Barana (Ducati): Die Fahrer beschweren sich ständig über zu wenig Leistung
Um in der MotoGP erfolgreich zu sein, ist die ständige Weiterentwicklung unumgänglich. Ducati-Technik-Direktor Davide Barana erklärt, welcher Bereich bei einem Motorrad den Fahrern am wichtigsten ist.
Am 19. Januar präsentierte Ducati Lenovo im italienischen Wintersportort Madonna di Campiglio die GP26. Mit diesem Bike will Marc Marquez in diesem Jahr seinen Titel erfolgreich verteidigen, Teamkollege Pecco Bagnaia möchte damit zu alter Stärke zurückfinden.
Die Desmosedici für die MotoGP-Saison 2026 wurde laut Aussage von Ducati in vielen Bereichen verbessert. «Eine gute Basis zu haben, ist nicht genug, denn unsere Konkurrenten holen auf. Unser Ziel ist es, unser Motorrad zu verbessern, um den Abstand wieder zu vergrößern», betonte Davide Barana, Technischer Direktor bei Ducati Corse, bei der Teamvorstellung vor den anwesenden Journalisten.
So wurde dem Motor, trotz «Engine Freeze», beispielsweise mit Optimierungen beim Lufteinlass und bei der Airbox, ein paar PS mehr eingehaucht. Auch am Chassis wurde intensiv gearbeitet, um Vibrationen und Chattering zu minimieren. Ein weiterer wichtiger Bereich, den Ducati verbesserte, ist die Aerodynamik, denn insbesondere Rivale Aprilia hat im letzten Jahr in diesem Bereich einen großen Schritt gemacht.
Bei der Weiterentwicklung der Aerodynamik gilt es, den besten Kompromiss zwischen Agilität und Performance zu finden. Beides in Einklang zu bringen und das bestmögliche Paket zu schnüren ist keine leichte Aufgabe. Wer gewinnt in diesem Rennen? Die Agilität oder die Performance? «Die pure Performance», sagte Barana, «Normalerweise beschweren sich die Fahrer immer darüber, dass sie zu wenig Leistung zur Verfügung haben. Wenn das Bike weniger agil und schwer wirkt, dann können sie damit trotzdem schneller sein. Die Fahrer mögen die Dinge, welche sie auf den Geraden schneller machen. Den Rest können sie selbst beisteuern.»
2026 bekommt die Desmosedici ein überarbeitetes Ride Height Device. Bevor 2027 jegliche Systeme zur Fahrwerkshöhenverstellung verbannt werden, bringt der Hersteller aus Borgo Panigale eine weitere Evolutionsstufe. «Den ersten Prototyp dieses Systems, den wir auf die Rennstrecke brachten, war ausschließlich für den Start. Danach folgte die Weiterentwicklung, um dieses System auf der gesamten Strecke nutzbar zu machen. Dieses Jahr werden wir einen weiteren Schritt machen, aber darauf kann ich nicht näher eingehen», schmunzelte der Ingenieur.
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