Sauber-Desaster: «Müssen Motivation beibehalten»

Von Andreas Reiners
Formel 1
Pascal Wehrlein

Pascal Wehrlein

Es gibt sicher angenehmere Aufgaben, als das nächste desaströse Ergebnis zu kommentieren. Der neue Sauber-Teamchef Frédéric Vasseur nahm nach dem Ungarn-GP kein Blatt vor den Mund.

Denn die beiden Sauber-Piloten Pascal Wehrlein und Marcus Ericsson waren schlicht chancenlos. Mehr noch: Da Fernando Alonso und Stoffel Vandoorne in die Punkte fuhren, ist der Schweizer Rennstall in der Konstrukteurwertung nun auf dem letzten Platz.

«Generell ist unsere Performance nicht gut genug, um mit unserer direkten Konkurrenz mithalten zu können. Uns ist durchaus bewusst, dass die kommenden Rennen schwierig werden. Nichtsdestotrotz müssen wir im Hinblick auf die zweite Saison-Hälfte unseren Fokus sowie unsere Motivation beibehalten», sagte Vasseur nach den Plätzen 15 und 16. Beide Piloten hatten am Ende zwei Runden Rückstand.

Vasseur erklärte auch, warum sowohl Wehrlein als auch Ericsson während der Safety-Car-Phase zum Reifenwechsel in die Box kamen: Beide hatten einen Reifenschaden. Der Schwede vor allem deshalb, weil er sich nach der Startphase vor der ersten Kurve heftig verbremste. «Wir haben uns danach für unterschiedliche Rennstrategien beider Fahrer entschieden», so Vasseur.

Doch auch das brachte rein gar nichts. «Unsere Performance war nicht so, wie wir uns das erhofft haben. Daher konnten wir mit den Rundenzeiten, im Vergleich zu unserer direkten Konkurrenz, nicht mithalten», sagte Ericsson.

Er machte aus seiner Enttäuschung ebenfalls keinen Hehl. «Es ist durchaus enttäuschend, weil wir uns von den ersten Neuerungen des Aero-Updates einen größeren Schritt nach vorne erwartet hatten. Nach der Sommerpause sollten wir weitere Verbesserungen erzielen können«, sagte er.

Etwas zufriedener war Wehrlein, der zumindest das teaminterne Duell gewinnen konnte. «Das Rennergebnis ist in Ordnung, wenn man bedenkt, dass ich aus der 18. Startposition ins Rennen gegangen bin. Wir haben das Maximum herausgeholt und konnten nicht viel mehr erwarten. Nun freue ich mich auf die Formel-1-Sommerpause, in der ich die erste Saison-Hälfte Revue passieren lasse, um dann mit voller Kraft aus der Sommerpause zurückzukehren», sagte er.

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