Endurance-WM

Was die Fans beim Bol d’Or in Le Castellet erwartet

Von - 11.09.2018 12:47

Nach dem Abgang von GMT94 Yamaha hat sich bei einzelnen Endurance-Teams für die WM-Saison 2018/2019 einiges getan. Beim Bol d’Or in Le Castellet werden am kommenden Wochenende die Karten neu gemischt.

Mit dem mehrfachen Weltmeister GMT94 Yamaha zog sich nach dem Rennen in Suzuka eines der erfolgreichsten Teams der Langstrecken-Weltmeisterschaft zurück. Die erfahrenen Piloten blieben nicht lange arbeitslos. Einige Mannschaften ergriffen die günstige Gelegenheit und verpflichteten sie vom Fleck weg.

Der Italiener Niccolò Canepa verstärkt als Teamkollege des Australiers Broc Parkes und des Deutschen Marvin Fritz ab dem Bol d’Or die Mannschaft YART-Yamaha. Gemeinsam soll das flotte Trio nach 2009 für den zweiten Weltmeistertitel für das österreichische Team rund um den mit allen Wassern gewaschenen Teamchef Mandy Kainz sorgen.

Der Franzose Mike di Meglio wechselt F.C.C. TSR Honda France. Er ersetzt seinen Landsmann Alan Techer, der mit dem Deutschen Florian Alt und dem Franzosen Axel Maurin künftig das Team Yamaha Viltaïs Pierret Experiences bilden wird. Für di Meglio, Freddy Foray und Josh Hook lautet die Mission für die Saison 2018/2019 erfolgreiche Titelverteidigung.

Der dritte im GMT94-Bunde, der Spanier David Checa, landete neben den beiden Franzosen Jeremy Guarnoni und Randy de Puniet bei SRC Kawasaki France. Die Equipe, die den Bol d’Or und das 24-Stunden-Rennen von Le Mans bereits mehrfach gewonnen hat, unternimmt neuerlich einen Angriff auf den prestigeträchtigen Weltmeistertitel.

Nach einer durchwachsenen Saison 2017/2018 möchte Suzuki Endurance wieder an frühere Erfolge anknüpfen. Mit dem bestens eingespielten Fahrer-Trio Vincent Philippe, Etienne Masson und Gregg Black ist es der erfolgsverwöhnten Mannschaft um Dominique Méliand, der nach einer langen krankheitsbedingten Abwesenheit wieder zurück ist, durchaus zuzutrauen.

Auch Honda Endurance wird ein ernstes Wörtchen bei der Vergabe um den Weltmeistertitel mitreden. Als Dritter der abgelaufenen Saison hat man gezeigt, dass man mit ihnen rechnen muss und die Fahrer Sébastien Gimbert, Gregory Leblanc und Erwan Nigon haben in der Vergangenheit bewiesen, dass man durchaus in der Lage ist, Rennen zu gewinnen.

Mehr als eine Außenseiterchance dürfte dem aus der Mannschaft Voelker NRT48 hervorgegangenen Team ERC-BMW Motorrad Endurance eingeräumt werden. Auf dem Fahrermarkt holte man sich die drei Langstreckenspezialisten Kenny Foray, Julian Da Costa und Mathieu Gines, die jederzeit für eine Überraschung gut sein könnten.

Ob die neuformierte und von BMW zu Yamaha gewechselte Mannschaft Penz13.com WEPOL Racing bereits in den Kampf um die WM-Krone eingreifen kann, bleibt abzuwarten. Mit dem Briten Danny Webb, dem Franzosen Matthieu Lagrive und dem Südafrikaner Sheridan Morais hat man sich auf alle Fälle langstreckenerfahrene Piloten in die Mannschaft geholt.

Aus Schweizer Sicht startet einmal mehr das Bolliger Team Switzerland. Weil Robin Mulhauser um Auflösung seines Vertrages gebeten hatte, wird neben den beiden Eidgenossen Roman Stamm und Sébastien Suchet der Franzose Jonathan Hugot das Motorrad steuern. Ein Sieg scheint zwar außer Reichweite, aber Top-3-Platzierungen sind möglich.

In der Klasse Superstock ist in dieser Saison stark mit der Mannschaft GERT56 by rs speedbikes zu rechnen. Mit den Deutschen Julian Puffe und Lucy Glöckner, sie muss wegen einer Rückenverletzung auf den Bol d’Or verzichten und wird durch Filip Altendorfer ersetzt, sowie dem Österreicher Stefan Kerschbaumer hat man sich für die Titeljagd bestens aufgestellt.

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Klappt es für YART-Yamaha (Marvin Fritz) endlich mit dem zweiten WM-Titel? © Ohner Klappt es für YART-Yamaha (Marvin Fritz) endlich mit dem zweiten WM-Titel? Mission erfolgreiche Titelverteidigung für F.C.C. TSR Honda France (Josh Hook) © Ohner Mission erfolgreiche Titelverteidigung für F.C.C. TSR Honda France (Josh Hook) GERT 56 (Julian Puffe) geht auf den Titel in der Superstock-Klasse los © Ohner GERT 56 (Julian Puffe) geht auf den Titel in der Superstock-Klasse los
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