6h Nürburgring: Weitere Infos zum Lauf der FIA WEC

Von Oliver Müller
FIA WEC
Sieger am Nürburgring 2015: Mark Webber (li.) und Timo Bernhard gewannen zusammen mit Brendon Hartley im Porsche 919 Hybrid

Sieger am Nürburgring 2015: Mark Webber (li.) und Timo Bernhard gewannen zusammen mit Brendon Hartley im Porsche 919 Hybrid

Die Sportwagen-WM (FIA WEC) gibt am Wochenende ihr einziges Gastspiel in Deutschland. SPEEDWEEK.com blickt auf das Event voraus: Das sind die wichtigsten Daten und Fakten zum Rennen am Nürburgring.

An diesem Wochenende gastiert die Sportwagen-WM (FIA WEC) auf dem Nürburgring. Nach den Läufen in Silverstone, Spa-Francorchamps und Le Mans ist es der vierte Meisterschaftslauf des Jahres 2016. Nach dem Rennen in der Eifel verlässt die FIA WEC dann Europa und geht mit Rennen in Mexiko, den USA, Japan, China und Barhain auf grosse Welttournee. Es ist das zweite Gastspiel der FIA WEC am Nürburgring. Im letzten Jahr kamen über das Wochenende 62000 Zuschauer.

Streckenvariante
Gefahren wird auf dem GP-Kurs des Nürburgrings; und zwar (im Gegensatz zum Vorjahr) auf der 5,148 Kilometer langen Strecke – also mit der langsameren Variante der Veedol-Schikane. Das bedeutet: Die Top-Speeds der LMP1-Renner liegen bei über 275 km/h (vor der Schikane).

Reifen
Im Gegensatz zum Vorjahr (als der Nürburgring neu im Kalender der FIA WEC war) dürfen die LMP1-Fahrzeuge 2016 nur sechs Reifensätze in Qualifying und Rennen benutzen (plus zwei zusätzliche Pneus bei Bedarf). Folge: Es kann nicht bei jedem Boxenstopp ein Reifenwechsel vorgenommen werden.

Equivalence of Technology
In der LMP1-Klasse der FIA WEC gibt es keine «Balance of Performance». Jedoch wird die Weiterentwicklung der unterschiedlichen Technologien von Otto- und Dieselmotoren permanent kontrolliert. Nach dem Saisonhighlight in Le Mans werden stets neue Daten veröffentlicht. Diese haben dann für ein Jahr Bestand - also inklusive Le Mans 2017.
Änderungen in diesen Sommer: Audi bekam einen etwas grösseren Tank zugesprochen (jetzt: 50,1 Liter) und etwas mehr Diesel pro Runde. Gleichzeitig wurde der momentane, maximale Diesel-Durchfluss leicht reduziert. Bei den Werks-Benzinern (Toyota und Porsche) gab es keine Änderungen.

Zeitplan
Freitag, 22. Juli
12:00 – 13:30 Freies Training
16:30 – 18:00 Freies Training

Samstag, 23. Juli
09:15 – 10:15 Freies Training
14:15 – 14:35 Qualifying GTE
14:45 – 15:05 Qualifying LMP

Sonntag, 24. Juli
13:00 – 19:00 Rennen

Bisherige Sieger der Saison 2016
Wie gesagt, das Rennen am Nürburgring ist der vierte von neun Läufen der FIA-WEC-Saison 2016. In Silverstone gewannen nach Wertungsausschluss von Marcel Fässler/André Lotterer/Benoît Tréluyer (Audi) die Porsche-Piloten Romain Dumas, Neel Jani und Marc Lieb. In Spa-Francorchamps schaffte das Audi-Trio Lucas di Grassi, Loïc Duval und Oliver Jarvis den Sieg. Und nach dem Toyota-Drama von Le Mans waren dort erneut die Porsche-Fahrer Romain Dumas, Neel Jani und Marc Lieb erfolgreich.

Tabellenstand Fahrer
Jani/Lieb/Dumas 94 Punkte
di Grassi/Duval/Jarvis 55 Punkte
Sarrazin/Conway/Kobayashi 54 Punkte
Fässler/Lotterer/Tréluyer 35 Punkte

Tabellenstand Hersteller
Porsche 127 Punkte
Audi 95 Punkte
Toyota 79 Punkte

Nach einem Unfall Benoît Tréluyers mit dem Mountainbike bestreiten Marcel Fässler/André Lotterer das Rennen in der Eifel zu zweit.

Historie
Das erste 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring fand 1953 statt. Gewonnen haben Alberto Ascari/Giuseppe Farina im Ferrari
Der letzte Lauf der alten Sportwagen-WM auf dem Nürburgring war 1991. Sieger damals: David Brabham/Derek Warwick im Jaguar.
Die American Le Mans Seires (als ELMS) gastierte 2000 auf dem Ring. Jan Magnussen/David Brabham gewannen im Panoz im dichten Regen gegen die Werkswagen von Audi und BMW.
Die Le Mans Series fuhr zwischen 2004 und 2009 in der Eifel. Sieger waren: Audi (2004); Zytek (2005); Pescarolo (2006); Peugeot (2007,2008) und Aston Martin (2009).
Im letzten Jahr siegten Timo Bernhard, Mark Webber und Brendon Hartley im Porsche 919 Hybrid.

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