Mattias Ekström nach DTM-Crashs: Zu aggressiv?

Von Andreas Reiners
DTM
Mattias Ekström

Mattias Ekström

Mattias Ekström hatte am Norisring alles riskiert. Und alles verloren. Zweimal war er in aussichtsreicher Position für wichtige Punkte im Titelkampf der DTM. Zweimal stand er am Ende mit leeren Händen da.

Nach vier von neun Rennwochenende belegt der 37-Jährige Platz neun in der Fahrerwertung, liegt allerdings gleichzeitig «nur» 29 Punkte hinter Tabellenführer Marco Wittmann. In Zandvoort am kommenden Wochenende ist Halbzeit – hat sich Ekström vorgenommen, für den Rest der Saison die Rennen anders anzugehen? Schließlich kann man sein Manöver im ersten Lauf am Norisring getrost als übermotiviert bezeichnen.

«Nein, ich würde sagen, dass ich immer gleich fahre», sagte er SPEEDWEEK.com. «Es war nicht so lustig, dass es zweimal in der ersten Kurve gekracht hat. Aber normalerweise finde ich es nicht notwendig weniger aggressiv zu fahren, denn wenn man Rennautos fährt und Rennen gewinnen möchte, dann muss man auch manchmal ein bisschen Risiko eingehen.»

Dann geht es manchmal aber auch schief, wie in den beiden letzten Rennen, die er als schwärzeste seiner Karriere bezeichnet. Als Dritter hatte er am Samstag Christian Vietoris und Robert Wickens und zugleich sich selbst abgeschossen, auf Rang vier liegend hatte er am Sonntag nach einem Zusammenstoß mit Paul di Resta kurz nach dem Starts einen Kühler beschädigt und war ebenfalls ausgeschieden. «Dumm gelaufen», zog er eine ernüchternde Bilanz.

Ekström hakt so etwas aber schnell ab. «Ich habe schon schlimmere Sachen im Leben erlebt. Sport bleibt Sport. Was Sportler groß gemacht hat sind ja nicht die Siege, sondern die Rückschläge, nach denen man aufstehen und weiterkämpfen muss. Ich werde in Zandvoort wieder auf volle Attacke gehen», sagte er.

Denn die Pace ist da. Und die Schwäche des vergangenen Jahres, das Qualifying, hatte er zuletzt abgestellt. «Im Großen und Ganzen ist es ein bisschen enger geworden. Vor allem die Sonntagsrennen sind sehr knapp. Am Anfang des Jahres waren wir schlecht im Qualifying, hatten dann aber gute Rennen. Jetzt hatten wir gute Qualifyings, aber schlechte Rennen. In der zweiten Hälfte ist es jetzt das Ziel, gute Qualifyings und gute Rennen zu haben», sagte er.

Siehe auch

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Lewis Hamilton: Hunger auf mehr als Formel 1

Mathias Brunner
​Lewis Hamilton ist nach 2008, 2014, 2015, 2017, 2018 und 2019 zum siebten Mal Formel-1-Weltmeister. Doch sein Erbe besteht nicht aus Bestmarken, die er reihenweise niederreisst. Sein Erbe reicht erheblich weiter.
» weiterlesen
 

TV-Programm

  • Sa. 28.11., 08:55, Motorvision TV
    Top Speed Classic
  • Sa. 28.11., 09:25, Motorvision TV
    Chateaux Impney Hill Climb
  • Sa. 28.11., 09:25, Sky Sport 2
    Formel 2
  • Sa. 28.11., 10:05, Sky Sport 2
    Formel 2
  • Sa. 28.11., 10:10, Motorvision TV
    Top Speed Classic
  • Sa. 28.11., 10:15, Hamburg 1
    car port
  • Sa. 28.11., 11:00, Spiegel TV Wissen
    Rosberg über Rosberg
  • Sa. 28.11., 11:25, Sky Sport 2
    Formel 1: Großer Preis von Bahrain
  • Sa. 28.11., 11:55, Sky Sport 2
    Formel 1: Großer Preis von Bahrain
  • Sa. 28.11., 12:25, SPORT1+
    Motorsport - Porsche GT Magazin
» zum TV-Programm
7DE