Phillip Island, Lauf 2: Yamaha-Sieg bei Reifenpoker – Philipp Öttl 11.
Der zweite Lauf der Supersport-WM 2026 auf Phillip Island wurde auf feuchter Piste gestartet und endete im Trockenen. Den Reifenpoker gewann Yamaha-Pilot Albert Arenas. Öttl Elfter, Aegerter im Pech.
Die Startaufstellung für das zweite Rennen der Supersport-WM wird seit 2024 nach einem anderen Verfahren ermittelt: Nicht die Superpole allein zählt, sondern für die Top-9 die schnellste Rundenzeit aus Lauf 1. Ab Startplatz 10 wird die Reihenfolge der Superpole herangezogen.
Von der Pole-Position im zweiten Lauf auf Phillip Island startete erneut Lauf-1-Sieger Jaume Masia (Ducati). Philipp Öttl (Ducati) rückte auf die zweite Position nach vorn. Die erste Reihe komplettierte der am Samstag gestürzte Tom Booth-Amos. Die zweite Startreihe bestand aus Lucas Mahias, Can Öncü (beide Yamaha) und Oli Bayliss (Triumph). Für Dominique Aegerter (Kawasaki) blieb es beim 23. Startplatz.
Anders auch das Wetter: Nach einer Woche Sonnenschein gab es von Samstag auf Sonntag einen Wetterumschwung, seither regnet es immer wieder leicht. Durch die Lage am Meer und dem Wind, der Asphaltbeschaffenheit und 24 Grad Celsius, trocknet die Piste für gewöhnlich schnell. Bei Rennstart um 14:30 Uhr Ortszeit war der Asphalt jedoch feucht und die Reifenwahl maximal schwierig. Nur fünf Piloten gingen das Risiko ein und wählten Slicks: Albert Arenas (Yamaha), Dominique Aegerter (Kawasaki), Andrea Giombini (MV Agusta), Aldi Mahendra (Yamaha) und Matteo Ferrari (Ducati).
Öttl gewann den Start und bog in Führung liegend in die erste Kurve ein, wurde aber in den ersten Kurven von Arenas und Öncü auf Platz 3 verwiesen. Masia kam als Fünfter aus der ersten Runde, Aegerter als 25. Noch in der ersten Runde setzte sich Mahendra an die Spitze – der Indonesier startete von der letzten Position!
Das Yamaha-Trio führte nach drei Runden bereits um 2 sec vor Öttl und dem nach vorn drängenden Jeremy Alcoba (Kawasaki). Masia belegte mit 7 sec Rückstand die siebte Position. Aegerter konnte noch nicht von den Bedingungen profitieren und war auf 20 unterwegs.
Die Rennstrecke wurde immer trockener
Moto2-Umsteiger Arenas leistete mittlerweile die Führungsarbeit, dicht gefolgt von Mahendra. In Runde 5 kamen die ersten Piloten zum Reifenwechsel an die Box, um sich ebenfalls Slicks abzuholen. Arenas auf Slicks fuhr zu diesem Zeitpunkt in 1:36,449 min die schnellste Rennrunde und mehrere Sekunden schneller als die Fahrer auf Regenreifen. Öttl absolvierte den Boxenstopp eine Runde später.
Es dauerte eine Weile, bis sich das Feld wieder sortiert hatte. An der Spitze nach neun von 18 Runden die Piloten, die von Anfang an auf Slicks gesetzt hatten: Arenas, Mahendra, Ferrari, Aegerter, Giombini! Öttl und Masia reihten sich auf den Positionen 14 und 15 ein.
Die Rundenzeiten wurden immer schneller und erreichten das Niveau im Trockenen. In Runde 11 brannte Oli Bayliss eine 1:32,829 min in den Asphalt, doch der Australier fuhr nur auf Position 16. Als letzter Fahrer mit Regenreifen kam Valentin Debise (ZXMOTO) viel zu spät in Runde 13 zum Reifenwechsel an die Box – auf der Geraden schlingerte das Motorrad des Franzosen beängstigend.
