Toyota zeigt den LMP1 für die Saison 2018/19 der WEC

Von Oliver Müller
FIA WEC
Mit dem TS050 Hybrid will das Werksteam von Toyota in dieser Saison wieder ganz oben in der Sportwagen-WM (FIA WEC) stehen. Die Technik des Fahrzeuges ist im Vergleich zum Vorjahr weitestgehend unverändert.

In der Saison 2018/19 der FIA WEC wird Toyota als einziges verbliebenes Werksteam gegen acht private Wagen in der LMP1-Klasse antreten. Die beiden dafür Verwendungen findenden TS050 Hybrid wurden am Donnerstag auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet/Südfrankreich der Öffentlichkeit präsentiert. Wie bereits bei Testfahrten zu sehen war, zeigt sich das Farbschema des Wagens leicht modifiziert. Dies drückt sich dadurch aus, dass die in rot, weiß und schwarz gehaltenen Flächen auf der Außenhaut des LMP1-Renners etwas anders angeordnet sind als noch im Vorjahr. Unter der Verkleidung hat sich noch weniger getan. Der TS050 Hybrid für die Saison 2018/19 entspricht weitestgehend der 2017er Version. «Anders als in den vergangenen Jahren sind die Upgrades für unser Fahrzeug begrenzt. Zusätzlich zur Verbesserung der Zuverlässigkeit des Antriebsstrangs haben wir das Kühlsystem aktualisiert und das Bodywork innerhalb der Homologation weiterentwickelt», erklärt der Technische Direktor Pascal Vasselon.

Insbesondere auf die Standfestigkeit hat das japanische Werksteam im Winter Wert gelegt. «Was die Leistung betrifft, so hatten wir in den vergangenen vier Jahren ein Auto, welches schnell genug war, um Le Mans drei Mal zu gewinnen. Trotzdem haben wir jedes Mal versagt und mussten etwas unternehmen. In Le Mans ist zu erwarten, dass 30-40 Prozent der Rennbedingungen außerhalb der eigenen Kontrolle liegen. Das ist die Schönheit und gleichzeitig der Horror von Le Mans», so Vasselon weiter.

Um den lang ersehnten ersten Sieg beim Saisonhighlight der WEC in Le Mans endlich erreichen zu können, hat Toyota im Winter ein intensives Testprogramm unternommen. An vier dreitägigen Ausfahrten konnten insgesamt über 21.000 Kilometer abgespult werden. Toyota veränderte dabei auch die Art und Weise der Testarbeit, indem sie sich mehr auf unkonventionelle Rennsituationen konzentrierten.

Ohne die Werkskonkurrenz von Porsche oder Audi wird es Toyota in diesem Jahr auf den ersten Blick etwas einfacher haben, die gesteckten Ziele zu erreichen. Doch die privaten LMP1 von Rebellion, BR Engineering, ENSO CLM und Ginetta haben für 2018/19 enorme Zugeständnisse bekommen und könnten so Toyota auf die Pelle rücken. Auf der Rennstrecke in Le Mans dürfen sie beispielsweise 210,9 Megajoule an Energie pro Runde (13,626 Kilometer) verbrauchen. Der Toyota ist dagegen auf 124,9 MJ (plus 8 MJ an Hybrid-Power) begrenzt. Oder anders ausgedrückt, die Privaten haben 69 Prozent mehr Sprit zur Verfügung. Darüber hinaus liegt der maximale momentane Benzindurchfluss für die LMP1 ohne Hybrid-System bei 110 kg/h, wohingegen der Toyota lediglich 80 kg/h zugestanden bekommen hat. Und auch beim Gewicht sind die Privatwagen vorne, da sie 45 Kilogramm leichter unterwegs sein dürfen. (833 zu 878 kg)

Pilotiert werden die beiden Toyota von den Fahrer-Trios Mike Conway, Kamui Kobayashi und Jose Maria Lopez bzw. Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Fernando Alonso. Die beiden Japaner sowie Alonso sind beim Prologue in Le Castellet jedoch nicht zugegen. Sie werden von Anthony Davidson und Alex Wurz vertreten.

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