Gérard Neveu: «Saisonwechsel wird schwierig»

Von Gerhard Kuntschik
FIA WEC
Gérard Neveu

Gérard Neveu

SPEEDWEEK.com sprach im Rahmen der FIA WEC am Nürburgring mit WM-Promotor Gérard Neveu. Dabei ging es vor allem um den zukünftigen Kalender und potentielle Verbesserungen an der Sportwagen-WM.

Im World Endurance Championship (WEC) ist ein Wechsel vom Kalenderjahr zu einer Wintersaison nicht vom Tisch, birgt aber Hindernisse. Im Gespräch mit SPEEDWEEK.com sagt WM-Promotor Gérard Neveu zur Möglichkeit, im September zu beginnen und Le Mans als Höhepunkt und Finale zu haben: «Wir müssen das pragmatisch angehen und sicher sein, dass die Änderung funktionieren würde. Wir bräuchten dann Rennstrecken für den Winter, und die haben wir im Moment nicht – denn die Kurse, auf denen wir jetzt fahren, bleiben in absehbarer Zeit unverändert im Kalender. Dann wäre zu klären, ist die Saison vor dem Wechsel eine halbe oder eineinhalb? Das Thema wird sicher genau überlegt, aber wir haben im Moment eine WM, die sehr gut funktioniert. Und mit den Änderungen im Technik-Reglement 2017 bei den GTE-Wagen und 2018 bei den Prototypen wäre der Wechsel des Saisonrhythmus zu viel.»

Wo Neveu für das WEC Verbesserungpotenzial sieht, sagt er auch deutlich: «Bei TV-Präsenz und Marketing, um noch mehr Zuschauer anzuziehen.»

Den Besuch von BMW-Motorsportchef Jens Marquardt auf dem Nürburgring spielt Neveu herunter: «Er ist ein guter Freund von uns. Aber ich will Gerüchte nicht kommentieren. Mit neuen Partnern diskutieren wir zuerst, ehe wir nach aussen kommunizieren.» Doch auch der 51-Jährige wähnt hinter vorgehaltener Hand einen BMW-Einstieg ins WEC 2018 mit einem GT-Auto für möglich: «Die GTE-Klasse ist derzeit besser als je zuvor, da würde es mich nicht wundern, wenn sich neue Hersteller dafür interessieren.»
Und was das leidige Thema Terminkollision von Le Mans mit der Formel 1 betrifft, gibt sich der Franzose aus St. Nazaire – der als Teenager als Streckenposten in Le Castellet im Einsatz war – betont diplomatisch: «Ich will da keine Polemik anbringen. Eine faire Lösung sollte sein, dass sich Top-Events nicht konkurrenzieren. Aber Le Mans war heuer trotz der F1-Kollision ein voller Erfolg. Den Nachteil der Terminüberschneidung hatten einige Fahrer und die Medien.»

Der Kalender 2017 werde sich vom heurigen nicht unterscheiden, deutet Neveu an: «Es wird bei neun Rennen bleiben.» Ob der Red Bull Ring nach den erfolgreichen Gastspielen der ELMS in WEC-Status angehoben werde, sieht Neveu so: «Wir bräuchten die längere Streckenversion mit der alten Westspange. Dann könnte man darüber nachdenken. Aber gegenwärtig sind die vier Europa-Rennen fix und das Maximum. Wir müssen auch die ökonomische Situation (der Teams) bedenken. Die ELMS wird in Spielberg bleiben, 15.000 Zuschauer vor einer Woche waren sehr zufriedenstellend. Und die Infrastruktur ist Klasse.»

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