Ungarn: Sieg für Mikkelsen, Griebel Achter

Von Toni Hoffmann
ERC
Der Hyundai-Ex-Werkspilot Andreas Mikkelsen siegt wie erwartet bei seinem ersten Saisonstart in der Rallye-Europameisterschaft und bei der vierten Runde in Ungarn, Niki Mayr-Melnhof Fünfter und Marijan Griebel Achter.

Der norwegische Pirelli-Testpilot Andreas Mikkelsen hat bei seinem ersten Saisonstart in der Rallye-Europameisterschaft die vierte Meisterschaftsrunde in Ungarn gewonnen. Nach 16 teil etwas schmierigen Asphaltprüfungen lag Mikkelsen bei seiner ersten echten Rallye der Saison 2020 im Skoda Fabia Rally2 Evo. 1:32,2 Minuten vor dem Belgier Grégoire Munster, der im Hyundai i20 R5 sein bestes EM-Ergebnis erzielte. Mit einem Rückstand von 2:00,3 Minuten erreichte der Spanier Efren Llorena im Citroën C3 R5 den letzten Podiumsplatz.

Mit etwas Humor meinte Mikkelsen: «Ich bin diesem Jahr unschlagbar! Ich gestehe, auf Asphalt war es nicht einfach für mich. Aber es hat mich gefreut, hier gestartet zu sein. Danke an das Team.»

«Ein sehr gutes Wochenende», freute sich Munster. «Wir haben gestern stark gepusht. Heute wollten wir mehr unsere Position halten.»

«Ich habe heute wirklich alles gegeben. Ich bin mit meinem Ergebnis und mit unserer Leistung sehr zufrieden», merkte Llorena an.

Beifahrerfehler verhindert dritten Saisonsieg

Auf der ersten Etappe zerstörte Dmitry Eremeev, der alte und neue Beifahrer von Alexey Lukyanuk, alle Sieghoffungen auf den dritten Saisonsieg des Russen (Citroën C3 R5). Er stempelte viel zu früh und kassierte deswegen fünf Strafminuten, die Lukyanuk vom zweiten auf den 18. Platz zurückwarfen. Am Ende erreichte er den 14. Platz (+ 4:53,5) und holte damit noch zwei EM-Punkte. Mit dem Gewinn der zweiten Etappe sicherte er sich zudem noch fünf weitere Zähler, was reichte, um weiter die Gesamtwertung mit nun 115 Punkten anzuführen.

«Unsere Chance haben wir heute genutzt und das getan, was wir noch tun konnten. Wir haben die Etappe gewonnen, und wir führen weiter», erklärte der EM-Leader Lukyanuk.

Doch auch sein Tabellenverfolger, der erst 19-jährige Oliver Solberg, kam nicht im Skoda Fabia Rally2 Evo. ungeschoren davon. Zwei Reifenschäden am Samstagnachmittag verhinderten seinen zweiten Saisonsieg. Er notierte den vierten Endplatz und liegt nach dem vierten von sechs EM-Läufen mit 31 Punkten weiter hinter Lukyanuk auf dem zweiten Tabellenplatz, aber nur sechs Zähler vor Munster.

Der irische Hyundai-Werkspilot Graig Breen ließ im Kampf um den Ehrenrang seinen i20 R5 auf der zwölften Entscheidung mit einen technischen Defekt ausrollen.

3,4 Sekunden hinter Solberg erreichte der Österreicher Niki Mayr-Melnhof im Ford Fiesta MKII mit Rang fünf sein bestes Jahreresultat. «Wir hatten am Samstag einen guten Speed. Es war eine harte Rallyes, deswegen bin ich froh, im Ziel zu sein.»

Marijan Griebel beendete im Citroën C3 R5 die erste Etappe auf den sechsten Platz, den zweiten Abschnitt auf dem achten Rang (+ 3:12,4). «Es hätte allgemein besser sein können, aber ich wollte ins Ziel kommen. Ich hoffe, wir können das nächste Mal mehr erreichen», sagte Griebel.

Dominik Dinkel kam im Skoda Fabia Rally2 Evo auf Rang 13 (+ 54:12,1) und sein Markenkollege Albert von Thurn und Taxis auf Platz 16 (+ 5:27,8) ins Ziel.

Rallye Ungarn  – Endstand nach 16 Prüfungen:

Pos

Team/Auto

Zeit/Diff

1

Mikkelsen/Floene (N), Skoda

1:48:31,1

2

Munster/Louka (L/B), Hyundai

+ 1:32,2

3

Llorena/Fernandez (E), Citroën

+ 2:00,3

4

O. Solberg/Johnston (S/IRL), Skoda

+ 2:04,8

5

Mayr-Melnhof/Weisersheimb (A), Ford

+ 2:08,2

6

Herczig/Ferencz (H), VW

+ 2:31,4

7

Devine/Fulton (IRL), Hyundai

+ 2:50,3

8

Griebel/Braun (D), Citroën

+ 3:12,4

9

Cais/Zakova (CZ), Ford

+ 3:24,3

10

Bonato/Boulloud (F), Citroën

+ 3:37,7

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