DTM Moskau: Wittmann siegt in turbulentem Rennen

Von Andreas Reiners
DTM
Marco Wittmann

Marco Wittmann

Marco Wittmann hat mit seinem zweiten Saisonsieg die Führung in der Gesamtwertung zurückerobert. Der BMW-Pilot gewann das zwölfte Rennen der Saison am Sonntag in Moskau souverän und feierte im 50. DTM-Rennen seiner Karri

Der Meister von 2014 hat in der Gesamtwertung mit 130 Punkten wieder Rang eins übernommen, nachdem er den nach einem schwachen Samstag zunächst an Robert Wickens verloren hatte. Der Mercedes-Pilot landete nach seinem Sieg am Vortag auf Platz fünf und hat mit 118 Punkten nun zwölf Zähler Rückstand auf Wittmann.

Hinter Wittmann komplettierten Tom Blomqvist, Bruno Spengler und Augusto Farfus den Vierfachsieg für BMW, nachdem die Münchner am Samstag lediglich einen Fahrer in den Punkten hatten.

Eine beeindruckende Aufholjagd zeigte Edoardo Mortara, der als 17. gestartet war und sich dank eines starken Auftritts und mit ein wenig Glück hinter Wickens bis auf Platz sechs nach vorne arbeitete. Der Italo-Schweizer ist mit 100 Punkten Gesamtvierter hinter Jamie Green (104), der ebenso leer ausging wie der Fünfte Paul di Resta (92).

Audi betrieb nach einem desaströsen Qualifying mit keinem Fahrer in den Top Ten sowieso ein wenig Schadensbegrenzung. Nico Müller wurde Siebter, Adrien Tambay Achter vor Mattias Ekström auf Rang neun. Den letzten Punkte ergatterte Mercedes-Pilot Lucas Auer.

Wittmann beim Start souverän

Der Start verlief unspektakulär. Wittmann kam gut weg und konnte sich schnell ein Stück absetzen. Hinter ihm verteidigte sein Markenkollege Blomqvist Platz zwei gegen Wickens.

Die restlichen Verfolger in der Spitzengruppe konnten ihre Platzierungen halten. Im hinteren Mittelfeld rauschte Mortara durch das Feld und verbesserte sich schnell in Richtung Punkteränge.

In der Folgezeit passierte wenig bis gar nichts, wie an einer Perlenschnur fuhren die Piloten hintereinander her. Wickens biss sich die Zähne an Blomqvist aus, Wittmann konnte dadurch den Abstand weiter vergrößern. Mortaras Aufholjagd war nach kurzer Zeit auf Platz zwölf hinter Felix da Costa auch erst einmal beendet.

Die Audi-Teamkollegen machten auch Green bereitwillig Platz, doch auch der Brite steckte im Mittelfeld fest. Nachdem sich Mortara den Portugiesen dann doch geschnappt hatte, war Green zu ungeduldig und schoss den BMW-Mann ab. Für den Briten gab es eine Durchfahrtsstrafe. Wenig später gab es eine weitere, nachdem er in der Boxengasse zu schnell unterwegs war. Für ihn war die Jagd nach Punkten damit endgültig beendet.

Nach rund 20 Minuten kamen die ersten Autos zum Pflichtstopp in die Box. Nach den Stopps blieb der Ex-Meister locker vorne vor Blomqvist. Gegen Ende des Rennens wurde es schließlich richtig turbulent, eine Durchfahrtsstrafe folgte nach der anderen.

Bei Wickens gab es zunächst Probleme beim Stopp, anschließend an seinem «unfahrbaren» Auto, nachdem die Servolenkung ausgefallen und ein Flick am Frontflügel abgeflogen war. Der Kanadier wurde in den letzten Runden durchgereicht. Mortara hatte sich nach den Stopps bis auf Platz neun vorgearbeitet und profitierte zudem davon, dass der vor ihm liegende di Resta Glock abschoss. Der Schotte fiel nach einer Durchfahrtsstrafe aus den Punkten. Juncadella konnte seinen Markenkollegen Wickens lange schützen, fiel am Ende aber sogar noch aus den Punkten. Mortara ging am Ende die Zeit aus, der Audi-Pilot hätte sich Wickens fast noch geschnappt.

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