ServusTV-Experte Philipp Eng über Patzer von Oscar Piastri: «Shit happens!»
Der österreichische ServusTV-Experte Philipp Eng spricht über den kuriosen Ausfall von Lokalmatador Oscar Piastri in Melbourne, die Performance von Mercedes und Rookie Arvid Lindblad.
Im Rahmen der TV-Sendung «Sport und Talk aus dem Hangar-7» in Salzburg wurde der Auftakt der neuen Formel 1-Saison in Melbourne analysiert. Mit dabei waren die Experten Christian Danner, Mathias Lauda und Philipp Eng. Die Ereignisse beim Formel-1-Auftakt in Melbourne bewertet Eng so: «Wir werden sehen, dass das Feld deutlich enger zusammenrückt. Jeder hat jetzt noch ein wenig im Trüben gefischt – im Rennen ist immer alles anders. Es ist wie früher bei den Klausuren: Man konnte davor noch so viel lernen – auch ein Rennen ist immer etwas anders. Ich hoffe, dass wir weiter solche Kämpfe sehen, wie den von George Russell gegen Charles Leclerc in der ersten Phase des Rennens.»
Eng stellt fest: «Mercedes ist sehr gut aufgelegt, die sind schon weit! Das Wichtigste ist, dass das Auto gut um die Kurve kommt. Sie haben ein gutes Chassis und eine gutes Aero-Paket. Da geht’s nicht nur um den Motor. Es geht um das Zusammenspiel zwischen den Motorleuten und dem Rest. Du musst in der heutigen Formel 1 ein Auto haben, mit dem du die minimale Geschwindigkeit in den Kurven möglichst hoch halten kannst.»
Zu den Anforderungen in der neuen Formel 1 sagt Eng: «Ein guter Fahrer muss Talent haben und etwas zwischen den Ohren. Das Wichtigste ist, dass du immer weisst, was gerade passiert. Durch das Energiemanagement muss der Fahrer immer erkennen, was gerade vor ihm los ist. Was noch wichtiger ist – dass der Fahrer den Verkehr vor sich liest. Und dass wenn er Verkehr vor sich hat, er nur mit Halbgas fährt. Man kann auch rollen und so wieder die Energie zurückholen. Ich finde es auch amüsant, was Max Verstappen gesagt hat. Er fährt das Auto immer am Limit, ganz egal, welches Fahrzeug es ist. Trotzdem kommt natürlich jetzt diese Energiekomponente dazu.»
Traum vom Rad-an-Rad-Duell mit Max Verstappen
Zum besonders schmerzhaften Aus von Oscar Piastri in der Sichtungsrunde gibt Eng zu bedenken: «In der Erkundungsrunde gibst du Gas. Es ist der erste Zeitpunkt seit dem Quali, an dem du das Auto wieder voll bewegst und auch mit vollem Tank. Die Reifentemperatur war wahrscheinlich noch nicht da. Er hat es vielleicht unterschätzt, dass das Auto um 85 Kilo schwerer ist als im Qualifying – shit happens!»
Racing Bulls-Rookie Arvid Lindblad hat bei Eng einen starken Eindruck hinterlassen: «Was mich bei Arvid sehr beeindruckt: Es hat schon ausgesehen, als wäre er schon 50 Rennen gefahren. Er hat es super gemacht, es wirkte überhaupt nicht aufgeregt. Klar ist es jetzt besser, jetzt in die Formel 1 einzusteigen wegen dem neuen Reglement. Er hat in der Formel 2 aber auch schon gezeigt, aus welchem Holz er geschnitzt ist – top!» Und zum kommenden Langstrecken-Duell gegen Verstappen auf dem Nürburgring sagt Eng: «Wie alle hoffen wir, dass wir in die letzte Runde kommen mit einem Rad-an-Rad-Duell gegen Max. Es ist voll cool, dass er sich das antut, mitten in der Saison.»
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