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Pascal Wehrlein: DTM-Geheimfavorit und F1-Anwärter

Von Andreas Reiners
Pascal Wehrlein

Pascal Wehrlein

Pascal Wehrlein will mehr. Der 20-Jährige ist ehrgeizig, will immer weiter nach vorne, am besten so schnell wie möglich. Bislang verlief in seiner Karriere nahezu alles so schnell wie möglich.

Der 20-Jährige geht bereits in sein drittes DTM-Jahr. 2014 fuhr er als jüngster Fahrer der DTM-Geschichte seinen ersten Sieg ein. Vor einem halben Jahr wurde er zum Test- und Ersatzfahrer des Formel-1-Teams von Mercedes befördert, Testfahrten hat er auch bereits absolviert. Erfolgreich natürlich, Wehrlein hat Eindruck hinterlassen.

Rekorde wie der jüngste DTM-Sieger sind ihm bei allem Ehrgeiz dabei nicht wichtig. «Von mir aus hätte es auch ruhig schon früher sein dürfen. Ich will immer gewinnen. Immer der Beste sein und wenn ich halt der Jüngste bin, dann ist das so.»

Die Folge seiner Erfolge: Sein Terminkalender ist voll. So voll, dass er kaum noch Zuhause ist. Ist er nicht bei den DTM-Rennen, weilt er bei der Motorsport-Königsklasse und schaut seinen Teamkollegen Lewis Hamilton und Nico Rosberg über die Schulter. Lernen, sich weiter entwickeln, für das große Ziel, die Formel 1. Was andere als Stress empfinden, sieht er vor allem als Chance.

«Ich darf beide Seiten erleben und kann auch viel von der Formel 1 lernen und mein Ziel ist es natürlich, eines Tages dort mal hinzukommen. Aber erst muss ich in der DTM die Leistungen zeigen und die Leistung bringen. Deswegen hat die DTM auf jeden Fall dieses Jahr Priorität», sagte Wehrlein.

Und wenn man zweigleisig fährt, sieht man so manche Situation vielleicht auch etwas entspannter. Zum Beispiel die Tatsache, dass er bei Mercedes kurzfristig möglicherweise gar keinen Einstieg findet, sollte Hamilton seinen Vertrag dann doch nochmal verlängern.

«Ich kann nur meine Leistungen zeigen, meine Leistung bringen und das versuche ich. Und alles andere habe ich nicht in der Hand. Wenn ich gute Leistungen bringe, dann denke ich, dass ich eines Tages meine Chance bekommen könnte. Und wenn nicht, dann halt nicht», so Wehrlein, der sich aber auch einen Einsatz für Mercedes-Kundenteams vorstellen kann. Wie bei den Wintertests in Barcelona, als er zwischen dem Force India und dem Silberpfeil pendelte. Und bei Force India, wie die Verantwortlichen betonten, gerne nochmal vorbeischauen kann.

Vorher will er in der DTM den nächsten Schritt machen. Vom Rookie (2013) zum Rennsieger (2014) hat er sich schon entwickelt. Abseits der Strecke prägte ihn vor allem der Unfall im Trainingslager der Fußball-Nationalmannschaft, der ihn von heute auf morgen in ganz Deutschland bekannt machte. Die Zeit danach war nicht einfach, doch inzwischen ist er einigermaßen darüber hinweg gekommen.

2015 gehört er nun zu den Geheimfavoriten. Vorausgesetzt, sein Auto spielt mit. Denn Mercedes war in der vergangenen Saison über weite Teile der Saison nicht konkurrenzfähig, hat das Auto dank der von der Konkurrenz genehmigten Zusatz-Homologation ein halbes Jahr lang weiterentwickeln dürfen.

Und nicht nur das. Bei Mercedes wurde kein Stein auf dem anderen gelassen. Es wurde analysiert, Entscheidungen getroffen und neues Personal geholt. Und damit auch frischen Wind, neue Ideen. «Natürlich man braucht frische Ideen. Vor allem in der DTM. Wenn so viel reglementiert ist und man nicht viel ändern darf, dann braucht es neue Ideen und Herangehensweisen», sagte Wehrlein.

«Wir haben alles versucht zu verbessern. Und deswegen denke ich, dass wir auf jeden Fall besser sein werden», sagte er. Wie viel besser? Das wisse man nicht. «Doch das Ziel muss sein, jedes Wochenende so konkurrenzfähig zu sein, um auf das Podium oder um den Sieg mitfahren zu können», so Wehrlein.

Und wenn das klappt, dann will Wehrlein natürlich mehr. «Ich will auf jeden Fall Rennen gewinnen. Letztes Jahr habe ich mein erstes Rennen gewonnen. Deswegen will ich auf jeden Fall mehrere Siege einfahren.» Und wenn es dann auch mit der Meisterschaft klappt, umso besser.

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