Ex-Pilot Christian Klien über Verstappen: «Max darf das!»
Der ehemalige Formel-1-Pilot und TV-Experte Christian Klien sprach bei «Sport und Talk» aus Luzern über das neue F1-Reglement und die Kritik von Max Verstappen an der neuen Fahrweise.
George Russell hat ein Problem, der Formel-1-Rennstall von Mercedes hat ein Luxus-Problem: Der 19-jährige Kimi Antonelli nimmt dem erfahrenen George Russell die Butter vom Brot.
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Im Rahmen einer Sondersendung aus dem Schweizer Verkehrshaus in Luzern wurde am Montag in «Sport und Talk» bei ServusTV über die bevorstehende Formel-1-Saison diskutiert. Mit dabei war neben dem vierfachen Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel (38), TV-Experte Marc Surer (74) und Aerodynamik-Mann Philipp Brändle (38) auch Ex-Formel 1-Pilot Christian Klien (43). Das stark veränderte technische Reglement war dabei ein zentrales Thema, nachdem sich unter anderem Max Verstappen sehr kritisch geäußert hatte («Formel E auf Steroiden»).
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Christian Klien, der 49 GPs fuhr, sagt: «Ich würde dem neuen Reglement etwas Zeit geben. Es ist für die Team viel Neues dabei und es wird viel entwickelt.» Der Vorarlberger weiß nur zu gut: «Der Fahrer will das Auto am liebsten die ganze Runde am Maximum bewegen. Jetzt musst du dir das aber einteilen, was auch eine interessante Komponente mitbringt. Sagen wir es so: Der Fahrer muss jetzt deutlich mehr mitdenken.» Mehrere Fahrer beklagten sich, dass die neuen Autos zu kompliziert seien. Zu den neuen Hilfsmitteln wie dem Boost und in Bezug auf mögliche Überholmanöver sagt Klien: «Man muss abwarten, was der Straight-Line-Mode bringt. Es gibt ja mehr Leistung über 290 km/h. Es wird auf vielen Strecken auch der Fall sein, dass nicht so viel extra Leistung vorhanden sein wird.» Klien ist zudem überzeugt: «Es wird noch viel passieren, bis wir beim ersten Rennen sind. Für mich ist nur die Gefahr, dass es nicht zu komplex für die Zuschauer wird. Die Schnellsten sollen die Schnellsten sein!»
Zu den Ansagen von Max Verstappen zum neuen Reglement sagt Klien: «Max darf das – er kann sich hinauslehnen. Er ist vierfacher Weltmeister. Er darf Kante zeigen!» Der ehemalige Red Bull-, Jaguar- und HRT-Pilot weiß auch: «Nach den ersten Tagen schiebt man sich die Favoritenrolle zu. Ich denke, man muss das erste Qualifying abwarten in Australien.»
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Der Hohenemser gibt zu Prognosen über Favoritenrollen zu: «Es ist jetzt alle noch Kaffeesatzleserei. Wer die Standfestigkeit hat, der hat Vorteile. Da hat Mercedes gut ausgeschaut, aber auch Red Bull Racing. Der neue Red Bull-Motor hat in Barcelona und auch in Bahrain gut funktioniert. Man hat sich sehr gut vorbereitet. Trotzdem ist es das erste Mal, dass man sowas selbst baut.»
George Russell hat ein Problem, der Formel-1-Rennstall von Mercedes hat ein Luxus-Problem: Der 19-jährige Kimi Antonelli nimmt dem erfahrenen George Russell die Butter vom Brot.
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