MotoGP-Rookie Moreira (Honda LCR) vor Thailand-Test: Wo ist die Ideallinie?
Für Diogo Moreira beginnt in Buriram das nächste Kapitel seiner noch jungen MotoGP-Karriere. Der Honda-Pilot muss die Strecke erst kennenlernen. Helfen soll dem Moto2-Champ die Rolle des Verfolgers.
«Nach sechs Tagen in Sepang ändert sich jetzt etwas. Das Layout in Buriram ist komplett anders», erklärte Diogo Moreira auf die Frage hin, wie es sei, endlich auf einer anderen Strecke mit der MotoGP-Honda fahren zu können. «Im Moment wollen wir einfach nur Runden drehen. Es geht darum, das Verständnis für das Bike weiter zu erhöhen.»
Dass er zuvor so lange auf derselben Strecke getestet hat und nun quasi bei null beginnt, sah er differenziert. «Die letzten beide Tage in Sepang war es schwierig, fokussiert zu bleiben. Es war wichtig, Runden zu fahren und Erfahrung zu sammeln. Zuhause konnte ich mich dann erholen.» Ganz abschalten konnte und wollte er dann aber nicht. «Ich habe die Testdaten analysiert und die Videos vom letztjährigen Buriram-Rennen angeschaut. Ich muss hier erst einmal jemandem folgen, weil ich ohne Erfahrung ankommen.»
Gerade das Mitfahren hinter den erfahrenen Piloten hält Moreira für seine weitere Entwicklung entscheidend. «In Malaysia bin ich größtenteils alleine gefahren, deshalb war es schwierig. Wir müssen an der Ideallinie arbeiten – die ist im Vergleich zur Moto2 auf einem MotoGP-Bike anders. Darauf müssen wir achten und ich muss es genau verstehen. Dazu gibt es gibt viele Schalter und Hebel, an die ich michweiter gewöhnen muss.»
Auch körperlich war der Umstieg für den Teamkollegen von Routinier Johann Zarco fordernd. «Es waren sechs intensive Testtage, dann kam noch das Eröffnungs-Event in Kuala Lumpur. Wieder nach Hause zu fliegen war hart, aber das ist Teil des Jobs. So wird es das ganze Jahr laufen. Ich war etwas müde, was normal ist.»
Trotz aller Anstrengung überwiegt die Freude, ein Karriereziel erreicht zu haben. «Ich habe viele Jahre darauf hingearbeitet, in der MotoGP zu sein. Ich genieße jeden Moment.»
Bei aller Anstrengung – der Hoffnungsträger kann frei auffahren. Als einer der wenigen Piloten ist seine Zukunft für mindestens zwei Jahre beim größten Motorradhersteller der Welt gesichert.
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