DTM auf dem Norisring: PS-Party im großen Biergarten

Von Andreas Reiners
DTM
PS-Party in Nürnberg

PS-Party in Nürnberg

Die Bühne ist bereitet: Fans und Fahrer können den fünften DTM-Saisonlauf auf dem Norisring kaum erwarten. Auch wenn das Rennen eine Tortur ist.

Angenehme 25 Grad, Sonnenschein und eine gut besuchte DTM-Showbühne: Wenn nicht der fünfte DTM-Saisonlauf anstehen würde, könnte der Eindruck entstehen, die DTM-Piloten haben ihren Sommerurlaub verlängert. Doch weit gefehlt. Auch wenn die Stimmung auf dem Norisring, dem deutschen Monaco, in Richtung PS-Party geht. «Das Urlaubsfeeling kommt leider nicht wirklich auf. Der Kopf ist die ganze Zeit beim Racing, von daher ist der Urlaubsgedanke fehl am Platz», sagte Audi-Pilot Timo Scheider.

Auch wenn der 34-Jährige in der Audi-Hospitality am Dutzendteich im Gegensatz zur Konkurrenz von Mercedes und BMW besten Seeblick hat und an diesem Wochenende sogar den Sonnenuntergang genießen kann. «Dafür haben wir vielleicht das schnellere Auto», scherzte Mercedes-Pilot Christian Vietoris.

Mr. Norisring der Schlüssel für Audi?

 

Die Stuttgarter hoffen auf den elften Sieg in Serie, auch wenn Mr. Norisring Jamie Green (vier Siege) inzwischen für Audi fährt. Ist das der Schlüssel zum Audi-Erfolg? «Alles hat ein Ende. Es ist viel Druck auf Jamie momentan, aber am Ende gehört auch das Auto dazu. Es nervt uns natürlich ungemein, dass es noch nicht mit einem Sieg geklappt hat. Wir müssen jetzt alles zusammenbringen», forderte Scheider.

Und wie verteidigt man diese Serie? «Indem man versucht, das Beste aus seinem Paket herauszuholen. Wir haben ein gutes Paket, ob es gut genug ist, ist die Frage. Das Team pusht, und der Einsatz zeigt, dass die Mannschaft ganz besonders motiviert ist», sagte Vietoris, der selbst mit der «Strecke noch eine Rechnung offen hat. Sie war nicht wirklich gut zu mir in der Vergangenheit. In der DTM hatte ich hier noch kein gutes Ergebnis», sagte er und ließ den Blick schweifen. «Aber es ist immer eine coole Atmosphäre hier. Wenn man hier runter schaut, sieht das aus wie in einem großen Biergarten.»

BMW-Pilot Marco Wittmann, der im 15 Kilometer entfernten Fürth geboren ist, hat den Biergarten praktisch vor der Haustür. «Das gibt auf jeden Fall einen Motivationsschub. Als Fahrer bekommt man die spezielle Atmosphäre hautnah mit», sagte Wittmann. Der Spaßfaktor sei hoch: «Auf den langen Geraden kann man gerade mit DRS gut überholen, außerdem hat die Strecke nur vier Kurven, in denen man sich keinen Fehler erlauben darf», so der 23-Jährige.

Norisring neu asphaltiert

Damit die Party im Biergarten Norisring kein Reinfall wird, wurde die Strecke an den neuralgischen Punkten neu asphaltiert. «Es war Handlungsbedarf, bevor etwas Gröberes passiert. Trotz allem wird der Charakter der Strecke immer der Gleiche bleiben, es wird immer ein Stadtkurs mit unterschiedlicher Beschaffenheit der Oberflächen, Kanaldeckeln, Leitplanken und Mauern bleiben», sagte Scheider. Trotz der notwendigen Nachbesserungen: «Es ist eine Tortur. Die Strecke ist ähnlich wie in Brands Hatch und die letzten 30 Runden zählt man schon runter und ist froh, wenn es dem Ende zugeht», erklärte Vietoris.

Der Schlüsselpunkt wird laut Vietoris wieder der neue Optionsreifen sein. «Auch wenn man im Qualifying vorne steht, hat das wohl nicht viel zu sagen. Man muss gut mit den Reifen umgehen», so der Mercedes-Mann. Die Strecke werde von Runde zu Runde besser, erklärte Vietoris. Und das ist auch gleichzeitig das Problem, denn durch das gestrichene Freitagstraining bleibt den Piloten noch weniger Zeit, sich auf den Kurs einzuschießen. Das Training am Samstagmorgen sei somit die wichtigste Session, erklärte Vietoris.

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