Cesare Fiorio: Nach 110 Tagen Spital endlich zuhause

Von Rob La Salle
Formel 1
Cesare Fiorio

Cesare Fiorio

​Gute Nachrichten vom früheren Ferrari- und Lancia-Rennleiter Cesare Fiorio: Der 78jährige Turiner konnte endlich das Krankenhaus verlassen, fast vier Monate nach seinem schweren Radunfall.

Am 3. Mai schreckte diese Nachricht auf: Ex-Lancia- und -Ferrari-Rennleiter Cesare Fiorio musste in kritischem Zustand ins Spital eingeliefert werden – auf dem Weg von Carovigno nach Ostuni (Italien) war er von seinem Rad gefallen. Über seinen genauen Zustand wurde zunächst wenig bekannt, die Unfallursache bleibt bis heute ungeklärt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Fiorio wegen eines medizinischen Problems vom Rad gestürzt war, es gab jedenfalls keine Kollision mit einem anderen Verkehrsteilnehmer. Drei Wochen nach dem Sturz bestätigte die Familie – wegen eines Schädel-Hirn-Traumas lag der Italiener sogar fünf Tage lang im Koma!

Nun endlich gute Nachrichten: Nach rund vier Monaten Krankenhaus und Reha konnte Fiorio nach Hause zurückkehren, wie er über das Facebook-Profil seines Sohnes Alessandro Fiorio bestätigt hat. «Hallo zusammen!» sagt der frühere Sportchef der Formel-1-Rennställe Ferrari, Ligier und Minardi in einem kurzen Video. «Ich darf euch sagen, dass ich endlich nach Hause zurückkehren durfte. Ich danke euch für die grosse Unterstützung, und wir sehen uns bald.»

Fiorio war beim Sturz nicht nur am Kopf, sondern auch am Arm verletzt worden, dazu gab es Komplikationen mit der Atmung.
Mit Lancia feierte Fiorio tolle Erfolge in der Rallye-WM, 1989 berief ihn Fiat auf den Posten des Ferrari-Rennchefs. Doch der Turiner geriet zwischen die Fronten der GP-Stars Nigel Mansell und Alain Prost.

Ende 1990 ging der Brite, von den Machtspielen des Franzosen zermürbt, und wurde durch den jungen Jean Alesi ersetzt. Prost verlor den Titel 1990, und nach dem Ausfall beider Ferrari-Fahrer in Imola 1991 wurde der Rennleiter entlassen.

Fiorio hat den Kontakt zum Motorsport nie verloren und war deshalb immer wieder als Formel-1-Experte in den italienischen Medien präsent. So trat er etwa im vergangenen Jahr als Rennexperte für den Staatssender RAI auf.

Siehe auch

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Lewis Hamilton: Hunger auf mehr als Formel 1

Mathias Brunner
​Lewis Hamilton ist nach 2008, 2014, 2015, 2017, 2018 und 2019 zum siebten Mal Formel-1-Weltmeister. Doch sein Erbe besteht nicht aus Bestmarken, die er reihenweise niederreisst. Sein Erbe reicht erheblich weiter.
» weiterlesen
 

TV-Programm

  • Mo. 30.11., 05:30, Puls 4
    Café Puls mit PULS 4 News
  • Mo. 30.11., 05:30, Motorvision TV
    Histo Cup - Red Bull Saisonfinale, Red Bull Ring, Österreich
  • Mo. 30.11., 06:00, Pro Sieben
    Café Puls mit Puls 4 News
  • Mo. 30.11., 06:00, Sat.1
    Café Puls mit Puls 4 News
  • Mo. 30.11., 06:30, Sky Sport 2
    Formel 1: Großer Preis von Bahrain
  • Mo. 30.11., 07:00, SWR Fernsehen
    sportarena
  • Mo. 30.11., 08:00, Sky Sport HD
    Formel 1: Großer Preis von Bahrain
  • Mo. 30.11., 08:00, Sky Sport 1
    Formel 1: Großer Preis von Bahrain
  • Mo. 30.11., 08:15, ORF Sport+
    Schätze aus dem ORF-Archiv: Formel 1 Saison 2005: Großer Preis von Japan
  • Mo. 30.11., 08:50, Motorvision TV
    High Octane
» zum TV-Programm
6DE