Yamaha-Teammanager Meregalli: «In Thailand kam alles Schlimme zusammen»
Als Teammanager holte Massimo Meregalli mit Spies, Lorenzo und Quartararo vier MotoGP-Fahrertitel. 2026 muss der erfolgreiche Italiener derweil weiter als Krisenmanager des Yamaha-Projekts auftreten.
Es ist zehn Jahre her, da war Massimo Meregalli in ausgelassener Stimmung. Am Ende des Jahres hatte seine Mannschaft mit den Ikonen Rossi und Lorenzo die Teamweltmeisterschaft unter Dach und Fach gebracht. Zwar ging die Fahrerkrone an Marc Marquez, doch die Verfolger hatten der Saison auf der Movistar-M1 den Stempel aufgesetzt.
Auch davor und danach konnte Meregalli in Yamaha-Diensten feiern. Der Italiener und Ex-Superbiker formte im Fahrerlager der seriennahen WM Ben Spies zum Weltmeister und zog dann mit dem Amerikaner ins MotoGP-Fahrerlager um. Zwar reichte es mit Spies nicht zum Titelgewinn, doch mit Jorge Lorenzo folgt eine der Glanzzeiten des Yamaha-Auftritts in der Königsklasse. 2012 und 2015 siegte der Spanier unter der Regie von Massimo Meregalli und auch als Fabio Quartararo 2021 zur Höchstform auflief, stand «Maio» in der Kommandokabine.
Aktuell muss der aus Monza stammende Meregalli aus anderen Gründen für die Mikrofone treten. Was sich bereits in den letzten beiden Jahren zu einem sportlichen Trauerspiel entwickelte, steigerte sich zum Saisonstart 2026 zum Desaster. Während der Tests in Asien stand der Teammanager gleich zweimal Rede und Antwort, nachdem die Piloten der M1 erst gar nicht mehr auf die Strecke gehen konnten. Technische Unsicherheiten, fehlende Motoren: Meregalli agierte gemeinsam mit Rennsportchef Paolo Pavesio als Krisenmanager.
Daran änderte sich auch nichts beim Thailand-GP. In allen Sessions fuhren die vier Yamaha-Akteure abgeschlagen hinterher und so kam es im GP wie befürchtet. Nur dank Ausfällen an der Spitze wurden Fabio Quartararo und Alex Rins am Ende auf den Plätzen 13 und 14 geführt. Im Sprint reichte es für keinen M1-Fahrer zu einem WM-Zähler. Quartararo, Weltmeister 2021, sah die Flagge hinter Honda-Rookie Diogo Moreira. Der Abstand des Franzosen auf Sieger Marco Bezzecchi: 30,823 sec!
Durchhalteparolen bei Yamaha
Der siegverwöhnte, nun aber dauerleidgeprüfte Teammanager wird noch durchhalten müssen.
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