DTM

«Noch nicht die Pace»: BMW in Fuji chancenlos

Von - 23.11.2019 13:30

Teil eins des Dream Race ist Geschichte. Für BMW verlief das Rennen am Samstag ernüchternd, das Trio blieb hinter den Erwartungen zurück.

Dass es bei BMW beim «Dream Race» in Fuji nicht gut läuft, deutete sich schon bei den ersten Testfahrten am Donnerstag an. Die Probleme zogen sich auch durch den Freitag und nun auch durch den Samstag.

Im Qualifying landeten Marco Wittmann, Kamui Kobayashi und Alex Zanardi nur auf den hinteren Plätzen. Im Rennen von Super GT und DTM in Fuji blieben die Münchner dann ebenfalls komplett chancenlos.

Kobayashi machte im Verlauf der ersten Runde zahlreiche Positionen gut und kämpfte sich bis auf Platz zwölf nach vorn. Bei seinem ersten Renneinsatz am Steuer des BMW M4 DTM sah er schließlich auf der 14. Position die Zielflagge.

Wittmann kam bereits nach der ersten Runde zu seinem Boxenstopp. Im Falle einer Safety-Car-Phase hätte ihm dies einen Vorteil bringen können. Kurz vor dem Rennende kam das Safety Car dann tatsächlich auf die Strecke, allerdings konnte sich Wittmann nach seinem zweiten Stopp nicht mehr zurückrunden und so den Vorteil der frischen Reifen nicht mehr ausnutzen.

Reaktionen auf Rennen eins:

Jens Marquardt (BMW Group Motorsport Direktor): Nach dem Qualifying war klar, dass es kein einfaches Rennen für uns werden würde. Wir haben mit Marco Wittmann eine aggressive Strategie gewählt, die am Ende jedoch nicht aufgegangen ist. Kamui Kobayashi hat ein ganz starkes erstes Rennen am Steuer eines DTM-Autos gezeigt. Mit Alex Zanardi hatten wir Pech, ein Elektrik-Problem warf ihn vorzeitig aus dem Rennen. Das Safety Car hat das Feld am Ende noch einmal etwas zusammengebracht. Trotzdem war offensichtlich, dass die Super-GT-Autos im Trockenen einfach schneller sind als wir. Wenn das Reglement für das kommende Jahr endgültig zusammengeführt wird, dann wird das Racing sicherlich noch spannender. Wir freuen uns aber sehr auf das zweite Rennen. Es war großartig, die vielen Fans heute hier an der Strecke zu sehen. Wir nehmen einige gute Erkenntnisse für morgen mit und werden kämpfen.

Bart Mampaey (Teamchef BMW Team RBM): Mit Marco Wittmann haben wir früh gestoppt, was sich auch ausgezahlt hätte, wenn er sich zurückrunden und dann auf frischen Reifen mittendrin hätte kämpfen können. Leider ist das nicht passiert. Das Problem am Auto von Alex Zanardi müssen wir erst genau analysieren. Seine Rennpace war beeindruckend. Er hat sich an diesem Wochenende kontinuierlich steigern können. Das Rennen von Kamui Kobayashi war vom Reifenabbau geprägt. Seine Startrunde war fantastisch, und er schob sich auf Platz zwölf. Dann war der Reifenverschleiß hoch, so dass wir ihn früh reinholen mussten. Im zweiten Stint war es dann ähnlich. Wir haben viel gelernt, hoffentlich können wir morgen darauf aufbauen.

Kamui Kobayashi (#00 Puma BMW M4 DTM, Startplatz: 18., Rennergebnis: 14.): Das Rennen hat großen Spaß gemacht. Es war mein erster Einsatz für BMW und auf den Hankook-Reifen. Nach dem guten Anfang dachte ich, dass es ein gutes Rennen werden könnte. Aber der Reifenabbau war dann recht massiv, deshalb haben wir leider ein paar Positionen verloren. Das müssen wir für morgen verbessern. Ich freue mich schon auf morgen.

Marco Wittmann (#11 Schaeffler BMW M4 DTM, Startplatz: 19., Rennergebnis: 18.): Bisher hatten wir an diesem Wochenende leider noch nicht ganz die Pace, weder im Trockenen noch im Nassen. Von Startplatz 19 muss man dann etwas pokern. Leider ging unsere Strategie mit dem ganz frühen Stopp nicht auf, weil das Safety Car dafür zu spät kam. Die Strategie hätte funktioniert, wenn das Safety Car in den frühen Runden gekommen wäre. Die Veranstaltung insgesamt ist bisher eine tolle Erfahrung, die japanischen Fans sind einfach super. Jetzt arbeiten wir hart daran, damit es sportlich morgen besser läuft.

Alessandro Zanardi (#4 ZF BMW M4 DTM, Startplatz: 22., Rennergebnis: DNF): Irgendetwas hat an meinem Auto nicht mehr richtig funktioniert. Der Motor hat anders geklungen, und ich habe an Leistung verloren. Ich habe der Box Bescheid gesagt, dann haben wir entschieden, dass es sicherer ist, das Auto für heute abzustellen. Meine Pace heute war aber definitiv ermutigend. Insgesamt genieße ich es sehr, hier in Japan zu sein. Es ist ein wunderbares Land, die Fans sind einfach fantastisch. Ich hoffe wirklich, dass ich sie morgen mit einer guten Performance stolz machen kann. Denn das ist der beste Dank, den ich aus tiefstem Herzen ausdrücken möchte.

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