Am Donnerstag mussten Vertreter der Scuderia Toro Rosso zu den Regelhütern: FIA-Technikpolizist Jo Bauer hatte eine Radbefestigung am italienischen Rennwagen von Carlos Sainz bemängelt.
Am vergangenen Wochenende fand in Kuala Lumpur das große MotoGP-Saisonstartevent statt. SPEEDWEEK.com-Autor Adam Wheeler mit einer Bewertung der visuell opulenten Eröffnungsveranstaltung.
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Vertreter der Scuderia Toro Rosso sind am Donnerstagnachmittag in Silverstone zur Rennleitung zitiert worden. Sie mussten den Regelhütern erklären, warum eine beschädigte Radbefestigung nicht repariert worden ist, obschon FIA-Vertreter auf den Schaden aufmerksam gemacht hatten. Es gilt als Verletzung des Reglements nach Art. 3.3 des Sportgesetzes, ein "unsicheres Fahrzeug" zu einer Rennveranstaltung zu bringen. Und genau das hatte der deutsche FIA-Technikpolizist Jo Bauer moniert.
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Das Vorgehen der FIA verblüffte: Noch nie wurde in einem technischen Bericht von Jo Bauer ein Foto gezeigt. Darauf zu sehen, wie einige Fasern der Radseile zusammengeknotet enden. Im Rahmen der technischen Abnahme ist am Fahrzeug mit Nummer 55 ein beschädigtes Radseil festgestellt worden. Die Kommissare haben daraufhin auf diesen Missstand aufmerksam gemacht und haben Toro Rosso gebeten, das Radseil zu ersetzen. Das Team hat sich geweigert, das zu machen. So hat Jo Bauer das betreffende Teil selber angschaut und erkannt, dass das Radseil beschädigt und die Fasern am Ende schlicht zusammengeknotet wurden. Für den Deutschen entsprach das einer möglichen Verletzung von Artikel 3.3 des Sportgesetzes – dies schreibt vor, dass der Wagen eines Teams zu jeder Zeit dem Reglement entsprechen muss. Bauer jedoch fand: Ein Auto in diesem Zustand zur Kontrolle zu bringen, das entspricht dem Sachverhalt eines "unsicheren Fahrzeugs".
Aber Carlos Sainz ging ganz normal ins erste Training. Toro Rosso konnte der FIA darlegen, dass die Zylon-Radseile vom italienischen Lieferanten so geliefert worden sind. Damit war Toro Rosso vom Haken.
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Im Jahr 2000 wurden Radseile in der Formel 1 zur Pflicht – sie verhindern in 95 Prozent der Unfälle, dass sich Räder vom Rennwagen lösen und jemanden erschlagen können. Sie verlaufen durch die Querlenkern und sich am Radträger befestigt.
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Die FIA hat angekündigt, sich Herstellungs- und Prüfprozesse der Radseilhersteller genauer zu prüfen.
Bei einem Unfall in Monza wurde der Feuerwehrmann Paolo Gislimberti von einem Rad des Jordan von Heinz-Harald Frentzen erschlagen. In Melbourne 2001 löste sich nach einer Kollision zwischen Ralf Schumacher (Williams) und Jacques Villeneuve (BAR-Honda) am Renner des Kanadiers ein Rad und erschlug den Streckenposten Graham Beveridge.
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