Ekström und Co.: Den Schwung mitnehmen

Von Andreas Reiners
DTM
Jamie Green und Mattias Ekström

Jamie Green und Mattias Ekström

Das Abt-Team will nach einem erfolgreichen Russland-Wochenende auch auf dem Nürburgring fleißig punkten.

Es war für das erfolgsverwöhnte Abt-Team eine große Genugtuung: Bei der DTM-Premiere in Moskau fuhren endlich mal wieder alle vier Piloten in die Punkte. Mattias Ekström wurde Zweiter, Adrien Tambay Vierter, Jamie Green Sechster und Timo Scheider Neunter. Nach einer bislang schwierigen Saison mit mehr Tiefen als Höhen ein Startschuss für weitere Höhepunkte? Und das vielleicht schon an diesem Wochenende beim siebten Saisonrennen auf dem Nürburgring?

«Der Erfolg in Moskau, wo alle unsere vier Fahrer gepunktet haben, hat der ganzen Mannschaft gutgetan. Man kann richtig spüren, wie heiß die Jungs sind, am Nürburgring nachzulegen. Unser Team hat in der Eifel schon sechs DTM-Rennen gewonnen, darunter auch unser erster Sieg in der DTM überhaupt. Jetzt der siebte Sieg im siebten Saisonlauf – das würde perfekt passen», sagte Teamchef Hans-Jürgen Abt.

Die beste Form hatte zuletzt der zweimalige Champion Ekström, dessen Sieg auf dem Norisring aberkannt wurde, ehe er in Moskau Zweiter hinter dem DTM-Spitzenreiter Mike Rockenfeller wurde. Seinen Audi-Markenkollegen unterstützte er bereits in Russland und kündigte am Mittwoch auch an, dies weiterhin zu tun.

Hilfe für Rockenfeller

Rockenfeller ist mit 94 Punkten Spitzenreiter und hat 27 Zähler Vorsprung vor seinem ersten Verfolger Bruno Spengler (BMW). Ekström ist mit 38 Punkten Siebter der Gesamtwertung. «Die beste Möglichkeit zu helfen, ist schnell vorne mitzufahren. Wenn Rocky vorne ist, kann ich zwischen ihm und der Konkurrenz fahren», erklärte Ekström. Sprich: Dem Markenkollegen als Puffer den Rücken freihalten. «Und der Konkurrenz die Punkte wegnehmen», so Ekström, der auf dem Nürburgring schon zweimal gewinnen konnte.

Für seinen Teamkollegen Jamie Green gab es in Moskau zuletzt zum zweiten Mal überhaupt in dieser Saison Punkte. «Audi war am Nürburgring in der Vergangenheit oft sehr erfolgreich. Und auch in diesem Jahr scheinen wir im Moment einen guten Lauf zu haben. Es ist ein schönes Gefühl, mit dem Wissen zu einem Rennen zu fahren, dass man gewinnen kann. Diese positive Stimmung wollen wir für ein gutes Ergebnis nutzen», so der Brite, der vor der Saison von Mercedes zu Audi wechselte.

Timo Scheider freute sich in Moskau über ein Rennen ohne die für ihn in dieser Saison fast schon üblichen Katastrophen. Und jetzt freut sich der 34-Jährige vor allem auf sein Heimspiel, denn der zweimalige Champion stammt aus dem Ort Lahnstein, eine gute Stunde vom Nürburgring entfernt. Und Scheider ist am Wochenende zum 18. Mal in einem DTM-Auto auf dem Nürburgring im Einsatz.

«Für mich ist das Rennen am Nürburgring ein Heimspiel, auf das ich mich sehr freue. Es kommen viele Freunde, Verwandte und Fans – das macht die Atmosphäre ganz besonders. Zuletzt habe ich in Moskau endlich wieder ein paar Punkte mitgenommen. Mein Ziel ist es, am Nürburgring möglichst kräftig nachzulegen, um mich für die Unterstützung der vielen Fans anständig zu bedanken», so Scheider.

Für Adrien Tambay hat die Saison in Moskau sogar erst so wirklich begonnen. Der Franzose hatte ein starkes Rennen mit dem vierten Platz gekrönt und war nur knapp am Podium vorbei gefahren. «Für mich persönlich war das Rennen in Moskau so etwas wie ein Neustart in dieser Saison. Ich habe endlich die ersten Punkte geholt und bin darüber sehr erleichtert. Ich kenne den Nürburgring gut, war schon oft da und habe früher auch dort gewonnen. Es spricht also nichts gegen das nächste gute DTM-Wochenende», so Tambay.

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