Tim Gajser (Yamaha) vor Saisonstart: «Keine zu hohen Erwartungen»
Am kommenden Wochenende beginnt in Bariloche (Argentinien) die Motocross-WM 2026. Yamaha-Werksfahrer Tim Gajser fühlt sich gut vorbereitet, stapelt aber angesichts der kurzen Vorbereitungszeit tief.
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Die Strecke in Bariloche ist mitten in die Landschaft gefräst. Sie hat eine Länge von 1.800 Metern und verfügt über 11 Links- und 10 Rechtskurven. Der Untergrund ist ein sandig-erdiger Steppenboden. Im Hintergrund der Strecke erheben sich die Bergzüge der Anden. Der Retortenkurs ist für alle WM-Protagonisten neu.
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Vom Frühling direkt in den Herbst Der Wechsel von der Nord- auf die Südhalbkugel ist auch mit einem schlagartigen Wechsel der Jahreszeiten verbunden. Während in Europa gerade der Frühling beginnt, endet in Patagonien der Sommer in Richtung Herbst. Neben der Zeitumstellung von 4 Stunden stellt die klimatische Umstellung eine weitere Herausforderung für die Protagonisten dar. Neuer Kurs auf Steppenboden «Ich weiß nicht genau, was ich von dem Track halten soll», erklärte Yamaha-Werksfahrer Tim Gajser. «Was ich aber bisher in den sozialen Medien gesehen habe, sieht sehr vielversprechend aus: Die Strecke scheint schnell zu sein mit großen Sprüngen.»
«Ich weiß nicht genau, was ich von dem Track erwarten kann.»Tim Gajser
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Nach Teamwechsel kurze Vorbereitungszeit Neues Team, neues Bike: Tim Gajser hatte wie Jeffrey Herlings nur zwei Monate Vorbereitungszeit. Bei den Vorsaisonrennen konnte man bei ihm und auch bei Herlings einen klaren Aufwärtstrend erkennen. Während Gajser in Alghero auf Sardinien nicht mit Red Bull KTM-Werksfahrer Lucas Coenen mithalten konnte, dominierte der Slowene in Mantua das Feld klar. Dort allerdings stand Coenen nicht am Start. Ähnlich ist die Situation für Jeffrey Herlings: Nach Problemen beim Vorsaisonrennen in Mantua konnte er erst am letzten Wochenende im Sand von Lierop sein wahres Potenzial aufzeigen. Dort allerdings waren weder Coenen noch Gajser am Start. Die Karten werden also erst am kommenden Wochenende wirklich aufgedeckt.
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Es gibt zu viele Unbekannte «Natürlich möchte ich es so gut wie möglich machen», sagt Gajser. «Ich muss aber realistisch bleiben. Mein Ziel für den ersten GP ist es, so viel wie möglich zu lernen. Alle starten hungrig ins Jahr. Ich bin in einem neuen Team und auf einem neuen Motorrad unterwegs, also gibt es einige Unbekannte. Ich denke, dass es ein Lern-Wochenende werden wird. Körperlich fühle ich mich wirklich gut und ich weiß, wozu ich fähig bin. Wenn ich mein Potenzial nutzen kann, werde ich vorn mit dabei sein können.»
Gute Erinnerungen an Argentinien «Ich habe viele gute Erinnerungen an Argentinien und hier auch schon einige Grands Prix gewonnen», erklärt der Slowene. «Das Publikum und die Fans waren hier immer phänomenal. Ich gehe davon aus, dass es dieses Jahr genauso sein wird und freue mich schon sehr darauf.»
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