Max Verstappen: Kein Wettstreit mehr mit Papa Jos

Von Otto Zuber
Max Verstappen spricht über den Saisonauftakt in Melbourne, die Vorteile von China und sein neues GP-Auto. Er erzählt auch von seinem Wettstreit mit Papa Jos, der ihm schliesslich das Formel-1-Cockpit bescherte.

Nur wenige Tage nach dem Formel-1-Saisonauftakt in Melbourne reiste Max Verstappen nach Graz, um sich gemeinsam mit Red Bull-Motorsportberater Dr. Helmut Marko den Fragen der österreichischen Journalisten zu stellen. Dabei kam die Rede natürlich auch auf den Saisonauftakt in Melbourne, bei dem der Red Bull Racing-Star als erster Verfolger der Ferrari- und Mercedes-Piloten den fünften Platz gesichert hatte.

Der Teenager gestand: «In Australien ist das Überholen schwierig, in China sollte das mit den langen Geraden sehr viel besser klappen. Und in diesem Jahr ist unser Auto in diesem Bereich auch effizient.» Sobald der ehrgeizige Niederländer auf seinen RB13 zu sprechen kam, geriet er ins Schwärmen: «Das neue Auto macht definitiv mehr Spass als das Vorjahres-Modell. Man hat spürbar mehr Speed in den Kurven.»

Und auch die obligate Frage nach dem Familien-internen Vergleich mit Papa Jos, der selbst einst als GP-Pilot unterwegs war, durfte nicht fehlen. Der 19-jährige Niederländer winkt ab: «In der Formel 1 haben wir das nicht, aber früher in der Formel 3 war das schon noch so. 2014 sagte er mir etwa, dass er am Norisring gleich zwei Rennen an einem Wochenende gewonnen hat. Bei uns waren es drei Rennen, die stattgefunden haben, und ich habe sie alle für mich entschieden, sodass ich ihn übertrumpfen konnte.»

«Zum Glück habe ich mir diese Rennen im Fernsehen angeschaut», meldete sich Dr. Helmut Marko zu Wort. Der Red Bull-Motorsportberater, der mit dem Formel-1-Star mitgekommen war, um die Werbetrommel für den diesjährigen Österreich-GP (7. bis 9. Juli) zu rühren, erzählte: «Wir führten zu diesem Zeitpunkt bereits intensive Gespräche, aber da ging es nur um eine Aufnahme ins Junior-Programm. Als ich die Rennen gesehen habe, rief ich den Verstappen-Papa an und sagte: Das ist alles hinfällig, wir machen Formel 1.»

«Dann war Pause, eine lange Pause», erinnerte sich der Grazer schmunzelnd. «Ich fragte ihn dann: Bist du noch da? Und er meinte nur : Ja. Aber er hat immer noch nichts gesagt. In der gleichen Woche, Mittwoch oder Donnerstag muss es gewesen sein, war Max dann schon in Graz, und er war Gott sei Dank reaktionsschneller und auch entscheidungsfreudiger. Von da an ging es in die richtige Richtung.»

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