Bezzecchi (Aprilia) trotzte den Naturgewalten: Fabelrunde nach Planänderung
Es läuft alles nach Plan für Marco Bezzecchi und Aprilia: «Bezz» diktierte den ersten Trainingstag der neuen Rennsaison und setzte dem Zeittraining mit einem neuen Buriram-Rekord die Krone auf.
Die Vorstellung von Marco Bezzecchi am ersten offiziellen Fahrtag zur Rennsaison 2026 war in jeder Hinsicht beeindruckend. Bereits im ersten freien Training war der Italiener sofort bei der Sache. Der Pilot aus Rimini ließ der Testbestzeit von vor einer Woche gleich die nächste Bestmarke folgen. Bezzecchi fuhr gut ein Zehntel als Ducati-Pilot Fabio Di Giannantonio.
Noch präsenter war die Nummer 72 dann im entscheidenden Zeittraining. Mit der ersten fliegenden Runde übernahm «Bezz» wieder Platz 1 und ließ sich auch vom aufkommenden Schlechtwetter nicht aus der Ruhe bringen. Die Zwischenbestzeit von Fabio Di Giannantonio konterte Bezzecchi mit einem Statement. Im Finale der Session, bei der unentwegt einzelne Miniregenschauer durchzogen und Trackhouse-Pilot Ogura zu Boden schickten, hämmerte der WM-Dritte mit seiner 1:28,526 min eine neue Buriram-Referenzzeit in den heißen Asphalt. Weltmeister Marc Márquez, der sich noch auf Rang 2 steigerte, verlor über 0,4 sec auf Bezzecchi.
Cool, aber alles andere als überheblich dann auch der Auftritt des Spitzenreiters im Pressezentrum. «Ein richtiger Freitag. Wir haben es geschafft, den Speed des Tests mitzunehmen in den Auftakt. Um ehrlich zu sein, war ich etwas enttäuscht von meinem Tempo am Vormittag, insbesondere was mein Gefühl mit den weichen Reifen anging. Später ging es besser – trotz der schwierigen Bedingungen. Es war etwas kompliziert, den richtigen Zeitpunkt zu treffen. Wir hatten einen anderen Plan vom Ablauf. Das Team musste auf die Bedingungen reagieren und hat den Einsatz umgeplant.»
Besonders herausfordernd war dabei ein natürliches Hindernis, wie der 27-Jährige berichtete: „Der Wind war außergewöhnlich. Es war zwar nicht kritisch, aber eine Zeit lang hat er verhindert, dass die Zeiten besser wurden. Aber – das hat ja alle betroffen.«
Fraglos profitiert der blendend aufgelegte Italiener von der Leistungsfähigkeit der 2026er-Aprilia. Das Potenzial der jüngsten Ausbaustufe dokumentierten auch die anderen RS-GP-Athleten Jorge Martin (5.) und Ai Ogura (9.). Damit fanden drei Aprilia den Weg ins Q2, was besonders bemerkenswert ist anhand der Tatsache, dass nie zuvor ein Bike aus Noale in Thailand einen Podestplatz erreichen konnte.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach