32 Jahre, Schottland): Das war heute viel Durcheinander auf der abtrockenden Strecke, aber es war klar, dass es ein hartes Rennen würde. Zu einem Zeitpunkt sah es schlimmer aus als es eigentlich war. Am Ende war ich beim Re-Start in einer guten Position, wurde aber von einem langsamen Start auf meiner Seite ausgebremst, was Dani leider auch den Sieg gekostet hat. Der Positionswechsel am Ende hatte dann leider aus unserer Sicht einen größeren Einfluss als wir uns gewünscht hätten. Aber morgen ist ein neuer Tag und es gibt keinen Grund, über Platz vier allzu enttäuscht zu sein.

Lucas Auer (24 Jahre, Österreich): Mein Speed war heute extrem positiv. Leider haben wir das Rennen in der Box verloren. Aber wir gewinnen und verlieren gemeinsam - morgen ist ein neuer Tag. Dann greifen wir im zweiten Rennen wieder an.

Gary Paffett (37 Jahre, England): Wir waren im Regen schnell, aber im Qualifying hatten wir leider nicht das richtige Setup für das Ende der Session. Zu Beginn sah es gut aus, aber zum Schluss konnten wir nichts mehr aus unseren Reifen herausholen und kamen so nur auf P10. Das war natürlich viel weiter hinten, als wir hätten sein sollen. Beim Start des Rennens war die Strecke noch nass. Bruno Spengler hat mich in der ersten Kurve von der Strecke gedrückt und mich sowie Duval in Kurve drei getroffen. Danach war mein Auto stark beschädigt und ich fiel bis ans Ende des Feldes zurück. Wenn das Auto so sehr in Mitleidenschaft gezogen ist, ist es unmöglich, weiter nach vorne zu fahren. Alles in allem war es ein sehr enttäuschender Tag.

Sébastien Ogier (34 Jahre, Frankreich): An meinem ersten Renntag in der DTM war ganz schön viel los. Wechselhafte Wetterbedingungen waren ein schwieriger Beginn in mein erstes DTM-Rennwochenende. Ich hatte einen sicheren Start und habe meine Pace Schritt für Schritt gesteigert. Im zweiten Teil des Rennens lief es für mich ziemlich gut. Diese positiven Aspekte kann ich in den morgigen Tag mitnehmen.

Pascal Wehrlein (23 Jahre, Deutschland): Startplatz 18 war natürlich keine gute Ausgangsposition für das Rennen. Entsprechend war von Anfang an klar, dass es für mich schwer werden würde. Ich hatte im Verlauf des Rennens einige Zweikämpfe und belegte am Ende P13. Heute war leider nicht unser Tag. Jetzt hoffe ich, dass ich morgen nach einem besseren Qualifying auch ein erfolgreiches Rennen fahren kann.

Daniel Juncadella (26 Jahre, Spanien): Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich verstehe die Gründe für meine Strafe leider immer noch nicht. Ich bin nicht zu langsam gefahren, sondern mit 80 km/h - diese Geschwindigkeit sollte man beim Re-Start fahren. Es ist sehr schade, dass ich dadurch meinen zweiten DTM-Sieg verloren habe. Es tut mir besonders leid für meine Jungs, die großartige Arbeit abgeliefert haben. Das Auto war sehr gut und ich hatte ein richtig schönes Rennen. Am Anfang ist mir ein Fehler unterlaufen und ich habe einen Platz verloren, aber ich habe mir die Position zurückgeholt und hatte viel Spaß im Rennen. Mein Boxenstopp war perfekt, aber es hat heute leider nicht sollen sein.

Edoardo Mortara (31 Jahre, Italien): Ich bin von Platz 17 ins Rennen gegangen und konnte mich bis zur Schlussphase bis auf Platz sechs nach vorne kämpfen. Ich wurde von einigen Autos neben die Strecke gedrängt und hatte dabei mehrere Berührungen. Am Ende wurde ich dann mit einer Durchfahrtsstrafe und einer Verwarnung doppelt bestraft.

Ulrich Fritz, Mercedes-AMG Motorsport DTM Teamchef: Wir haben heute ein sehr ereignisreiches Rennen mit vielen Zweikämpfen erlebt. Für uns war es eine Achterbahn der Gefühle. Der Beginn war wenig erfreulich, nachdem Gary in einige Zwischenfälle verwickelt wurde und plötzlich am Ende des Felds fuhr. Zudem verlor Dani kurzzeitig die Führung, die er aber mit einer tollen Leistung wieder zurückholte. Dann lief es eigentlich gut für uns bis zum Safety-Car-Restart. Leider hat Dani dabei anscheinend einen Fehler gemacht und damit den Sieg in letzter Sekunde verloren. Dass Mike Rockenfeller dann auch noch René Rast vorbei gewunken hat, macht das Ergebnis noch enttäuschender. Das war heute leider ein gebrauchter Tag.

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