Polens Serienmeister Kajetanowicz heiß auf den Sieg

Von Toni Hoffmann
ERC
Kajetan Kajetanowicz kommt als einer der Topfavoriten zur 32. Jännerrallye nach Freistadt, der Mühlviertler Johannes Keferböck nimmt den ERC-Lauf als willkommenen Test für sein WM-Abenteuer in Monte Carlo.

Mit einem unglaublich ausgeglichenen Teilnehmerfeld fiebert die Jännerrallye 2015 powered by GaGa Energy ihrem Startschuss in der kommenden Woche entgegen. Während sich die Fans bereits am Samstag, dem 3. Jänner, ab 17 Uhr bei der technischen Abnahme der Startnummer 1 – 16 in der Freistädter Messehalle ein erstes Bild von den Boliden der Sieganwärter machen können, wartet auf die Protagonisten der Traditionsrallye mit dem Qualifying am Sonntag, dem 4. Jänner (Start um 9.30 Uhr) und dem offiziellen Rennstart am Montag, dem 5. Jänner um 7.15 Uhr in der Servicezone der Ernstfall.  

Mit großen Vorschusslorbeeren geht dabei Kajetan Kajetanowicz ins Rennen. Der polnische Serienmeister, der von 2010 bis 2013 vier Titel in seiner Heimat holen konnte, steht in der Favoritenrolle ganz weit oben. Er kommt als Vierter der ERC-Gesamtwertung der letzten Saison Mühlviertel, wo er 2014 fulminant gestartet war. In drei der ersten vier Sonderprüfungen  erzielte er Bestzeit, ehe er sich dann in SP 6 verspekulierte und ausschied. Für dieses Mal hat der stets gutgelaunte Pole Revanche an der Jännerrallye angesagt. Nachdem er als erster polnischer Pilot in der über 90-jährigen Geschichte der Polen-Rallye diese zwei Mal hintereinander gewinnen konnte, hat Kajetan Kajetanowicz auch mit Siegen in Österreich bereits Erfahrung. 2013 entschied er die Waldviertel-Rallye in eindrucksvoller Manier für sich. Für die Jungstars Craig Breen (24) aus Irland und Stephane Lefebvre (22) aus Frankreich oder Routinier Vaclav Pech (28) aus Tschechien bedeutet der 35-jährige Ford-Fiesta-R5-Pilot jedenfalls eine mehr als ernst zu nehmende Gefahr.  

Rein auf das Ergebnis im Auftakt-Lauf zur European Rallye Championship bezogen sind  neben dem schnellen Salzburger Hermann Neubauer wie jedes Jahr die Lokalmatadore zu beachten. Hier vor allem Johannes Keferböck und Copilot Hannes Gründlinger die die Jännerrallye dazu benützen wollen, um für ihr großes Abenteuer 13 Tage später zu testen. Da geht es nämlich mit ihrem Peugeot 207 S2000 zum WM-Lauf nach Monte Carlo. «Und da», so das Mühlvierteler Duo, «wollen wir nichts dem Zufall überlassen.» Denn wenn es - mit einem guten Ergebnis bei der Jännerrallye im Rücken - auch bei der Monte gut läuft, sind sogar noch zwei weitere WM-Starts für 2015 im Plan.

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