Horner: Sebastian Vettel hatte einen Tourette-Anfall

Von Andreas Reiners
Formel 1
Christian Horner

Christian Horner

Christian Horner kennt Sebastian Vettel aus dem Effeff. Mit dem Deutschen gewann er als Teamchef bei Red Bull Racing vier WM-Titel, ging mit ihm durch Höhen, aber auch Tiefen.

Vor allem dann, wenn Vettel mit seinem Teamkollegen Mark Webber aneinandergeriet. «Multi 21» ist da ein Stichwort, das einem sofort in den Sinn kommt. Vettel hatte in Malaysia 2013 die Teamorder missachtet, Webber überraschend und eigenmächtig überholt und später sogar per Anwalt gedroht.

Was sagt Horner zu Vettels Rambo-Aktion gegen Lewis Hamilton? «Seb hat gedacht, dass Lewis gebremst hat. Es sah so aus, als hätte er plötzlich einen Tourette-Anfall gehabt», scherzte Horner über seinen früheren Schützling: «Die Strafe anschließend war unvermeidlich.»

Dass Vettel Rot sah, ist unbestritten. Hamilton kritisierte seinen WM-Rivalen daraufhin harsch: «Was passiert ist, das finde ich einfach respektlos. So eine Reaktion darf es auf einer Rennstrecke nicht geben. Denkt an die ganzen Kids, die einen mehrfachen Weltmeister im Fernsehen erleben und dann das hier serviert bekommen. Das siehst du vielleicht auf einer Kartstrecke. Aber doch nicht bei einem Grand Prix! So fährt man nicht Formel 1. So löst man auf der Rennstrecke keine Konflikte.»

Horner: «Man kann nicht verhindern, dass die Emotionen im WM-Kampf hoch sind. Dieses Event zementiert die Rivalität zwischen den beiden Champions für den Rest der Saison und wird die Intensität erhöhen. Das wird ein großartiger WM-Kampf.»

Allerdings einer, bei dem sein Team nur Zuschauer ist, trotz des Sieges von Daniel Ricciardo. «Wir können aber um Rennsiege kämpfen, wir bekommen immer mehr Vertrauen in das Auto. Aus Chassis-Sicht sehen wir gut aus. Das Auto verhält sich immer näher an den Erwartungen und die Entwicklung läuft gut», sagte Horner.

Alles gut also? Nein, denn Max Verstappen fiel in Runde 13 mit einem Motorschaden aus. Nur wenige zweifeln daran, dass es der Niederländer mindestens auf das Podium geschafft hätte, bei dem ganzen Chaos vielleicht sogar gewonnen hätte. Was die Ursache dafür war? Unklar. «Renault muss nun die richtige Analyse machen und herausfinden, was die Ursache war», forderte Horner.

Er selbst wird sich nun um den wieder mal frustrierten Verstappen kümmern. Denn während Ricciardo derzeit das Maximum herausholt, läuft für Verstappen so ziemlich alles schief. «Er ist sehr frustriert. Aber das wird sich drehen. Er fährt so gut und wird stärker und stärker. Ein gutes Resultat ist nicht mehr weit weg. Er wird daran wachsen», glaubt Horner.

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