FIA WEC

6h Fuji: Analyse des zweiten Saisonlaufs der FIA WEC

Von - 07.10.2019 06:56

SPEEDWEEK.com schaut zurück auf die 6 Stunden von Fuji. Dabei feierte Toyota den zweiten Sieg in der Saison 2019/20. Vor der privaten Konkurrenz hatten die japanischen Hybrid-Renner wieder zwei Runden Vorsprung.

Auch beim zweiten Rennen der Sportwagen-WM (FIA WEC) gab es einen lockeren Doppelsieg für Toyota. Der TS050 Hybrid von Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Brendon Hartley gewann vor dem Schwesterwagen mit Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López. Und obwohl die Regelhüter von FIA/ACO für diese Saison ihr so geliebtes Handicap-System einführten, hatte Rebellion am Wochenende erneut keine Chance auf den Sieg.

Im Vergleich zu 2018 waren die Toyota tatsächlich in etwa so viel langsamer, wie es FIA/ACO prognostiziert hatten. (Bestzeit 2018: 1:23,203 Minuten – Bestzeit 2019: 1:24,822 Minuten). Leider hat Rebellion diesmal komplett underperformed. Denn 2018 schaffte der R13 in Fuji schon eine 1:24,031 Minuten und wäre damit schneller gewesen als Toyota im Jahre 2019. In Realität kam der Rebellion diesmal aber nicht über eine 1:25,959 Minuten (Norman Nato in der Qualifikation) hinaus.

Somit ist es natürlich für die Regelhüter sehr schwierig, hier das künstlich zu erstellende Gleichgewicht tatsächlich zu treffen. Mitgrund für den schlechten Rebellion-Auftritt waren die Temperaturen. Der Asphalt war 2019 über das Rennwochenende 15 bis 20 Grad Celsius wärmer als im Vorjahr. Da hatte der Rebellion einfach Probleme mit der Reifennutzung.

Zu Rennbeginn lieferte sich Bruno Senna dennoch einen ansehnlichen Zweikampf mit Kamui Kobayashi. Dank Hybrid-Power zog der Japaner in den engen Kurven des dritten Sektors am Rebellion vorbei. Und am Ende der langen Gerade konnte der Rebellion-Pilot dank erheblich mehr Topspeed jeweils wieder überholen. Insgesamt viermal gab es dieses Schauspiel zu bestaunen. Als im Verlauf des ersten Stints dann jedoch die Reifen anfingen nachzulassen, setzte sich der Toyota final vom Rebellion ab.

Nicht viel zu bieten hatten die beiden Ginetta, die letztendlich 14 und 16 Runden zurücklagen. Die G60-LT-P1 sind einfach noch nicht perfekt ausgereift und werden immer wieder durch Kinderkrankheiten zurückgeworfen. Eine satte 6-Minuten-Strafe gab dem Fahrzeug von Michael Simpson, Charlie Robertson und Guy Smith dann den Rest. Grund: Das Team nutzte 20 anstatt der erlaubten 18 Reifen. Lediglich beim Topspeed sind die Ginetta Spitze. Egor Orudzhev schaffte im zweiten freien Training 325,2 km/h.

In der LMP2-Kategorie fuhr das Racing Team Nederland zu seinem ersten WEC-Sieg. Hier legte Giedo van der Garde bereits den Grundstein, als er vom siebten Startplatz direkt in die Klassenführung vorpreschte. Bronze-Fahrer und Finanzier Frits van Eerd musste dann etwas Federn lassen, doch Nyck de Vries eroberte die Führung zurück. Unter Mischbedingungen mit leicht feuchter Strecke bot der Youngster einen Monster-Stint und unterstricht sein Potential, das er zuvor bereits mit dem Titel in der Formel 2 unter Beweis gestellt hatte.

In der GTE-Klasse war diesmal Aston Martin nicht zu schlagen. Einer der Gründe dafür ist die neue 2019/20er Reifengeneration. Mit dieser kommen die britischen Boliden um einiges besser zurecht, als mit der Vorjahresspezifikation. Eigentlich hätte Aston schon in der Qualifikation vorne gestanden, wäre Marco Sørensen auf seiner schnellsten Runde im dritten Sektor nicht aufgehalten worden. Im Rennen lieferten Marco Sørensen und Wagenpartner Nicki Thiim dann den perfekten Job ab und fuhren zum verdienten Sieg.

Auch in der Am-Wertung war Aston Martin diesmal richtig stark. Der Vantage AMR von TF Sport hatte schon die Pole-Position eingefahren und lag im Rennen (bis auf wenige Ausnahmen) immer vorne. Das Fahrer-Trio Salih Yoluc, Charles Eastwood und vor allem Werkfahrer Jonathan Adam zeigten eine wirklich stattliche Performance. Da war der Klassensieg die logische Folge.

Porsche hatte ein tendenziell eher gemischtes Wochenende. Zuerst setzte Michael Christensen seinen 911 RSR in der Qualifikation in die Streckenbegrenzung. Im Rennen hatte der Schwesterwagen von Richard Lietz und Gianmaria Bruni dann eine Durchfahrtsstrafe und Zündaussetzer, was in Klassenrang sechs endete. Durch eine starke Strategie fuhren Christensen und Kévin Estre auf GTE-Platz zwei. Dadurch übernahmen die Beiden die Tabellenführung und sicherten Porsche auch den Lead in der Herstellerwertung. Das spricht für die insgesamt breit aufgestellte Qualität des Porsche-Teams.

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