Wie ist es um die deutsche Langbahn-Elite 2026 bestellt?
Mit 4+2 Fahrern geht der DMSB in die drei Grands Prix zur Langbahn-WM 2026. Insgesamt zählt die deutsche Langbahn-Elite mit A-Lizenz in diesem Jahr ganze elf Piloten.
Mit Martin Smolinski, Erik Riss und Lukas Fienhage sind für die kommende Langbahnsaison drei deutsche Fahrer dabei, die schon den Weltmeister-Titel in der Solo-Konkurrenz gewonnen haben. Der Olchinger Smolinski (41) verpasste WM-Titel Nummer 4, als er beim GP in Scheeßel zu Sturz kam und beim Finale in Roden (NL) nicht mehr teilnehmen konnte. In der Endabrechnung wurde er Fünfter. Für die kommende Saison haben Smoli und sein Team die Motorräder speziell für extreme Grasbahnen wie die in Marmande eingestellt, um die lädierte Hüfte etwas zu schonen .
Lukas Fienhage wurde in der aufgrund der Corona-Epidemie verkürzten WM im Jahr 2020 Langbahn-Weltmeister. Die Chance auf den erneuten Titelgewinn schwanden beim GP 2025 in Roden, als er in seinem letzten Vorlauf den Dirt-Reflector verloren hatte und damit den direkten Einzug ins Tagesfinale verpasst hatte. Im anschließenden Hoffnungslauf wurde er nur Vierter. Das bedeutete letztendlich Platz 3 in der WM 2025.
Momentan schwebt der in Südfrankreich lebende 26-Jährige aber auf Wolke sieben. Der Grund? Seine Partnerin Pauline Stella brachte am 24. Januar in Marmande ihre gemeinsame Tochter Hope zur Welt. Die glücklichen Eltern gehen diesen Donnerstag zum Deutschen Konsulat in Bordeaux, wo die Kleine auch ihren deutschen Pass bekommt. Herzlichen Glückwunsch auch von dieser Stelle. Für 2026 peilt der Top-Fahrer des AC Vechta den WM-Titel sowohl als Solist als auch im deutschen Team an.
Der zweifache Weltmeister Erik Riss (30) und Daniel Spiller (27) profitieren von der Aufstockung des WM-Fahrerfeldes von 15 auf 20 Teilnehmer. Beide starteten 2025 verheißungsvoll in die Saison, aber Riss musste mit wiederkehrenden Augenbeschwerden passen und für Spiller war die Saison nach einem unverschuldeten Crash in Bad Hersfeld beendet. Sie bekamen von der FIM die Zulassung für die Grands Prix 2026 als Permanentstarter.
Hoffnungen auf Starts in der WM können sich auch Mario Niedermeier (24) aus Langquaid und Timo Wachs (22) vom MSC Hümmling Werlte machen, die beide von der FIM als Reservisten bestellt wurden. Niedermeier machte im vergangenen Jahr vor allem beim Langbahn der Nationen in Vechta mit starken Leistungen auf sich aufmerksam. Bei der Deutschen Langbahn-Meisterschaft in Schwarme wurde er Dritter. Wachs feierte mit seinem Gewinn beim U23-World-Cup auf der Langbahn in Vechta den bisher größten Erfolg in seiner Karriere. Diesen Titel will der Emsländer am 9. Mai in Roden (NL) verteidigen.
Die weiteren deutschen Langbahn-Piloten mit A-Lizenz, aber ohne WM-Ticket, sind der vierfache Deutsche Meister Stephan Katt (46) aus Neuwittenbek), Fabian Wachs (27) aus Werlte, Jörg Tebbe (46), zweimaliger Deutscher Meister aus Dohren, Dominik Werkstetter (28) aus Zeilarn und Jens Benneker (36) aus dem niedersächsischen Wagenfeld.
Tom Lamek (32) aus Rinteln war der große Pechvogel des Jahres 2025. Nach zirka zehn Jahren Absenz hatte er sich auf sein Comeback auf der Langbahn vorbereitet. Doch das Comeback des jetzigen Schaumburgers war schon nach fünf Rennen wieder beendet. Ein von ihm unverschuldeter Sturz auf dem Leineweberring in Bielefeld bedeutete für ihn das frühzeitige Saisonaus. Ob und dann wie es weitergeht, steht noch nicht fest.
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