Während sich das breite Mittelfeld Positionskämpfe lieferte, fuhr an der Spitze einsam Arenas einem sicheren Sieg entgegen. Der Spanier im Yamaha-Team von Andrea Quadranti führte vier Runden vor dem Ende um 5 sec vor Mahendra und 13 sec vor Matteo Ferrari (Ducati). Mit 23 sec Rückstand belegte Aegerter weiterhin Platz 4. Öttl und Masia hatten sich auf die Positionen 12 und 14 verbessert.
Am Ende war der Phillip Island Circuit bis auf wenige feuchte Flecken komplett trocken. Den Sieg räumte Arenas vor Markenkollegen Mahendra und Ferrari ab, der sein Glück kaum fassen konnte.
Mit einem vierten Platz und dem Sieg verlässt Arenas Australien als WM-Leader. Phillip Öttl hat 13 Punkte Rückstand und ist WM-Vierter.
Dominique Aegerter fällt auf Platz 4 liegend aus
Erneut Pech hatte Dominique Aegerter. Wie schon am Samstag rollte die Kawasaki des Schweizers aus, dieses Mal auf Platz 4 liegend. Vierter wurde so MV Agusta-Pilot Matteo Giombini. Öncü, Sergio Garcia (Yamaha), Andrea Zaccone (Ducati), Alcoba, Mahias und Masia komplettierten die Top-10.
Nachdem er in der letzten Runde von Masia überrumpelt wurde, kam Philipp Öttl als Elfter in die Wertung. Der am Samstag für sein erstes Podium gefeierte Oli Bayliss (Triumph) wurde Zwölfter.
Ergebnis Supersport-WM 2026, Phillip Island, Rennen 2:
Pos
Fahrer
Motorrad
Diff
1.
Albert Arenas (E)
Yamaha
2.
Aldi Mahendra (RI)
Yamaha
+ 4,937 sec
3.
Matteo Ferrari (I)
Ducati
+ 13,967
4.
Andrea Giombini (I)
MV Agusta
+ 50,953
5.
Can Öncü (TR)
Yamaha
+ > 1 min
6.
Roberto Garcia (E)
Yamaha
+ 1 Rd.
7.
Alessandro Zaccone (I)
Ducati
+ 1 Rd.
8.
Lucas Mahias (F)
Yamaha
+ 1 Rd.
9.
Jeremy Alcoba (E)
Kawasaki
+ 1 Rd.
10.
Jaume Masia (E)
Ducati
+ 1 Rd.
11.
Philipp Öttl (D)
Ducati
+ 1 Rd.
12.
Oliver Bayliss (AUS)
Triumph
+ 1 Rd.
13.
Filippo Farioli (I)
Yamaha
+ 1 Rd.
14.
Xavi Cardelus (AND)
Yamaha
+ 1 Rd.
15.
Tom Booth-Amos (GB)
Triumph
+ 1 Rd.
16.
Simon Jespersen (DK)
Ducati
+ 1 Rd.
17.
Josh Whatley (GB)
Ducati
+ 1 Rd.
18.
Leonardo Taccini (I)
Ducati
+ 1 Rd.
19.
Federico Caricasulo (I)
ZXMoto
+ 1 Rd.
20.
Jacopo Cretaro (I)
MV Agusta
+ 1 Rd.
21.
Oliver König (CZ)
Triumph
+ 1 Rd.
22.
Yuki Okamoto (J)
Yamaha
+ 1 Rd.
23.
Riccardo Rossi (I)
Ducati
+ 1 Rd.
24.
Valentin Debise (F)
ZXMoto
+ 1 Rd.
25.
Ondrej Vostatek (CZ)
Triumph
+ 1 Rd.
26.
Borja Jimenez (E)
Ducati
+ 2 Rd.
27.
Mattia Casadei (I)
Ducati
+ 2 Rd.
-
Dominique Aegerter (CH)
Kawasaki
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