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Hülkenberg: «Will wissen, wie sich Kubica schlägt»

Renault-Star Nico Hülkenberg spricht über seine Vorbehalte gegen den Halo, den Test von Robert Kubica und die Formel E. Der Le-Mans-Sieger von 2015 äussert sich auch zum Porsche-Ausstieg aus der Langstrecken-WM.

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Dass Nico Hülkenberg kein Freund des umstrittenen Halo-Kopfschutzes ist, stellte der Renault-Hoffnungsträger bereits in der Vergangenheit klar. Im Fahrerlager am Hungaroring bestätigte er seinen Standpunkt noch einmal: "Er sieht sicherlich nicht gut aus und schützt uns vor Unfällen, die sich nur selten ereignen. Die Sicherheit der Autos wird immer besser, die Befestigung der Räder wurde zum Beispiel verstärkt, sodass es immer unwahrscheinlicher wird, dass schwere Objekte überhaupt rumfliegen werden."

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"Deshalb bin ich mir nicht sicher, ob diese Sicherheitsmassnahme wirklich nötig ist. Schliesslich werden andere Bereiche ständig verbessert und die Optik wird durch den Halo halt schon stark beeinträchtigt", fügte der Deutsche an, beteuerte aber auch: "Ich werde immer noch weiter Rennen fahren und sicherlich nicht in Rente gehen deswegen. Aber ja, ich war nie ein grosser Halo-Befürworter. Das bin ich immer noch nicht, aber es nicht meine Entscheidung, es liegt an der FIA, die Sicherheitsregeln und Anforderungen festzulegen. Es ist, wie es ist. Ich werde es akzeptieren und damit leben lernen."

Eine weitere bittere Pille stellt der Porsche-Ausstieg aus der Langstrecken-WM dar. Hülkenberg, der 2015 mit Porsche das legendäre 24h-Rennen von Le Mans gewonnen hat, sagt dazu: "Natürlich ist das in gewisser Hinsicht schade, dass Porsche nicht mehr in der WEC mitmischen will. Ich schätze, sie sind zurückgekommen, haben vier Jahre lang mitgemischt und drei Mal in Folge gewonnen. Man kann sagen, dass das Ziel erreicht wurde. Aber es ist natürlich ein kleiner Schock für die Langstrecken-WM."

Porsche steigt stattdessen in die rein elektrische Formel-E-Meisterschaft ein – genauso wie Mercedes, die dafür aus der DTM aussteigen. "Die Formel E erfreut sich immer grösserer Beliebtheit. Offensichtlich setzten immer mehr Autohersteller auf Hybridtechnik und Elektroautos, deshalb wird diese Serie immer stärker unterstützt. Ich persönlich habe weder ein Formel-E-Rennen gesehen noch einen Renner dieser Serie bewegt, deshalb kann ich dazu auch nicht zu viel sagen. Aber man kann sagen, dass die Meisterschaft zu funktionieren scheint. Ich bin gespannt, wie sich das Ganze entwickeln wird."

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Und natürlich wurde Hülkenberg auch auf den anstehenden Test von Ex-Renault-Pilot Robert Kubica angesprochen. Der Pole, dessen vielversprechende GP-Karriere durch einen Rallye-Unfall ein abruptes Ende gefunden hat, darf nach dem Ungarn-GP erstmals in einem 2017er-Renner ausrücken, nachdem er schon in älteren Formel-1-Rennern Gas gegeben hat.

Nico freut sich über die Rückkehr des schnellen Polen: "Zuallererst ist es ein grossartiges Comeback für ihn persönlich nach dem Unfall und allen Schwierigkeiten, die er deswegen durchstehen musste. Es ist schön, dass er nun diese Chance bekommt, in einem aktuellen Formel-1-Auto zu sitzen."

"Wir alle wissen, dass er einer der wirklich guten Formel-1-Piloten war und eine vielversprechende Karriere vor sich hatte. Deshalb werde ich natürlich mitverfolgen, wie er sich schlägt. Ich werde nicht an der Strecke weilen aber ich will natürlich wissen, wie er sich schlagen wird", schwärmt Nico, der einmal mehr klarstellt: "Ob er mein Teamkollege wird, weiss ich nicht, aber in dieser Frage bin ich ohnehin sehr entspannt. Du hast immer einen Teamkollegen an deiner Seite, mit dem du zusammenarbeitest. Natürlich ist das auch ein Konkurrent, aber für mich kommt es wirklich nicht darauf an, wer neben mir Gas gibt. Deshalb werde ich mich einfach zurücklehnen und schauen, was passiert."

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