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Cadillac erzwingt Änderung: Quali-Format 2026 angepasst
2026 dürfen sich die Formel-1-Fans auf elf Rennställe freuen, Cadillac bereichert die Königsklasse. Das hat allerdings zur Folge, dass das Qualifikations-Format leicht angepasst werden muss.
Formel 1
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Seit Jahren hat sich der Ablauf eines Abschlusstrainings der Formel 1 bewährt: Wir haben drei Segmente, Q1, Q2 und Q3, mit jeweils 18, 15 und 12 Minuten Länge. In Q1 schieden jeweils die langsamsten Fünf aus, in Q2 weitere fünf, und die restlichen zehn Fahrer gingen dann ins Q3.
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2026 ändert sich das geringfügig, denn wir haben in der kommenden Saison nicht mehr zehn Rennställe am Start, sondern dank Neuling Cadillac deren elf. Daher gilt für 2026 neu: Im ersten Quali-Segment haben nicht mehr fünf Piloten vorzeitig Feierabend, sondern sechs. Das Gleiche gilt für Q2: erneut sechs Fahrer out. Die restlichen zehn ziehen in Q3 ein. Die Formel 1 hat im Laufe der Jahre immer wieder mit dem Quali-Format experimentiert, nicht immer war das von Erfolg gekrönt, wie unser Blick hier zurück zeigt. 1950–1996: Abschlusstraining mal zwei – Vor der Gründung der Formel 1 wurden die Startpositionen schon mal ausgelost. Doch mit Beginn der Formel-1-WM 1950 ändert sich das: Ein entscheidendes Training am Freitag, eines am Samstag. Erstaunlicherweise änderte sich daran 46 Jahre lang nichts, selbst wenn es zahlreiche Nuancen gab. Wir erinnern uns an die Qualifikations-Reifen, die nach einer schnellen Runde in die Tonne kamen; unvergessen auch die Minutenbrenner der stärksten Turbo-Motoren in den 1980er Jahren, mit Werten jenseits von 1300 PS.
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Viele denken angesichts des heutigen Magerfelds wehmütig zurück, als Ende der 1980er Jahre eine Vorqualifikation eingeführt werden musste. Bis zu 39 Autos wollten an einem GP teilnehmen, daher wurde schon am Freitagmorgen in dreissig brutalen Trainingsminuten gesiebt.
Grosser Nachteil des so lange verwendeten Formats: Nach einem Freitag bei gutem Wetter bedeutete ein Samstag im Regen, dass die Zeiten nicht mehr verbessert werden konnten. Es musste sich etwas ändern.
1996–2002: Die Stunde der Wahrheit – In nur noch 60 Minuten und bei maximal zwölf Runden wurde ab nun der Mann für die Pole-Position gesucht. Was als Thriller gedacht war, wurde teilweise zur Formel Gähn, denn oft warteten die besten Piloten bis zum Schluss der Quali, um auf die Bahn zu gehen, wenn die weniger schnellen Autos die Piste gesäubert hatten und sich die Strecke im besten Zustand präsentierte. Daher erneut eine Änderung. 2003: Es kann nur eine geben – Die scheinbare Lösung des Problems: Jedes Auto geht einzeln auf die Bahn. Vorteil: Hinterbänkler sind so lange im Fernsehen zu sehen wie Top-Autos, die Sponsoren freuten sich. Am Freitag gab es eine Stunde in diesem Format, die Fahrer machten sich in Reihenfolge des WM-Stands auf die Socken. Am Samstag dann die Entscheidung, dieses Mal mit dem Langsamsten des Freitags als erstem Fahrer auf der Bahn, mit dem Schnellsten ganz zum Schluss. Gefahren wurde überdies am Samstag mit der Spritmenge, mit welcher auch ins Rennen gegangen wurde. Nachteil: Wechselnde Wetter- und Pistenverhältnisse machten die Quali zur Lotterie.
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2004: Alles am Samstag – Die beiden Einrunden-Einsätze wurden auf den Samstag verschoben. Neu zu Beginn in Reihe des Einlaufs des vorhergegangenen Rennens. Die beiden Segmente lagen nun so dicht beisammen, dass Schlitzohre begannen, bei wechselndem Wetter taktisch zu fahren. Etwa in der Art, im ersten Teil absichtlich zu patzen, um im zweiten Teil zu Beginn fahren zu können – weil Regen im Anmarsch war und es von Nachteil sein würde, gegen Ende des Trainings auf der Bahn zu sein. 2005: Zückt die Taschenrechner! – Daher die neue Lösung: Die Zeiten der beiden Einzel-Darbietungen wurden addiert. Eine Runde am Samstagmorgen mit wenig Sprit, eine Runde am Sonntagmorgen mit jener Spritmenge, mit welcher ins Rennen gegangen wurde. Dieses System mochte keiner, weil der Samstag entwertet wurde. Nach sechs GP-Wochenenden war Schluss. Für die restlichen dreizehn Qualifyings wurde nur noch am Samstag gefahren, mit Rennspritmenge. 2006/2007: Die Ausscheidung – Endlich konnten wieder mehr Runden gefahren werden, aber erstmals gab es ein Ausscheidungsverfahren mit drei Quali-Segmenten. Die Fans fanden das sehr gut, aber perfekt war es nicht – denn noch immer musste zum Schluss mit jener Spritmenge gefahren werden, die ein Pilot ins Rennen mitzunehmen gedachte. 2008/2009: Kleine Änderung – Der Quali-Dreiteiler blieb, doch jetzt konnte nach Q3 kein Kraftstoff mehr nachgefüllt werden.
