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Ferrari-Ass Kimi Räikkönen: Trotz Turbo-Ärger besser?

Ferrari-Star Kimi Räikkönen kam im ersten Training zum Bahrain-GP wegen eines Turbo-Schadens nur sechs Runden weit. Dennoch rechnen die Experten damit, dass der Finne in der Wüste stärker als bisher sein wird.

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Für Kimi Räikkönen war das erste freie Training auf dem Bahrain International Circuit bereits nach sechs Runden gelaufen. Knapp 40 Minuten nach Beginn der ersten Session war der Weltmeister von 2007 mit rauchendem Ferrari-Heck unterwegs. Sein Renningenieur Dave Greenwood wies ihn an, im Schleichgang die Box anzusteuern. Doch so weit kam der Iceman gar nicht, er musste seinen Dienstwagen gleich nach der 13. Kurve am Streckenrand abstellen.

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Die Fehler-Analyse in der Ferrari-Box ergab wenige Zeit später, dass ein Turbo-Defekt den ungewollten Stopp verursacht hatte. Doch trotz des Zeitverlusts, den Kimi hinnehmen musste, gehen die Formel-1-Experten im Fahrerlager von Bahrain davon aus, dass der 37-Jährige im Flutlicht-Rennen in der Wüste einen stärkeren Eindruck als in den ersten beiden Rennen hinterlassen wird.

Der frühere Williams-Technikchef und heutige Sky Sports F1-Experte Pat Symonds erklärte etwa: "Diese Strecke passt zu Kimi. Ich erwarte also, dass wir dieses Wochenende etwas mehr von ihm sehen werden, auch wenn er jetzt eine etwas unglückliche erste Session erlebt hat. Aber das wird ihn nicht zu weit zurückwerfen, denn er kennt diese Strecke gut und im zweiten Training werden wir auch sehr viel normalere Bedingungen erleben."

Genau deshalb sei der Zeitverlust des 20-fachen GP-Siegers auch zu verschmerzen, betont der Brite: "Das ist wohl das unwichtigste Training des ganzen Jahres, denn di Temperaturen sind wirklich hoch. Man sieht, dass die Jungs hier auch die mittelharten Reifen hatten aufziehen lassen, die sie, wie ich denke, nicht im Rennen einsetzen werden."

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"Ich glaube, das erste Training wurde genutzt, um einige Referenzpunkte für den Test von nächster Woche zu sammeln, denn dann werden die Fahrer wieder bei ähnlich heissen Temperaturen unterwegs sein. Aber es war sicher keine grosse Hilfe, das Auto, das Set-up oder die Reifen zu verstehen", fügt der 63-jährige Ingenieur an.

Symonds weiss: "Das Problem zu beheben, wird sicher eine Herausforderung für die Ferrari-Mechaniker, denn diese Antriebseinheiten sind sehr integrierte Systeme. Das ist alles ganz eng verpackt in diesen Autos. Natürlich können sie theoretisch den Turbo auswechseln, denn sie dürfen insgesamt sechs in diesem Jahr brauchen. Aber ich denke, sie werden das nicht machen. Ich vermute vielmehr, dass sie einen neuen Motor einsetzen müssen."

Auch der frühere GP-Pilot Martin Brundle ist sich sicher, dass in Bahrain mit Kimi zu rechnen ist. Der 75-jährige Brite erklärt: "Diese Strecke liegt ihm, er stand hier bereits acht Mal auf dem Podest – das passiert natürlich nicht aus purem Glück. Im Gegensatz zu Melbourne und China werden auf dieser Strecke vor allem die Hinterreifen belastet, und das passt zu Kimis Vorlieben."

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