Happy Birthday: Weltmeister Mark Webber wird heute 40

Von Oliver Müller
FIA WEC
Mark Webber 1998 vor dem Mercedes CLM LM

Mark Webber 1998 vor dem Mercedes CLM LM

Porsche-Werksfahrer Mark Webber komplettiert heute die ersten vier Jahrzehnte seines Lebens. Über seine motorsportliche Karriere könnten etliche Bücher gefüllt werden. SPEEDWEEK.com blickt auf seine Sportwagen-Zeit.

Im Paddock der Sportwagen-WM (FIA WEC) ist er DER grosse Anziehungspunkt. Sucht man dort nach Mark Webber, muss lediglich geschaut werden, wo sich die grösste Menschentraube befindet. Denn genau in Mitten derer wird sich Australier mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit auch aufhalten. Ein Foto hier, ein Autogramm da – mit seinem markanten Lächeln erfüllt Webber die wünsche der Fans. Er ist beliebt und kommt an. Ein Glücksfall für die WM. Und kaum zu glauben: Heute wird der amtierende Sportwagen-Weltmeister 40 Jahre alt.

Rennfahrer Webber kam bereits mit 19 Jahren nach Europa. Nach einem Jahr in der britischen Formel Ford (1996 – auch Sieger des prestigeträchtigen Festivals in Brands Hatch) und der britischen Formel 3 (1997) ging er für die Saison 1998 zu den Sportwagen. Er wurde auserwählt, um im Mercedes CLK GTR (ab Saisonmitte CLK LM) an der Seite von Nr.1-Pilot Bernd Schneider in der FIA GT zu fahren.
Die Kombination wurde zum Erfolg – und eigentlich hätte es bereits damals schon zum Sportwagen-Meistertitel reichen können. Webber/Schneider pilotierten mit Abstand das beste Auto (Hauptkonkurrent war seinerzeit übrigens sein aktueller Arbeitgeber Porsche) und hatte auch die Teamkollegen Klaus Ludwig/Ricardo Zonta von der Pace her absolut im Griff. Doch durch Rennpech und technische Problemchen gingen immer wieder Meisterschaftspunkte flöten, sodass letztendlich Ludwig/Zonta den Titel holten.

In jenem Jahr bestritt Mark Webber auch zum ersten Mal die 24 Stunden von Le Mans – oder besser gesagt die Trainingsläufe dafür. Denn schon früh im Rennen musste Startfahrer Bernd Schneider den CLK LM mit Problemen am Antrieb parken.

Da die FIA-GT-Serie 1999 nicht mehr für die schnellen GT1-Wagen ausgeschrieben wurde (und eine entsprechende Prototypen-Meisterschaft nicht zustande kam) belief sich Webbers Sportwagen-Karriere in diesem Jahr lediglich auf den Auftritt beim Klassiker an der französischen Sarthe. Doch auch 1999 konnte er dort keinen Rennkilometer fahren. Der nagelneue Mercedes CLR zeigte sich im Frontbereich sehr instabil, sodass Webber sowohl im Training als auch im Warm-Up spektakulärer abhob. Sein Wagen (Startnummer 4) wurde als Folge für das Rennen zurückgezogen.

Nach einer Zeit im Formelsport (Formel 3000 in den Jahren 2000/2001 und Formel 1 2002 bis 2013) wechselte Webber 2014 zurück zu den Sportwagen. Dort fährt er in der FIA WEC einen Porsche 919 Hybrid an der Seite von Brendon Hartley und Timo Bernhard. Und endlich kam er zu seinen ersten Rennkilometern in Le Mans. Lange Zeit kämpfte das Trio sogar mit um den Sieg, fiel jedoch mit einer defekten Ölpumpe in der 22. Stunde aus. Beim letzten WM-Lauf des Jahres im Sao Paulo hatte er dann einen heftigen Unfall – überstand diesen aber glücklicherweise ohne grosse Blessuren.

2015 holten sich Webber/Bernhard/Hartley dann den Fahrer-WM-Titel in der FIA WEC. Basis dafür waren vier Rennsiege in Folge (Nürburgring, Austin, Fuji, Shanghai). Beim letzten Lauf im Bahrain reichte somit ein fünfter Platz (über das dortige Drama mit dem Motor-Aktuator könnte man ein eigenes Buch schreiben) für den Triumph in der Gesamtwertung.

Nach einigen Ausfällen haben Webber/Bernhard/Hartley 2016 keine Chancen mehr auf die Titelverteidigung – sondern können nur noch auf Einzelsiege setzen. Was zuletzt beim 6-Stunden Rennen am Nürburgring auch gelang.

Mit seiner langjährigen Freundin Ann lebt Mark Webber aktuell in England. SPEEDWEEK.com gratuliert herzlich zum runden Wiegenfest.

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