Wittmann als DTM-Chef: Alfa und Opel wären genial

Von Andreas Reiners
DTM
Marco Wittmann mit DTM-Boss Gerhard Berger

Marco Wittmann mit DTM-Boss Gerhard Berger

DTM-Fahrer denken nicht immer nur an das nächste Rennen. Viele Piloten denken auch an die Zukunft: An eine DTM mit Hybridsystem, eine elektrische DTM oder aber neue Hersteller.

Rennserien wie die DTM haben immer eine latent unsichere Zukunft. Klar: Nach dem Mercedes-Ausstieg brannte der Baum, musste dringend Ersatz, ein Plan B her.

Doch auch in Zeiten von Abgasaffären oder anderen Skandalen sind die nächsten Jahre zwar theoretisch gesichert, stehen aber immer auf etwas wackeligen Beinen. Audis Motorsportchef Dieter Gass zum Beispiel musste jetzt Gerüchte entkräften, dass sich die Ingolstädter aus der Serie zurückziehen.

Die Beteiligten arbeiten an einem Fünfjahres-Plan, um die Serie auf ein noch sicheres Fundament zu stellen. Was würden die Fahrer denn ändern?

«Verändern oder einführen müsste man gar nicht so viel. Mit den Regeln und dem Auto-Konzept sind wir auf einem guten Weg. Ich würde versuchen, mit allen möglichen Mitteln Hersteller und Teams in die DTM zu holen», sagte Marco Wittmann bei Auto Bild Motorsport.

Er weiß auch, wen: «Alfa Romeo und Opel wären genial, da gibt es sicher noch viele Fans von früher. Und ein, zwei Japaner, die haben im Prinzip die gleichen Autos wie wir, das wäre also nicht unrealistisch.»

Die DTM diskutiert aktuell auch über eine mögliche Einführung von Hybridsystemen. Wittmann steht dem aufgeschlossen gegenüber.

«Hybridsysteme gibt es bereits in Serienfahrzeugen, und es wird in der Serienproduktion ein immer größeres Thema», weiß er: «Solange wir die Turbomotoren und den Sound beibehalten, wäre es eine coole Sache. Die DTM würde dadurch ja möglicherwiese noch mehr Leistung bekommen. Und da sagt kein Fahrer nein.»

Dass die DTM dadurch etwas von ihrer DANN verlieren könnte, glaubt er nicht. «Denn ganz generell würde ein Hybridsystem einen Fan nicht stören. Man muss nur schauen, dass es nicht darauf hinausläuft, dass man Energie sparen oder „Lift and Coast“ machen muss. Aber wenn man es die ganze Zeit nutzen kann oder als zusätzliche Funktion wie zum Beispiel DRS oder Push to Pass, wäre das mega. Der Zuschauer bekommt es gar nicht mit und wir haben noch mehr Leistung zur Verfügung.»

Was er sich gar nicht vorstellen kann: Eine elektrische DTM, wie sie der frühere Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg ins Spiel gebracht hatte.

«Eine elektrische DTM würde gar keinen Sinn machen. Die Formel E hat mit den Stadtkursen eine ganz andere Plattform, aber ich glaube nicht, dass die Fans für eine elektrische DTM extra nach Hockenheim reisen würden. Das würden sie für die Formel E wohl auch kaum tun», sagte Wittmann.

«Ich würde nicht sagen, dass die Elektrifizierung im Motorsport totaler Quatsch ist, sie funktioniert bei manchen Serien wie der Formel E, aber längst nicht bei allen. Die Emotionen müssen transportiert werden, und das schafft man in der DTM vor allem durch Sound, Leistung und spektakuläre Rennen.»


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