Sebastian Vettel (Ferrari): Neuer Motor für die Quali

Von Mathias Brunner
Formel 1
Sebastian Vettel

Sebastian Vettel

​Kurz vor Schluss des dritten freien Trainings zum Spanien-GP blieb der Ferrari von Sebastian Vettel stehen. Nun geben die Italiener zu: Am Wagen des Deutschen «müssen gewisse Teile ausgetauscht werden».

Es war fast eine Fotokopie vom Freitag: Da spürte Ferrari-Star Sebastian Vettel, dass seine Gina im wohlgeformten Heckbereich ein wenig nervös wurde. Der Heppenheimer glaubte zunächst an einen Getriebeschaden und war klug genug, den Wagen ausgangs Boxengasse abzustellen – von dort schoben ihn die flinken Streckenposten rückwärts in die Gasse zurück, dort übernahmen die Ferrari-Mechaniker den waidwunden Wagen.

Später stellte sich heraus: Eine Radmutter war defekt und hatte das Rad beschädig, daher die seltsamen Vibrationen, die Vettel für einen Getriebedefekt gehalten hatte.

Im dritten freien Training zum Spanien-GP nun blieb die gute Gina ausgangs Boxengasse erneut stehen, angeblich wegen eines Problems mit der Datenaufzeichnung. Der vierfache Formel-1-Champion beendete sein Training vorzeitig – nachdem er die zweitschnellste Zeit hinter seinem Stallgefährten Kimi Räikkönen erreicht hatte.

Ferrari bestätigt über Twitter: «Keine echten Motorprobleme, aber aus Sicherheitsgründen wechseln wir einige Teile.»

Seither wird in der Ferrari-Box fieberhaft gearbeitet, um Gina fürs Qualifying flott zu machen.

Was Ferrari nicht sagt: Die FIA hat bestätigt, dass Vettel vor dem dritten Training einen neuen Verbrennungsmotor erhalten hat (den zweiten 2017). Wegen eines Wasserlecks im dritten Training muss jedoch erneut gewechselt werden – auf den dritten Motor.

Kimi Räikkönen hat mit Bestzeit im dritten freien Training angedeutet: Mit ihm wird im Abschlusstraining zu rechnen sein. Zur Erinnerung: Der finnische Formel-1-Champion von 2007 stand letztmals in Magny-Cours (Frankreich) 2008 auf Pole, das liegt nicht nur etwas weniger als neun Jahre zurück, sondern 128 GP-Abschlusstrainings!

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