Daniil Ivanov: Die Gründe für seine Schwierigkeiten

Von Jan Sievers
Eisspeedway-GP

Nach Schwierigkeiten zum Saisonstart dreht der zweifache Eisspeedway-Weltmeister Daniil Ivanov im Grand Prix wieder mächtig auf. Am Wochenende heißt es aber zunächst Russischer Superligameister zu werden.

In den ersten Rennen der Saison lief es nicht wunschgemäß für den zweifachen Weltmeister und aktuellen Vizeweltmeister Daniil Ivanov. In der Russischen Meisterschaft verlor er das Stechen um den dritten Platz mit dem Ziel vor Augen und damit den so heiß begehrten Platz in der russischen Nationalmannschaft bei der Team-Weltmeisterschaft. Im Dreier-Stechen kämpfte sich Ivanov an die Spitze vor, bis ihm eine Rille auf der Zielgeraden zum Verhängnis wurde, die ihn aufs Eis katapultierte.

Auch beim WM-Auftakt in Krasnogorsk war Ivanov vom Pech verfolgt. Es lief nicht schlecht, aber auch nicht gut genug, um im Rennen um den Titel dabei zu sein. In den Halbfinales scheiterte er jeweils auf den letzten Metern am Finaleinzug. Nach dem GP vor den Toren Moskaus lag der Red-Bull-Pilot auf einem enttäuschenden sechsten Platz. Bei der zweiten Runde im Almaty sah man dann wieder den alten Ivanov. Allein die Körpersprache war wieder die alte: Mich gilt es hier zu schlagen.

Am ersten Tag des Kasachstan-GP wurde Ivanov Zweiter. Beim abschließenden Renntag blieb er ungeschlagen, flog förmlich um die Bahn und gewann im Finale überlegen. Vom sechsten nach den ersten beiden Grand Prix katapultierte er sich auf den zweiten Platz in der WM-Wertung nach vorne. Der Rückstand auf den Weltmeister und WM-Führenden Dmtri Koltakov wurde von 12 auf 4 Punkte reduziert.

SPEEDWEEK.com sprach mit dem zweifachen Weltmeister.

Was war los in Krasnogorsk? Beim Almaty-GP scheinst du wie ausgewechselt gewesen zu sein?



Ich hatte einfach mehr Schwierigkeiten, mich auf den Radius in Krasnogorsk einzustellen. Der in Almaty liegt mir anscheinend besser. Mit dem Eis hatte es nichts zu tun. In Krasnogorsk ist Natureis und in Kasachstan Kunsteis. Doch vergleicht man beide Tage im Medeo-Stadion, waren beide unterschiedlich. Am Samstag war das Eis knallhart wie bei uns in Russland. Am Sonntag eher weich, und an beiden Tagen kam ich gut zurecht.

Als Zweiter ist man erster Verlierer, für dich kann es nur ein Ziel geben?



Mein Ziel ist es wieder Weltmeister zu werden. Das Ziel ist immer das gleiche. Manchmal klappt es, manchmal nicht. Ich habe genug Erfahrung auf den europäischen Bahnen, die als nächstes auf dem Programm stehen. Schauen wir, was dabei raus kommt.

Wer sind deine größten Gegner, sicher sind es nur die Russen?



Zunächst sind natürlich alle Russen im Grand Prix meine größten Gegner. Aber auch Franz Zorn, Manfred Seifter und Ove Ledström sind sehr schnell.



An diesem Wochenende steht das Finale zur Russischen Superliga im heimischen Stadion an. Mega Lada führt einen Punkt vor Moskau und ihr müsst unbedingt den Titel gewinnen. Was ist wichtiger, der Team-Titel oder die Einzel-WM?



Wir denken im Moment nur an die Superliga. Für uns als Club ist es sehr wichtig, dass wir die Superliga gewinnen. Wir haben eine Führung, die wir verteidigen müssen. Nach dem Rennen denken wir wieder über die Weltmeisterschaft nach.

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