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2010: Das heutige Format – Nachtanken im Rennen war passé, damit konnten die Piloten im Abschlusstraining endlich wieder mit ganz wenig Benzin auf die Bahn gehen und es nach Herzenslust krachen lassen. 2016: Missglücktes Experiment – Für die Saison 2016 wurde in der Formel 1 ein auf dem Papier aufregendes Ausscheidungsverfahren eingeführt. Die Uhr läuft und in regelmässigen Abständen scheidet der jeweils langsamste Fahrer aus. In der Theorie sollte dieses Ausscheidungsverfahren Überraschungsmomente fördern. In der Praxis waren alle vom Blick auf die herunterzählende Uhr fasziniert, weniger vom Geschehen auf der Bahn. Einige Rennställe schickten ihre Piloten zu spät auf die Bahn und gaben sich damit der Lächerlichkeit preis. War es für die angeblich besten Strategen der Branche zu schwierig auszurechnen, wann der eigene Fahrer auf die Bahn muss, um nicht von der Stoppuhr abgefangen zu werden? Jeder Zweitklässler kann das. Gipfel der Peinlichkeit beim WM-Auftakt in Australien: Wenige Minuten vor Schluss des Qualifyings in Melbourne, theoretisch die heisseste Phase des Formel-1-Abschlusstrainings, nun sollte es für die besten Grand-Prix-Fahrer der Welt um alles gehen – wer ist der schnellste Mann im Albert-Park? Und dann das: Auf der Bahn – niemand. Die Fans trotteten von den Tribünen davon, die meisten schüttelten ungläubig den Kopf darüber, was sie soeben erlebt hatten. Viele fluchten, völlig zu Recht. Die Formel 1 hatte sich wieder mal bis auf die Knochen blamiert. Entrüstete Fans forderten ihr Geld zurück, Fahrer und Teamchefs schimpften, und was machte die damalige Formel-1-Führung? Sie liess das Feld in Bahrain gleich nochmals im Ausscheidungsverfahren antreten. Das Ergebnis war nicht besser, der Ärger der Fans dafür grösser. Ergebnis: Zum dritten WM-Lauf 2016 in China kehrte die Formel 1 zum bewährten System zurück.
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2021: Der Sprint ist da ¬– An drei GP-Wochenenden wurde mit einem neuen Ablauf experimentiert, am Freitag ein erstes Training, dann die Quali (nach bekanntem Muster) für den Sprint. Am Samstag ein zweites freies Training, dann das kurze Rennen über ein Drittel der GP-Distanz, also 100 Kilometer. Die Reihenfolge des Sprints gab die Startaufstellung für den WM-Lauf vor. Die Reaktion der Fans war kontrovers. Nur wenige der Sprints konnten überzeugen. Das Format wurde in der Folge angepasst: Freies Training für den Sprint, später die Sprint-Quali. Am Samstag das kurze Rennen, dann die Qualifikation für den Grand Prix. In diesem Format wird 2026 sechs Mal gefahren. Formel-1-WM 2026
  • 08.03. Australien-GP, Albert Park Circuit, Melbourne
  • 15.03. China-GP, Shanghai International Circuit, Shanghai *
  • 29.03. Japan-GP, Suzuka International Racing Course, Suzuka
  • 12.04. Bahrain-GP, Bahrain International Circuit, Sakhir
  • 19.04. Saudi-Arabien-GP, Jeddah Corniche Circuit, Jeddah
  • 03.05. Miami-GP, Miami International Autodrome, Miami *
  • 24.05. Kanada-GP, Circuit Gilles Villeneuve, Montreal *
  • 07.06. Monaco-GP, Circuit de Monaco, Monte Carlo
  • 14.06. Barcelona-Catalunya-GP, Circuit de Barcelona-Catalunya, Montmeló
  • 28.06. Österreich-GP, Red Bull Ring, Spielberg
  • 05.07. Grossbritannien-GP, Silverstone Circuit, Silverstone *
  • 19.07. Belgien-GP, Circuit de Spa-Francorchamps, Spa
  • 26.07. Ungarn-GP, Hungaroring, Budapest
  • 23.08. Niederlande-GP, Circuit Zandvoort, Zandvoort *
  • 06.09. Italien-GP, Autodromo Nazionale di Monza, Monza
  • 13.09. Spanien-GP, Madring, Madrid
  • 27.09. Aserbaidschan-GP, Baku City Circuit, Baku
  • 11.10. Singapur-GP, Marina Bay Street Circuit, Singapur *
  • 25.10. Austin-GP, Circuit of the Americas, Austin
  • 01.11. Mexiko-GP, Autódromo Hermanos Rodríguez, Mexiko-Stadt
  • 08.11. Brasilien-GP, Autódromo José Carlos Pace, Interlagos
  • 21.11. Las Vegas-GP, Las Vegas Strip Circuit, Las Vegas
  • 29.11. Katar-GP, Losail International Circuit, Doha
  • 06.12. Abu Dhabi-GP, Yas Marina Circuit, Yas Island
  • * GP-Wochenende im Sprintformat
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