DTM: Crashs, Chaos und Wehrleins Schritt zum Titel

Von Andreas Reiners
Maxime Martin

Maxime Martin

Das 15. Saisonrennen der DTM hatte reichlich Action zu bieten. Nach einem Rennabbruch aufgrund einer chaotischen ersten Runde gewann Maxime Martin. Pascal Wehrlein kommt dem Titel näher.

Maxime Martin hat den zweiten Sieg seiner DTM-Karriere gefeiert, Pascal Wehrlein seinen Vorsprung in der Gesamtwertung ausgebaut: Nach einer chaotischen Anfangsphase mit Crashs und Rennabbruch setzte sich BMW-Pilot Martin beim 15. Saisonlauf auf dem Nürburgring souverän vor Edoardo Mortara und Wehrlein durch.

Der Mercedes-Youngster konnte durch den Podiumsplatz seinen Vorsprung ausbauen. Wehrlein (155) hat drei Rennen vor dem Saisonende nun 27 Punkte Vorsprung vor dem neuen Zweiten Mortara (128). Ekström (127) fiel durch seinen zehnten Platz auf den dritten Rang zurück.

Hinter dem Trio fuhr Gary Paffett auf Platz vier vor den beiden Mercedes-Rookies Maximilian Götz und Lucas Auer, der von der Pole Position gestartet war. Die Top Ten komplettierten Marco Wittmann auf Platz sieben, Antonio Felix da Costa, Robert Wickens und Ekström, der nach seinem Startplatz 17 zumindest noch einen Trostzähler sammeln konnte.

Pech hat weiterhin Martin Tomczyk. Nach Reparaturarbeiten am Motor seines BMW war er für das erste Rennen auf den letzten Platz strafversetzt worden. Der Ex-Meister konnte allerdings wegen technischen Problemen gar nicht erst starten, so dass seine Strafe automatisch am Sonntag in Kraft tritt. Heißt: Sollte es mit einem Start am Sonntag klappen, muss er vom letzten Startplatz aus ins Rennen.

Chaotischer Start

Der Start hatte es in sich: Lucas Auer kam eigentlich gut weg, verlor in der ersten Kurve aber einige Plätze. Nutznießer war Martin, der sich robust gegen Wehrlein durchsetzte. Martin übernahm die Führung vor Spengler, Mortara und Wehrlein. Ekström hatte sich sehr schnell von Platz 17 auf Rang elf verbessert.

Nach einem heftigen Crash zwischen den beiden Audi-Piloten Miguel Molina und Jamie Green kam zunächst das Safety Car auf die Strecke. Wenig später gab es schließlich Rote Flaggen, das Rennen wurde zwischenzeitlich abgebrochen. Daniel Juncadella hatte Tom Blomqvist bereits in der ersten Runde berührt, der schließlich Green drehte. Molina hatte nicht mehr ausweichen können und war in seinen Markenkollegen reingerauscht. Beide Autos waren demoliert, zudem lag Öl auf der Strecke.

Deshalb hatte sich die Rennleitung zu dem Rennabbruch entschieden. Nach rund zwölf Minuten wurde das Rennen mit einer Restzeit von 30 Minuten neu gestartet, mit der Startaufstellung in der Reihenfolge, wie die Fahrzeuge an der Red-Flag-Linie standen. In der Zwischenzeit durften allerdings Teile und Reifen an den Autos gewechselt werden. So bekam zum Beispiel Pascal Wehrlein nach einer Berührung mit Maxime Martin eine neue Motorhaube verpasst.

Beim Restart blieb alles beim Alten. Martin fuhr vorne souverän an der Spitze vor Spengler, Mortara und Wehrlein. Nach einigen Runden hatte sich Mortara Spengler zurechtgelegt und wollte den Kanadier innen überholen. Doch der BMW-Pilot wehrte sich unnötigerweise und demolierte sich so sein Auto, dass er einige Runden später abstellen musste.

Am Sonntag werden die Startplätze für den zweiten Lauf ab 10.55 Uhr ermittelt. Das drittletzte Rennen des Jahres geht schließlich ab 13.35 Uhr über die Bühne.

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