Michael Schumacher: Haug kritisiert «Ferndiagnosten»

Von Andreas Reiners
DTM
ARD-Experte Norbert Haug

ARD-Experte Norbert Haug

Spekulationen über Michael Schumachers Gesundheitszustand gibt es, seit der Formel-1-Rekordweltmeister im Koma liegt. Also seit dem 29. Dezember 2013.

Seitdem gibt es auch zahlreiche «Experten», die sich zum aktuellen Zustand ebenso äußern wie zu Prognosen, was die Zukunft des 45-Jährigen angeht.

Mitte Juni hatte Managerin Sabine Kehm mitgeteilt, «Michael Schumacher hat Grenoble verlassen, um seine lange Phase der Rehabilitation fortzusetzen. Er ist nicht mehr im Koma». Schumacher hat die Uniklinik in Grenoble verlassen habe und befindet sich nun in einer Reha-Einrichtung in Lausanne. Trotzdem gab es jüngst immer wieder neue Einschätzungen von den sogenannten Experten, wie es denn nun weitergehen könne.

Norbert Haug hat diese «Ferndiagnosten» nun kritisiert. «Ich würde den Ferndiagnosten raten, sich einfach zurückzuhalten. Wenn jede Erklärung damit anfängt, jeder dieser Fälle liegt anders, und es wird trotzdem eine Ferndiagnose gegeben, dann finde ich das überhaupt nicht gut. Alle, die das Thema mit der nötigen Ernsthaftigkeit verfolgen, sehen das ganz genauso. Da sollte man Ruhe bewahren und sicherlich das Beste hoffen, sich im Hintergrund halten und die Familie so unterstützen», sagte ARD-Experte Haug am Rande des vierten DTM-Saisonlaufs auf dem Norisring.

Ralf Schumacher arbeitet für das Mücke-Team und hat sich zu dem Unfall seines Bruders wie die gesamte Familie nicht geäußert. «Den Ralf nimmt es natürlich mit. Er ist eine zentrale Figur und macht seine Sache sehr gut und versucht, Ruhe in die Sache zu bringen. Jeder, der ihm helfen will, fragt nicht permanent danach sondern zeigt, dass er in Gedanken bei Michael ist», so Haug weiter.

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