Bamber: «Architektur unseres Autos passt zum COTA»

Der Cadillac V-Series.R überholt eine Corvette
Die Sommerpause der FIA WEC nähert sich dem Ende. Vom 5. bis 7. September steht das sechste Rennwochenende der Saison 2025 auf der Agenda. Schauplatz ist der sogenannte «Circuit of the Americas» in Austin/Texas. Das bedeutet natürlich Heimspiel für Cadillac. Zwei V-Series.R treten an. In der Startnummer #12 sitzen Alex Lynn, Norman Nato und Will Stevens. Das Schwesterauto mit der #38 teilen sich Earl Bamber, Sébastien Bourdais und Jenson Button. Cadillac reist mit ordentlich Rückenwind an. Zuletzt in Interlagos gab es einen Doppelsieg.
«Wir haben dort alles sehr gut umgesetzt. Jeder hat verstanden, was er in jedem Stint tun muss, um das maximale Ergebnis zu erzielen. Und wir hatten ein wirklich schnelles Auto, was es auch einfacher machte. Der Cadillac war dort also gut. Hoffentlich ist er auf dem COTA genauso schnell», blickt Bamber auf zurück.
Die Strecke in Austin hat ein recht spezielles Layout. Grundsätzlich gibt es auch diverse Arten von Kurven - sprich enge, mittelschnelle und schnelle Ecken, die viel aerodynamischen Abtrieb benötigen. «Die Architektur unseres Autos mit seinem Abtrieb passt perfekt zum COTA. Wir haben einen Großteil der Entwicklung in Amerika durchgeführt. Zudem ist das Auto auch in Stop-and-Go-Kurven sehr gut», erklärt Bamber.
Voraussichtlich wird es im Rennen in Austin wieder recht eng zugehen - für den Sieg in der WEC kommen stets mehrere Marken in Frage. Das verspricht einiges an Rennspannung. «Ich habe neulich gelesen, dass Toyota, Ferrari, Porsche und jetzt auch wir die einzigen sind, die in der modernen Ära Rennen gewonnen haben. Sicherlich werden auch in COTA einige andere näher an die Spitze herankommen, doch ich denke, es werden die üblichen Verdächtigen sein», so Bamber zur Favoritenrolle für das Rennen in Austin.
Seit 2025 werden die beiden Cadillac in der WEC vom britischen Jota Team eingesetzt. Der Rennstall bot zuvor den Porsche 963 in der WEC auf. «Sie blicken auf eine sehr, sehr lange WEC-Geschichte zurück - nicht nur mit dem Porsche, sondern auch mit dem Oreca in der LMP2», so Bamber. «Ich erinnere mich an Le Mans 2017, als die anderen ausfielen und wir zurückkamen. Wir fuhren gegen Jota um den Sieg. Ich denke also, es liegt nicht nur an diesem einen Jahr mit dem Porsche. Ich denke, es ist auch ihr Wissen darüber, wie man in der WEC gewinnt, was das gesamte Programm wirklich vorangebracht hat. Sie kennen die Meisterschaft gut. Sie kennen die Regeln gut. Und sie kennen die Mentalität und die Arbeitsmoral, die man braucht, um in der Langstrecken-Weltmeisterschaft zu gewinnen.»