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Neue F1-Motoren: Helmut Marko will mehr Lärm & Power

Von Gerhard Kuntschik
Helmut Markos Wunsch für die neue Motoren-Generation: «Laut und viele PS»

Helmut Markos Wunsch für die neue Motoren-Generation: «Laut und viele PS»

Red Bull-Motorsportberater Helmut Marko bewertet den Saisonauftakt von Red Bull Racing und Toro Rosso und verrät auch, wie die nächste Generation von Formel-1-Motoren seiner Ansicht nach aussehen soll.

Natürlich war Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko schon zufriedener. Verärgert war er aber nach dem Auftakt in Melbourne nicht. «Es zeigte sich, dass wir im Rennen näher dran sind als in der Qualifikation. Mit vollem Tank im ersten Stint waren wir noch zu langsam, danach aber wurde es besser. Wir müssen die Schwächen am Auto erkennen und schnell ausmerzen.»

Allerdings, meinte der Grazer, hätten die Erkenntnisse von Melbourne schon wesentlich geholfen, «die optimale Abstimmung ist aber dennoch weiter schwierig.» Wie Mercedes-Sportchef Toto Wolff befand auch Marko: «Die Reifen arbeiten nur in einem ganz schmalen Fenster optimal.»

Dass die Probleme mit den Getriebesensoren, die Daniel Ricciardo auf dem Weg in die Startaufstellung stoppten, mit dem Wechsel nach dem Samstag-Ausrutscher zu tun gehabt hätten, entschuldigte der Grazer: „Die Mechaniker arbeiteten ohne Unterbrechung. Da kann einmal ein Fehler passieren.“

Dass die Motor-Updates von Renault nun erst in Montréal statt wie bisher angekündigt in Barcelona kommen werden, kann Marko natürlich nicht gutheißen, muss aber damit leben.

Mehr Positives gab es durch Toro Rosso, beide Fahrer erreichten wie im Qualifying die Top Ten und holten wichtige Punkte. Lob gab es für den Einsatz von Daniil Kvyat, der ohne den zusätzlichen Stopp im Finish (Luftzufuhr für den Motor) noch besser hätte abschneiden können.

Was das Meeting der Teams und Motorenhersteller mit der FIA am nächsten Freitag bezüglich Antriebsreglement ab 2021 betrifft, hat Marko präzise Wünsche: «Für Kundenteams maximal zehn Millionen Euro Kosten, maximal ein Einheits-KERS, nicht mehr zwei E-Motoren, laut und viele PS. Und keine Komplexität, die pro Motor zehn Techniker im Hintergrund verlangt.» Na, da wird FIA-Präsident Jean Todt begeistert sein.

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